Wetter 2014

Praktisch schneefreier Winter - das ganze Jahr, bis auf August zu warm - Regen im August verzögerte die Ernte bis Monatsende - fast keine Sonne im November - auch im Dezember kaum Schnee
 
Jänner
Der Neujahrstag war großteils sonnig. Auch die nächsten Tage waren teilweise sehr sonnig. In der Nacht gab es meistens Frost, aber tagsüber kletterten die Temperaturen, dank der Sonne, auf bis zu 6 Grad, ab 6. und 7. Jänner auf ca. 8 Grad und am 8. auf über 10 Grad. Am 2. und 5. gab es ein paar Regentropfen. Die nächsten Tage pendelte die Temperatur um null Grad. Strengen Morgenfrost gab es am 13. Jänner (ca. - 8 Grad) und am 16. Jänner (ca. - 4 Grad). 11., 12. und 13. waren sehr sonnig. In der Nacht vom 11. auf 12. und am 17. abends gab es etwas Regen. Vom 20. auf 21. kam Schnee, ein paar wenige Zentimeter. Die nächsten Tage waren trüb und es kamen ab und zu wieder ein paar Schneeflocken dazu. Die Temperaturen lagen zwischen 0 und -5 Grad. In der Nacht vom 25. auf 26. kühlte es merklich ab. Am 26. lagen die Frühtemperaturen bei ca. -12 Grad. Die nächsten Tage wurden etwas milder (-6 bis -2), doch es wehte ein Ostwind und es füllte sich damit sehr kalt an. Es war trüb bis zum Monatsende, Schnee fiel kaum. Im Gegensatz dazu erhielten in den letzten Tagen im Jänner Kärnten und Osttirol "Jahrhundertschneefälle" - 1 bis 1,5 m Neuschnee.
Februar
Die ersten Februartage blieb das Wetter unverändert. Am 6. Februar gab es nach langer Zeit wieder ausgiebigen Sonnenschein. Die Tageshöchsttemperaturen stiegen auf ca. 6 Grad. Der nächste Tag war wieder trüb. Der 8. und 10. Februar waren tagsüber wieder sonnig, der wenige Schnee verschwand fast komplett. Am 9. Februar regnete es ein paar Millimeter. Am 10. war es wegen der klaren Nacht in der Früh -4 Grad kalt. Die nächsten Tage waren für den Februar viel zu warm und auch recht sonnig. Am 21. stieg die Tageshöchsttemperatur auf ca. 12 Grad. Am 19. und 21. Februar gab es ein paar Millimeter Regen. Die letzten Tage im Februar waren zum größten Teil sonnig, niederschlagsfrei, am Morgen gab es aber meistens Frost.

Von der Homepage der ZAMG

Häufung von milden Wintern

Der Winter 2013/14 geht als zweitwärmster Winter in die 247-jährige Messgeschichte ein. Alexander Orlik, Klimatologe an der ZAMG: "Österreichweit gesehen lag die Temperatur in diesem Winter um 2,7 Grad über dem vieljährigen Mittel. Auf Platz eins liegt weiterhin der Winter 2006/07, der um 3,4 Grad zu mild war. Auf Platz drei liegt der Winter 1997/98, mit einer Abweichung von 2,3 Grad vom Mittel. Das bestätigt den Trend, dass sich milde Winter in den letzten Jahrzehnten häufen."

Die absolut höchste Temperatur in diesem Winter wurde am 25. Dezember gemessen mit 19,1 °C am Salzburger Flughafen. Die tiefste Temperatur des Winters registrierte die ZAMG am Brunnenkogel (T, 3437 m) mit minus 20,7 °C am 28. Jänner.

Niederschlag: extreme Nord-Süd-Unterschiede

Ungewöhnlich waren in diesem Winter auch die markanten Unterschiede zwischen einem sehr feuchten Süden und einer sehr trockenen Nordseite der Alpen. Im Norden gab es nur 50 bis 60 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, im Süden dagegen 250 Prozent. In einigen Regionen sind die Abweichungen noch extremer, sagt Alexander Orlik von der ZAMG: "Im südlichen Osttirol und in Kärnten vom Wörthersee bis ins Mölltal fiel um 400 bis 500 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Nördlich einer Linie von Salzburg bis Eisenstadt gab es in diesem Winter dagegen nur 38 Prozent der mittleren Niederschlagsmenge. Das ist aus derzeitiger Sicht die geringste Niederschlagmenge in dieser Region seit dem Winter 1857/58. In Schöngrabern bei Hollabrunn (N, 253 m) fielen im gesamten Winter nur 17 mm Niederschlag."

