Wetter 2012

Kältewelle im Februar - milder März - frühsommerlich Ende April/Anfang Mai - Spätfrost am 17. Mai - viel Regen in 1. Junihälfte - Juli: schwül, heiß, gewittrig - erster Schnee Ende Oktober - kalte 2. Dezemberwoche - Regen am 23. Dezember führte zur Eisbildung an Bäume und Sträuchern (einige Bäume stürzten um, Äste brachen ab) - wärmster Hl. Abend seit Jahrzehnten
 
Jänner
Der wenige Schnee vom 31. Dezember ging bald weg. Am 4. Jänner brachte ein Sturmtief erstmals in diesen Winter ausreichend Schnee in die Alpen. Einige Ausläufer kamen zu uns, windig und etwas Schnee. Aufgrund der hohen Temperaturen lieg der Schnee war nur kurz liegen, bzw. einige Rest in den Schattenlagen.
Am 13. Jänner kam bei uns erstmals nennenswerter Schnee, es war sehr windig. Auch am 14. Jänner schneite es teilweise, die Sonne kam zeitweise hervor. Die Temperaturen lagen knapp unter null, kaum Tageserwärmung. Am 15. Jänner schien die meiste Zeit die Sonne. Am 16. Jänner fielen die Temperaturen in der Früh auf -7 Grad (klares Wetter - die tiefste Temperatur bisher im Winter), tagsüber kaum Erwärmung. Am Abend des 16. Jänner begann es etwas zu schneien und über Nacht fiel doch wieder etwas Schnee. Bedingt durch das bedeckte Wetter stiegen sie Temperaturen auf knapp unter null. In der Nacht von 18. auf  19. fiel Schnee, tagsüber ging der Schnee in Regen über. Auch am 20. gab es etwas Schnee, vermischt mit Regen. Am 21. Jänner schneite es am späten Nachmittag, am Abend ging der Schnee in Regen über.  Ab 24. Jänner wurde es kälter und die Temperaturen sanken in den Minusbereich, teilweise ging kalter Wind von Osten bzw. Südosten. Ab 24. Jänner fiel auch Schnee, es gibt nun eine dünne Schneedecke. Am 27. Jänner zeigte das Thermometer fast - 9 Grad an, sonst lagen sie zwischen etwa zwischen -3 und -6 Grad. Ab 30. Jänner begann eine "Kältewelle". Sibirische Kälte legt sich über Europa.
Februar
Anfang Februar fielen die Temperaturen auf bis zu unter -20 Grad, auch tagsüber lagen sie meist unter -10 Grad. Die Tage waren meist sonnig, der 4. Februar war bedeckt. Am 7. und 9. Februar gab es Schneefall (Pulverschnee), die Schneedecke betrug nun ca. 10 cm. In der Nacht von 11. auf 12. fielen die Temperaturen nochmals deutlich unter - 20 Grad.
 Ab 13. Februar stellte sich das Wetter um, auf Nordwesten. Die 14-tägige Kältewelle ging zu Ende. Es wurde milder - um -5 Grad. Das Westwetter brachte aber auch Schnee und Wind. Zwischenzeitlich gab es etwas Sonnenschein. Am 15. Februar abends gab es Schneefall und heftige Verwehungen. In der Nacht vom 16. auf 17. Februar gab es nochmals heftige Verwehungen und Schneefall. Die Temperaturen stiegen aber auf knapp über null und es taute etwas.  Am 18. und 19. Februar war esmeistens trübe und es nieselte etwas. Der 20. und 21. Februar waren tagsüber sonnig, in der Nacht sanken bei klarer Nacht die Temperaturen auf etwa -5 Grad. Die Schneedecke war nun schon fast verschwunden. Am 25. und am 26. Februar gab es nochmals etwas Schnee, die Landschaft war nur leicht „angezuckert“. In den letzten Februartagen verschwand jedoch der ganze Schnee; nur wo größere Menge angeweht waren, bliebt noch etwas liegen. Die Tage waren teilweise sonnig und die Temperaturen lagen teilweise über +5 Grad.
März
Der 1. März war ebenfalls sehr sonnig und mild. Auch die nächsten Tage blieb das Wetter so, meistens sonnig und mild, gelegentlich kühler Wind. Bei klaren Nächten sank das Thermometer unter null Grad, und es gab Morgenfrost. In der Nacht von 7. auf 8. März gab es nochmals etwas Schnee, die Landschaft war "angezuckert". Der Schnee schmolz aber noch am gleichen Tag. Die nächsten Tage waren sonnig bei Morgenfrösten. In der Nacht von 10. auf 11. März stellte sich ein "Westwetter" ein, es war trübe ohne Frost mit etwas Regen. Die nächsten Tage waren zum größten Teil tagsüber sonnig und recht warm, bei klaren Nächten gab es leichten Morgenfrost. Am 24. März gab es nachmittags ein leichtes Gewitter: In Wiesmaden regnete es nur etwas, in Garolden etwas Hagel und in Frühwärts ausgiebigeren Regen. Die letzten Tage im März waren sonnig und mild, erst am 30. März änderte sich das Wetter. Es gab etwas Regen und es war recht stürmisch, besonders am 31. März. Am Abend des 31. März fielen ein paar Schneeflocken. Die Frühjahrssaat wurde zum größten Teil Ende März gemacht.
