s'Vürta

Bezeichnungen: Fürtuch, Vortuch
Aus dem Wörterbuch der Gebrüder Grimm:

FÜRTUCH, n. ein vorgebundenes tuch, das über den unterleib und die schenkel, sei es zum theil oder ganz, auch tiefer niedergeht, eine schürze. ein erst in der zweiten hälfte des 15. jahrhunderts begegnendes wort, das bald sehr geläufig wurde
 
Das Vürta bedeckte den Unterlieb und die Schenkel, um die Kleidung vor Verschmutzung und Abnützung zu bewahren. Ein Schurz, wie er z. B. bei Handwerkern üblich war, bedeckte im Gegensatz dazu auch die Vorderseite des Oberkörpers
Hiezu aus dem Wörterbuch der Bebrüder Grimm:
die neuere schriftsprache unterscheidet schurz und das später aufgenommene schürze gewöhnlich in der weise, dasz letzteres die frauentracht bezeichnet, schurz dagegen auf ein ähnliches kleidungsstück bei männern geht
 
Das Vürta wurde natürlich sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Bei Frauen wurde es bei uns eher als Schürze bezeichnet.
"Dreizipf": Da das Vürta beim Gehen ein wenig hinderlich war, wurde beim Zurücklegen größerer Strecken das Vürta (von einem "Eck" unten) quer hochgeschlagen und der Zipfel schräg gegenüber in das "Bendl" gesteckt, mit dem das Vürta um den Leib gebunden war.