März
Das sonnige Wetter ging so weiter. Die Tageshöchsttemperaturen erreichten 8 bis 10 Grad, in der zweiten Woche lag die Tageshöchsttemperatur sogar zwischen 10 und 15 Grad. Am 15. März änderte sich das Wetter. Es wurde kühler. Der 15. März brachte heftigen Wind und erstmals seit langer Zeit Niederschlag (Regen). Der heftige Wind hielt auch noch am 16. März an.  Die nächsten Tage brachten wieder freundliches Wetter. Am 23. März kühlte es wieder ab, und es gab Regen, der zeitweise in etwas Schnee überging (besonders in der Nacht auf 24.). Ab 25. wurde es wieder sonnig und die Temperaturen stiegen tagsüber auf ca. 10 Grad, gelegentlich gab es Morgenfrost. Auch die letzten Tage waren sonnig, außer der 31.
April
Das sonnige, trockene Wetter blieb weiterhin. Die Tageshöchsttemperaturen lagen um 15 Grad, am 3. April bei 20 Grad. Es gab keine Morgenfröste mehr. Der 5. April war den ganzen Tag bewölkt. Am 7. und 8. erreichten die Tageshöchsttemperaturen fast 20 Grad. Am 8. und 10. April gab es ein paar Millimeter Regen, sonst waren die Tage recht sonnig. Am 11. April gab es Morgenfrost.  Der 9. und 10. waren mit Tageshöchsttemperaturen von ca. 10 Grad ziemlich kühl, auch bedingt durch kalten Wind. Ab 11. stiegen diese wieder auf ca. 15 Grad. Am 13. April (Palmsonntag) gab es vormittags Regen und nachmittags etwas Sonnenschein, und es wurde etwas kühler. Auch die nächsten Tage brachten etwas Regen und gelegentlich Sonnenschein. Am 17. und 18. April gab es Morgenfrost. Ab 16. April wurde es wieder sonniger, und die Temperaturen stiegen tagsüber auf ca. 15 Grad. Die Luft war aber kalt - kalter Wind. Es wurde aber zusehends wärmer, am 23. und 26. April fast 20 Grad, und es war sehr sonnig. Am 24. April gab es ein paar Millimeter Regen. Das Wetter hielt so bis Monatsende.
Mai
Der 1. Mai war sonnig, am 2. und 3. Mai gab es ausgiebigeren Regen (ca. 10 mm und ca. 6 mm), aber alles noch viel zu trocken. Es war sehr sonnig, außer am 3. Mai. Am 4. Mai gab es leichten Morgenfrost. Anfangs Mai lagen die Tageshöchsttemperaturen um 20 Grad. Der 3. Mai war kalt, ca. 5 Grad Höchsttemperatur. Dann wurde es wieder wärmer. Ab 7. Mai stellte sich eine Wetteränderung ein. Die nächsten Tagen brachten endlich ergiebigere Niederschläge (besonders der 11. und 12 mit insgesamt ca. 20 mm). Zwischendurch schien die Sonne, nur der 7. und 12. Mai waren durchwegs trübe. Ab 11. Mai ging es auch mit den Tageshöchsttemperaturen bergab, maximal gab es ca. 12 Grad. Der 12. bis 14. Mai war teilweise sonnig, teilweise gab es etwas Regen. Ab 15. Mai war es trübe, und ab 16. Mai begann es ausgiebig zu regnen. Der Regen führte zu Überschwemmung, besonders im südlichen NÖ und in der Steiermark. Bei uns war es nicht so schlimm. Bei uns summierte sich der Regen auf ca. 50 mm. Das regnerische Wetter hielt bis zum 18. Mai an. Ab 19. Mai wurde es frühsommerlich schön, die Tageshöchsttemperaturen erreichten 25 Grad. Am 23. Mai abends gab es ein Sommergewitter mit heftigen Niederschlägen - ca. 40 mm innerhalb weniger Stunden. Bis zum 26. Mai hielt das schöne Frühsommerwetter an (über 20 Grad). Teilweise wurde schon siliert. Dann stellte sich vom 27. bis 29. Mai regnerisches (ca. 40 mm) und kühles Wettersein (max. 10 Grad). Der letzte Mai dann zum größten Teil sonnig, aber kühl (ca. 15 Grad und kalter Wind).
Juni
Die ersten Junitage waren  sehr sonnig (bis auf 5. Juni), die Tageshöchsttemperaturen stiegen von 15 auf 25 Grad (6. Juni). Am 4. und 5. gab es kurze Regenschauer. Die Heuernte und das Silieren sind bereits im vollen Gang. Es wurde noch heißer, vom 9. bis 11. überstiegen die Temperaturen die 30-Grad-Grenze, nur Sonnenschein. Gewitter und damit Niederschläge gingen an uns vorüber. Ab 12. Juni ging die Tageshöchsttemperatur auf ca. 25 Grad zurück. Am 14. Juni kühlte es nochmals etwas ab, Tageshöchsttemperaturen bei max. 20 Grad (kühler Nordwind). Es war aber größtenteils sonnig, am 17. gab es ein paar Millimeter Regen. Ab 22. Juni stiegen die Temperaturen wieder etwas über 20 Grad. Am 25. gab es morgens etwas Regen, die Temperaturen lagen am 25. und 26. Juni etwas unter 20 Grad. Am 28. kletterte das Thermometer wieder über 20 Grad. Am 29. und 30. gab es doch wieder einmal ausgiebigere Niederschläge.