April
Am 1. April (Palmsonntag) gab es Morgenfrost (ca. - 2 Grad). Der Nachmittag war dann sonnig, aber es war kühl und noch immer leicht windig. Die nächsten Tage waren noch mild und sonnig. Ab 4. April wurde es kühler und es gab ab und zu etwas Regen, wenn auch zu wenig (schon höchst notwendig). Am 8. April fielen ein paar Schneeflocken vom Himmel, welche nur auf den Äckern einige Stunden liegen blieben. Am 9. April fiel das Thermometer in der Früh auf -4 Grad. Der Tag und auch die nächsten waren im größten Teil recht sonnig, besonders der 11. war recht warm. Am 12. April gab es "Schneeregen" in der Früh und vormittags, nachmittags kam die Sonne, typisches Aprilwetter. Am nächsten Tag gab es ab und zu Schauer. Der 14. April begann in der Früh mit leichtem Regen. Die Temperaturen lagen um +5 Grad. Die nächsten Tage waren wieder typisches Aprilwetter: teilweise sonnig, teilweise Regen, Morgenfrost bei klaren Nächten. Der 21. April war sonnig, trotzdem nicht zu warm. Am 22. April gab es nachmittags etwas Regen. Am 24. April gab es abends ein paar Regentropfen. Der 25. April war ohne Morgenfrost und den ganzen Tag sonnig und relativ warm. Dann begann eine frühsommerliche Wetterphase, die Temperaturen stiegen auf über 25 Grad.
Mai
Die warme, ja schon heiße Wetterphase hielt die ersten Maitage an, am 2. und 3. Mai gab es abends Gewitter, bei uns in Wiesmaden zogen diese aber vorbei, es fielen jeweils nur ein paar Tropfen Regen. Seit etwa Anfang Mai blühte der Raps. Die nächsten Tage waren kühler, am 6. Mai gab es nachmittags ausgiebigeren Regen - war schon sehr notwendig. Der 7. Mai war kühl, aber niederschlagsfrei. Die nächsten Tage waren sonnig und frühsommerlich war - um ca. +25 Grad. Am 12. Mai regnet es, besonders vormittags, und es wurde merklich kühler. Die Frühtemperaturen lagen am 13. und 14. Mai knapp über null. Die Sonne kam zur ab und zu heraus. Es blieb kühl, am 17. Mai gab es Morgenfrost. Der Frost betraf auch das Weinviertel (Kartoffel, Kürbisse, Gemüse etc.), das sehr selten von so einem späten Frost betroffen ist. In den Alpen schneite es. Ab 18. Mai kehrte der Frühsommer zurück, der 19. und 20. Mai waren sehr sonnig. Am 22. Mai gab es abends endlich wieder Regen - ca. 10 mm. Es blieb aber weiterhin zu trocken. Die Tage bis zum Monatsende waren frühsommerlich und niederschlagsfrei.
Juni
Die erste Monatshälfte war relativ kühl und es gab oft Regen (1., 3., 4., 8., 10., 12. und 13.), besonders am 8. Juni abends war der Regen mit ca. 25 mm innerhalb kurzer Zeit besonders heftig. Die Temperaturen stiegen nur selten über 20 Grad. Am 6. betrug die Temperatur in der Früh nur + 4 Grad. Ab Monatsmitte kam der Hochsommer zu uns. Die Tageshöchsttemperaturen stiegen teilweise über 30 Grad. Am 20. Juni abends gab es in kurzer Zeit 30 mm Regen, sonst blieb die 2. Monatshälfte fast niederschlagsfrei.