Juli
Vom 1. bis 5. Juli stiegen die Tageshöchsttemperaturen wieder von 20 auf etwa 25 Grad. Es war größtenteils sonnig. Der 7. Juli war nochmals ein heißer Tag, dann änderte sich das Wetter für einige Tage. Es wurde kühler und großteils bedeckt, tagsüber etwas über 15 Grad. Am 11. und 12. gab es ausgiebigere Niederschläge (kurze, heftige Schauer), am 14. abends nochmals einen kurzen Schauer. Aber ab 12. war es wieder sehr sonnig, und die Temperaturen stiegen wieder auf über 20 Grad, bzw. ab 15. auf über 25 Grad. Das hochsommerliche Wetter hielt an, am 18. gab es ca. 8 mm "Sommerregen". Die Temperaturen erreichten am 19. Juli fast 30 Grad, am 21. Juli stieg das Thermometer über 30 Grad. Am 21. Juli entlud sich die Sommerhitze abends in ein heftiges Gewitter. Es gab kleinere Überflutungen in den Bezirken Waidhofen/Thaya und Gmünd. Am 22. Juli gab es zu mittags nochmals einen heftigen Schauer. Die kommenden Tage waren sonnig, das Thermometer pendelte um 25 Grad. Gelegentlich gab es einen kleinen Gewitterschauer.
 In den letzten Tagen lagen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Ab und zu gab es ein Schauer, besonders intensiv am 30. abends und in der Nacht auf 31. Juli. 28. bis 31. Juli waren nur mäßig sonnig.
August
Der 1. August war bewölkt (ca. 20 Grad Höchsttemperatur). Am 2. August kam am späten Vormittag die Sonne hervor. Die Temperaturen stiegen tagsüber auf ca. 27 Grad. Das Wetter blieb so die nächsten Tage, nur gelegentliche Schauer (3. August). Die Getreideernte und der zweite Heuschnitt setzen ein. Am 10. August war aber die Ernte noch nicht abgeschlossen.
 Ab 11. August änderte sich das Wetter. Es wurde regnerisch, bewölkt und die Temperaturen lagen tagsüber um etwa 15 Grad.
 Dieses Wetter hielt auch die zweite Augusthälfte an: zu kühl, Tageshöchsttemperaturen zwischen 15 und 20 Grad, mindestens jeden zweiten Tag Regenschauer.
 In der zweiten Augusthälfte blieb es weiterhin so: Tage mit Regen und Sonnenschein wechselten sich ab, Tageshöchsttemperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Am 28. und 29. kletterten die Temperaturen wieder etwas über 20 Grad. Einige der letzten Kornfelder wurden am 29. gedroschen. Am 29. gab es abends ein paar Regentropfen. Auch am 31. August regnete es nachmittags.
September
Am 1. und 2. September regnete es fast ständig. Die Temperaturen lagen tagsüber nur zwischen 10 und max. 15 Grad. Ab 4. September wurde es wieder wärmer und sonniger, die Temperaturen kletterten tagsüber auf über 20 Grad. Am 6. September droschen Fam. Widhalm und Schandl noch ein paar Felder, am 8. September Fam. Scherzer das letzte Feld. Es gab teilweise Auswuchs. Bis zum 10. September war es noch warm (tagsüber über 20 Grad) und sonnig. Der 11. September war bedeckt und am Abend begann es zu regnen. Der 12. September war vormittags von Regen gekennzeichnet. Am 13. regnete es ebenfalls und auch am 14. ausgiebig in den Morgenstunden. Am 15. gab es nochmals einen kurzen Schauer. Die folgenden Tage waren aber sonnig, und die Temperaturen stiegen tagsüber auf ca. 20 Grad. Der 20. war noch ein paar Grad wärmer und es war ziemlich schwül. Am Abend gab es ein Gewitter und mit ausgiebigem Regen.  Der 21. September begann noch sonnig, mittags und abends gab es Regenschauer. Ab 22. September kühlte es merklich ab, Tageshöchsttemperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Es gab die nächsten Tage, bis auf den 24., der sonnig war, jeden Tag Regenschauer. Am 24. September sank die Temperatur in der Früh fast auf null Grad. Der 27. September war vormittags noch teilweise bewölkt, und es regnet etwas. Am Nachmittag kam die Sonne hervor.
Die letzten Septembertage blieben niederschlagsfrei. Die Temperaturen lagen um ca. 15 Grad.
Oktober
Am 1. Oktober regnete es. Die nächsten Tage blieben trocken. Es gab Nebel und Hochnebel. Wenn überhaupt, so kam erst nachmittags die Sonne durch. Die Temperaturen lagen etwa zwischen 10 und 15 Grad. Erst am 14., 16. und 17. gab es wieder Niederschläge, am 17. regnete es fast den ganzen Tag. Die Tageshöchsttemperaturen lagen um 15 Grad, bei Sonnenschein bei etwa 18 Grad. Sonnenstunden gab es nicht viele, aber die Temperaturen lagen für Oktober über den Durchschnitt.
 Ab den 20. Oktober gab es täglich Regen und nur mehr wenige Sonnenstunden. In der Nacht vom 21. auf 22. fegte Sturm "Gonzales" durch Österreich und brachte einen Wetterwechsel. Wir blieben von Schäden verschont. Aber die Tageshöchsttemperatur fiel am 22. Oktober auf ca. 5 Grad. Die letzten Tage blieben unverändert, keine Niederschläge und wenig Sonne. Der Oktober 2014 war insgesamt viel zu warm.
November
Am 1. und 4. November gab es ein paar Sonnenstunden, da kletterte das Thermometer auf ca. 10 Grad. In Tagen ohne Sonne (Nebel und Hochnebel) blieben die Tageshöchsttemperaturen bei ca. 5 Grad.
 Das nebelige Wetter hielt die nächsten Tage an - Temperaturen tagsüber um 6 bis 8 Grad.  Am 4. und 5. gab es etwas Sonnenschein. Am 5. kletterte die Tageshöchsttemperatur auf ca. 15 Grad, bedingt durch Ausläufer des Föns in den Alpen. Am 7. begann es abends etwa zu Regen, am 8. regnete es vormittags recht ausgiebig.
 In den nächsten Tagen lagen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 8 und 10 Grad, am 13. bei ca. 13 Grad. Sonnenschein gab es kaum, nur ein paar Stunden am 12. und 16. November. Am 10. gab es ein paar Millimeter Regen, am 16. etwas ausgiebiger. Am 17. nieselte es ab morgens fast den ganzen Tag. Am 18. und 19. gab es ergiebigeren Regen. Ab 20. wurde es kälter, Tageshöchsttemperaturen bei ca. 4 Grad. Die Sonne ließ sich in diesen Tagen kaum blicken. Am 24. November gab es nochmals etwas Regen. Gegen Ende des Monats fielen die Temperaturen auf knapp unter null. Wie fast den ganzen November blieb auch die letzte Woche ohne Sonnenschein. Am 30. November bildete sich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit eine Eisschicht an den Bäumen.
Dezember
Die Eisschicht an den Bäumen blieb noch die ersten beiden Dezembertage bestehen. Das Eis führte zu Schäden an den Bäumen: vor allem Äste und Wipfel brachen ab, vereinzelt brachen Bäume in der Mitte ab oder wurden entwurzelt. Es waren vor allem Bäume an den Waldrändern (Ostseite) und einzeln stehende Bäume (Obstbäume) betroffen. Gebiete im Raum Zwettl-Ottenschlag (Waldviertel) waren wesentlich schlimmer betroffen.
Am 3. Dezember stiegen die Temperaturen über null und das Eis fiel von den Bäumen. Bis zum 8. Dezember lagen die Temperaturen tagsüber um etwa 4 Grad. Am 6. und 7. Dezember gab es Regen bzw. vermischt mit ein paar Schneeflocken. 8. und 9 Dezember waren mit -4 bis -2 Grad kalt. Am 10. Dezember schien seit ca. 1 Monat wieder einmal ausgiebiger die Sonne. Der 11. Dezember war mit ca. 3 Grad plus wieder mild.
 Die Tageshöchsttemperaturen blieben die nächsten Tage zwischen +2 und +4 Grad, am 18. und 19. stiegen die Temperaturen auf zwischen 8 und 10 Grad. Vom 16. bis 19. gab es täglich kurze Regenschauer. Vom 17. bis 21. gab es größere sonnige Abschnitte. Ab 19. bis 22. wehte oft ein recht heftiger West-/Nordwest-Wind. Am 23. Dezember stieg die Tageshöchsttemperatur auf über 10 Grad.
Am 24. Dezember gab es leichten Morgenfrost. Der Tag war großteils sonnig, mit heftigen Wind, und die Tageshöchsttemperatur erreichte ca. 6 Grad. Am 25. Dezember regnet es vormittags, vermischt mit ein paar Schneeflocken. Am 26. blieben den ganzen Tag die Temperaturen um null Grad. Es gab ein paar Schneeflocken, die Landschaft war etwas angezuckert. Am 27. fielen die Temperaturen morgens auf ca. -8 Grad, ebenfalls auch am 29. und 30. Dezember. Am 28. fielen ein paar Millimeter Schnee. Die Landschaft war weiß, aber es gab keine geschlossene Schneedecke. Am 30. Dezember gab es ein paar Stunden Sonnenschein.
Der 31.Dezember war trüb, niederschlagsfrei und ebenfalls kalt.
Das Jahr 2014 war das wärmste Wetter seit dem Beginn der Wetteraufzeichnung, nur der August war zu kühl.
 
Von der Homepage der ZAMG
 
Klimaspiegel
 
Wetterrückblick für 2014

Wärmstes Jahr seit Beginn der Messungen
Das Jahr 2014 liegt 1,7 °C über dem vieljährigen Mittel und verdrängt damit 1994 von der Spitze der wärmsten Jahre in Österreich in der 247-jährigen Messgeschichte. Markant waren in diesem Jahr nicht lange Hitzewellen, sondern konstant überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Erstmals in der Messgeschichte lagen fünf Monate mehr als 2,5 °C über dem Mittel 1981-2010. Insgesamt waren heuer zehn Monate wärmer als das Mittel 1981-2010 und nur zwei kühler.

Ungewöhnlich schneearmer Advent
So ungewöhnlich wie das gesamte Jahr war auch der milde und schneearme Advent. In diesem Dezember gab es in keiner einzigen Landeshauptstadt einen Tag mit Schneedecke. Das kam seit 1946 erst ein Mal vor und zwar im Jahr 2006. Die mittlere Zahl der Tage mit Schneedecke liegt in einer Landeshauptstadt im Dezember zwischen fünf Tagen Eisenstadt und 14 in Innsbruck.

2014 überdurchschnittlich nass
Österreichweit gesehen brachte das Jahr 2014 um 13 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel. Auf Grund der vielen Wetterlagen aus Süd und Südwest gab es vor allem in Osttirol und in Kärnten sowie im Süden der Steiermark und des Burgenlandes viel Niederschlag. Am Loiblpass (K) wurden in diesem Jahr 3464 mm Niederschlag gemessen. Das ist ein neuer Stationsrekord und die zweithöchste jemals in Österreich gemessene Jahresniederschlagsmenge.

Der Jahr 2014 im Detail

Temperatur
Das Jahr 2014 war in Österreich mit einer Abweichung zum Mittel 1981-2010 von plus 1,7 °C (+2,5 °C über dem Mittel 1901-2000) das mit Abstand wärmste der Messgeschichte. Damit war 2014 um 0,5 °C wärmer als das bisher wärmste Jahr 1994. Die normale statistische Schwankungsbreite liegt bei nur +/-0,5 °C. Im Detail setzt sich das Jahr aus zehn teils deutlich überdurchschnittlich warmen und nur zwei zu kühlen Monaten zusammen. Gleich fünf Monate (Jan., Feb., Mär, Nov. und Dez.) - und damit einmalig seit 1768 - verzeichneten eine Abweichung zum klimatologischen Mittel 1981-2010 von über 2,5 °C. Bisher waren in einem Jahr nur drei Monate wärmer als 2,5 °C als das jeweilige vieljährige Mittel. Gewohnt an die sehr überdurchschnittlich warm verlaufenden Sommermonate in den letzten Jahren, prägte der Sommer subjektiv dem gesamten Jahr 2014 eher einen kalten Stempel auf. Mit einer Abweichung von plus 0,2 °C zum klimatologischen Mittel hatte er keinen kühlenden Effekt für die Gesamtjahresbilanz.
Mit einer Abweichung von 1,8 bis 2,6 °C lagen die relativ wärmsten Regionen in Unterkärnten, der Südsteiermark und im Südburgenland sowie vom Pongau bis ins Mostviertel, teilweise auch im Mühlviertel und Waldviertel. Im übrigen nicht hochalpinen Bundesgebiet reichten die Abweichungen von plus 1,3 bis 1,8 °C. Im hochalpinen Gelände war das Jahr 2014 mit einer Abweichung von plus 1,3 °C das zweitwärmste seit Messbeginn. Im Jahresverlauf gab es keine überaus hohen Tagestemperaturmaxima, aber auch keine besonders tiefen Minima. Gleich vier Orte teilen sich mit 35,7 °C den ersten Platz beim höchsten Tagesmaximum der Lufttemperatur. Dieser Wert wurde am 9. Juni in Innsbruck (T), am 11. Juni in Neusiedl am See (B) und am 20. Juli in Waidhofen/Ybbs (N) und Wieselburg (N) erreicht.

Extremwerte der Lufttemperatur (Jahr 2014)
höchste Lufttemperatur: 35,7°C
Innsbruck/Uni (T, 578 m) am 9.6.
Neusiedl/See (B, 148 m) am 11.6.
Waidhofen/Y. (N, 365 m) am 20.7.
Wieselburg (N, 259 m) am 20.7.
tiefste Lufttemperatur: Brunnenkogel (T, 3437 m) -25,7 °C am 29.12.
tiefste Lufttemperatur, bewohnter Ort: Tannheim (T, 1100 m) -21,4 °C am 29.12.
tiefste Lufttemperatur, unter 1000 m: Ehrwald (T, 982 m) -19,4 °C am 29.12.

Minima und Maxima der mittleren Lufttemperatur (Jahr 2014)
relativ kältester Ort: St. Leonhard/Pitztal (T, 1454 m) 4,5 °C Abw. +0,6 °C
relativ wärmster Ort: Windischgarsten (O, 600 m) 9,7 °C Abw. +2,5 °C
absolut kältester Ort: Sonnblick (S, 3109 m) -4,0 °C Abw. +1,1 °C
absolut kältester bewohnte Ort: Obergurgl (T, 1942 m) 3,4 °C Abw. +1,2 °C
absolut kältester Ort unter 1000 m: Saalbach (S, 975 m) 6,9 °C Abw. +1,2 °C
absolut wärmste Orte:
1. Wien-Zentrum (W, 177 m) 13,2 °C Abw. +1,5 °C
2. Andau (B, 118 m) 12,2 °C Abw. +1,6 °C

Niederschlag
In Summe war das Jahr 2014 ein sehr überdurchschnittlich niederschlagsreiches Jahr. Verglichen mit dem klimatologischen Mittel fiel um insgesamt 13 Prozent mehr Niederschlag. Räumlich gab es aber große Unterschiede. Während nördlich des Alpenhauptkammes von Vorarlberg bis ins Mühlviertel um bis zu 25 Prozent weniger Niederschlag fiel, summierte sich von Osttirol über Kärnten und die Südsteiermark bis ins Weinviertel um 10 bis 75 Prozent mehr Niederschlag. Große Überschüsse zum Mittel von 40 bis 75 Prozent gab es in Kärnten entlang und südlich der Drau sowie punktuell im Weinviertel und im Südburgenland. Am Loiblpass war es mit 3464 mm und einem Plus von 86 Prozent besonders niederschlagsintensiv (neuer Stationsrekord). Diese Jahresniederschlagssumme von 3464 mm am Loiblpass ist die zweithöchste, die jemals in Österreich gemessen wurde. In Kötschach-Mauthen gab es mit 2195 mm auch einen neuen Stationsrekord und Klagenfurt verzeichnet mit 1339 mm die fünfthöchste Jahresniederschlagsmenge seit dem Jahr 1813 und muss sich nur knapp geschlagen geben. Vor allem der Jänner, Februar, September und November brachten im Süden und Osten große Niederschlagsmengen.
Bedingt durch die hohe Anzahl an südlichen oder südwestlichen Wetterlagen, die im Süden und Osten zu diesem hohen Überschuss führte, gab es im Westen und Nordwesten aber nur ein leichtes Defizit von 5 bis 25 Prozent.

Minima und Maxima des Niederschlags (Jahr 2014)
relativ nassester Ort: Loibl (K, 1097 m) 3464 mm Abw. +86 %
relativ trockenster Ort: Galtür (T, 1587 m) 806 mm Abw. -25 %
absolut nassester Ort Loibl (K, 1097 m): 3464 mm Abw. +86 %
absolut trockenster Ort: Melk (N, 307 m) 503 mm Abw. k.A.

Schnee
Durch die hohen Temperaturen und die winterlichen Niederschlagsdefizite im Norden und Westen mangelte es hier auch an Schnee. Die schneereichsten Monate nördlich des Alpenhauptkammes waren die Monate März und Oktober 2014. In den Hochwintermonaten Jänner und Februar gab es hier nur eine unterdurchschnittliche Anzahl an Schneedeckentagen. In Osttirol und Kärnten und teilweise auch in der Südsteiermark summierten sich hingegen beträchtliche Neuschneesummen. In Oberkärnten fiel Ende Jänner und Anfang Februar in etwa die 3 bis 4 Fache Menge an Neuschnee.
Dem kurzen und heftigen Wintereinbruch im letzten Oktoberdrittel, der vom Arlberg bis zur Rax oberhalb von etwa 800 m große Neuschneesummen brachte, folgten deutlich schneeärmere Verhältnisse im November und Dezember. Sowohl bei der Dauer der Schneedecke als auch bei der Neuschneesumme gab es in den beiden Monaten deutliche Defizite. Unterhalb von 1000 m Seehöhe bildete sich nur punktuell eine Schneedecke, sonst blieb es meist grün. In allen Landeshauptstädten lag im gesamten Advent (1.-24.12.) keine Schneedecke. Dies trat seit 1946, neben dem heurigen Jahr, erst einmal im Jahr 2006 auf.

Sonne
Die Zahl der Sonnenstunden im Jahr 2014 entsprach in etwa dem vieljährigen Mittelwert. In Summe liegt ein Defizit von 1 Prozent vor. Wobei die relativ niederschlagsarmen Regionen nördlich des Alpenhauptkammes um etwa 5 Prozent mehr Sonnenschein abbekamen als in einem durchschnittlichen Jahr. Im Süden und in den hochalpinen Regionen reichte das Defizit von etwa 5 bis 16 Prozent.

Minima und Maxima der Sonnenscheindauer (Jahr 2014)
relativ sonnenreichster Ort: Reichenau/Mühlkreis (O, 689 m) 1831 h Abw. +17 %
relativ sonnenärmster Ort: Sonnblick (S, 3109 m) 1468 h Abw. -16 %
absolut sonnenreichster Ort: Andau (B, 118 m) 2096 h Abw. k.A.

Jahr 2014: Übersicht Bundesländer

Vorarlberg
Niederschlagsabweichung: minus 4 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,5 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: plus 5 Prozent
Temperaturhöchstwert: 35,5 °C in Bludenz (565 m) am 19.7.
Temperaturtiefstwert, Gipfel/Hochalpin: -19,9 °C in Lech (1442 m) am 29.12.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m: -16,1 °C in Schoppernau (839 m) am 29.12.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 11,1 °C in Bregenz (Abw. +1,5 °C) u. Feldkirch (Abw. +1,6 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 2021 h am Rohrspitz (396 m)

 Tirol
Niederschlagsabweichung: plus 4 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,5 °C,
Abweichung der Sonnenscheindauer: minus 4 Prozent
Temperaturhöchstwert: 35,7 °C in Innsbruck (578 m) am 9.6.
Temperaturtiefstwert: Gipfel/Hochalpin: -25,7 °C am Brunnenkogel (3437 m) am 29.12.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m: -19,4 °C in Ehrwald (982 m) am 29.12.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 11,1 °C in Innsbruck/Uni (Abw. 1,7 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 1945 h in Innsbruck/Uni (Abw. 0 %)

 Salzburg
Niederschlagsabweichung: plus 0 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,6 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: minus 6 Prozent
Temperaturhöchstwert: 34,3 °C in Salzburg/Freisaal am 10.6.
Temperaturtiefstwert, Gipfel/Hochalpin: -25,4 °C am Sonnblick am 29.12.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m: -13,8 °C in Saalbach (975 m) am 29.12.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 10,7 °C in Salzburg/Freisaal (Abw. +1,3 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 1872 h in Mattsee (Abw. 0 %)

Oberösterreich
Niederschlagsabweichung: minus 7 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,7 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: plus 5 Prozent
Temperaturhöchstwert: 35,6 °C in Schärding (307 m) am 10.6.
Temperaturtiefstwert, Gipfel/Hochalpin: -15,2 °C am Feuerkogel (1618 m) am 29.12.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m: -16,0 °C in Freistadt (539 m) am 30.12.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 11,6 °C in Linz (Abw. +1,7 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 1890 h in Aspach (Abw. +8 %)

Niederösterreich
Niederschlagsabweichung: plus 15 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,6 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: plus 2 Prozent
Temperaturhöchstwert: 35,7 °C in Waidhofen/Y. u. Wieselburg am 20.7.
Temperaturtiefstwert, Gipfel/Hochalp.: -15,9 °C Rax/Bergstation (1547 m) am 29.12.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m: -16,3 °C in Klausen-Leopoldsdorf (389 m) am 31.12.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 11,9 °C in Gumpoldskirchen (Abw. +1,6 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 2040 Stunden in Zwerndorf

Wien
Niederschlagsabweichung: plus 18 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,5 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: 0 Prozent
Temperaturhöchstwert: 35,0 °C Wien-Zentrum am 10,6 °C
Temperaturtiefstwert, Gipfel: -12,3 auf der Jubiläumswarte am 26.1.
Temperaturtiefstwert: -12,2 in Mariabrunn am 31.12.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 13,2 °C in Wien- Zentrum (Abw. 1,5 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 1965 h auf der Hohen Warte (Abw. +2 %)

Burgenland
Niederschlagsabweichung: plus 28 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,6 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: plus 1 Prozent
Temperaturhöchstwert: 35,7 °C in Neusiedl/See am 11.6.
Temperaturtiefstwert: -13,5 °C in Kleinzicken am 31.12.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 12,2 °C in Neusiedl/See (Abw. +1,5 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 2096 Stunden in Andau

Steiermark
Niederschlagsabweichung: plus 11 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,7 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: minus 4 Prozent
Temperaturhöchstwert: 35,2 °C in Mooslandl (530 m) am 20.7.
Temperaturtiefstwert, Gipfel/Hochalpin: -10,8 °C am Schöckl (1443 m) am 30.1.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m: -13,5 °C in Aigen/Ennstal am 30.1.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 11,6 °C in Bad Radkersburg (Abw. +1,8 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 1938 h Lassnitzhöhe (Abw. -2 %)

Kärnten
Niederschlagsabweichung: plus 40 Prozent
Temperaturabweichung: plus 1,6 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer: minus 7 Prozent
Temperaturhöchstwert: 34,5 °C in St. Andrä/Lavanttal am 11.6.
Temperaturtiefstwert, Gipfel/Hochalpin: -12,1 °C auf der Villacher Alpe am 29.1.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m: -11,1 °C am Weißensee am 23.2.
Höchstes Jahresmittel der Lufttemperatur: 10,7 °C in Pörtschach (Abw. +1,8 °C)
Höchste Sonnenscheindauer: 2002 Stunden auf der Kanzelhöhe (Abw. +5 %)