Juli
Zu Julibeginn setzte sich das heiße Wetter fort. Am 1. Juli gab es abends ein Gewitter. Der 2. und 3. Juli waren auch heiß und schwül. Am 3. gab es abends ein Gewitter mit etwas Regen. Auch die nächsten Tage blieb es so: schwül, heiß und gewittrig. Am Morgen und am Vormittag gab es häufig Dunst. Manchmal brauchte die Sonne einige Stunden, bis sie durchkam. Am 10. Juli gab es nachmittags auch etwas Hagel. Ab etwa Monatsmitte kühlte es merklich ab, das Wetter wurde unbeständiger. Ab 24. Juli wurde es wieder wärmer, am 27. und 28. Juli wurde wieder die 30-Grad-Marke erreicht.  Am 25. Juli und am 28. gab es ausgiebige Niederschläge (Gewitter, teils mit etwas Hagel). Im Juli gab es häufig Gewitter und Niederschläge, weil das Wetter oft schwül und heiß war. Von Hagel blieb unser Gebiet zum größten Teil verschont (Österreich war aber überdurchschnittlich von Hagel betroffen). Die Getreideernte setzte gegen Ende Juli (Raps, Gerste) ein.
August
Das hochsommerliche Wetter hielt die ersten Tage im August an, es gab aber auch zahlreiche Gewitter und Niederschläge. Am 2. August zog in Wiesmaden abends ein Gewitter auf, brachte aber kaum Regen. Ein Blitz schlug aber im Haus Nummer 3 (Schandl) ein und entfachte einen kleinen Brand, welcher durch die Feuerwehren schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Günther Schandl selbst und Alfred Widhalm führten die ersten Löschmaßnahmen mit Feuerlöschern durch. Am 3. August gab es noch vor Sonnenaufgang abermals ein Gewitter. Auch am 4. August abends und in der folgenden Nacht gab es nochmals Gewitter und Regen. Am 7. August abends fegte ein heftiges Unwetter abends über Wiesmaden hinweg: orkanartige Windböen und wolkenbruchartige Niederschläge. Die nächsten Tage waren sommerlich schön. Der 11. August war teilweise trüb mit etwas Regen. Die Ernte war um diese Zeit schon zum größten Teil abgeschlossen. Ab etwa Monatsmitte kehrte nochmals der Sommer so richtig zurück: ganztägig schien die Sonne und die Temperaturen stiegen über 30 Grad, besonders die Tage vom 18. bis 20. waren sehr heiß (niedrige Luftfeuchtigkeit, etwas Wind aus dem Süden - Sahara). Dann stellte sich das Wetter auf West um: warme schwüle Luft kam. Am 21. gab es vormittags etwas Regen, am 22. nachmittags heftiger Regen mit etwas Hagel und am 23. schon vor Sonnenaufgang ein Gewitter mit heftigem Regen. Am 25. und 26. August gab es wieder etwas Regen, auch am 27. August vormittags. Dann stellte sich sehr warmes, spätsommerliches Wetter ein, viel Sonnenschein. Ab 31. August kühlte es ab, der letzte Augusttag war sehr regnerisch.
September
Auch der 1. September war regnerisch und kühl. Ab 2. September wurde es schöner, sonniger und wärmer. Am 6. September gab es in der Früh nochmals etwas Regen, aber es wurde spätsommerlich schön. Ab 7. September stiegen die Temperaturen über 20 Grad, und es gab viel Sonnenschein. Ab 12. September gab es eine merkliche Abkühlung, in der Früh lagen die Temperaturen um ca. 6 Grad. Am 12. und 13. September regnete es ausgiebig. Ab 14. September wurde es wieder trocken und es wurde wärmer. Am 15. September gab es vormittags ein paar Regentropfen, dann wurde es spätsommerlich schön. Das schöne Wetter hielt bis zum 18. September an. In der Nacht auf 19. September kam Regen zu uns. Am 19. September regnete es fast den ganzen Tag. Der 20. September war wieder warm und sonnig, in der Früh sanken die Temperaturen fast auf null Grad. Am 22. September gab es in der Früh Regen, aber der Rest des Tages und der 23. September waren schön. Die nächsten Tage waren ebenfalls meistens schön, gelegentlich etwas Regen. Der 28. und 29. September waren sehr sonnig und warm. In der Nacht auf 30. gab es etwas Regen, der letzte Septembertag war aber trotzdem schön.
Oktober
Die ersten Tage, besonders der 3., waren wieder spätsommerlich schön und sehr sonnig. Ab 4. Oktober abends gab windiges und regnerisches Westwetter. Die nächsten Tage waren wechselhaft. Der 6. Oktober war schön, der 7. Oktober brachte Wolken und Regen, besonders kurz nach mittags regnete es sehr heftig. Der 8. und 9. waren wieder schön. Am 9. Oktober abends regnete es wieder und auch etwas am 10. Am 11. gab es Morgenfrost. Der 12. Oktober war den ganzen Tag nebelig. Der 13. Oktober war sonnig und relativ warm. Die nächsten Tage waren schön. Am 16. Oktober regnet es fast den ganzen Tag. Danach wurde das Wetter spätsommerlich schön, vormittags meistens noch Nebel, nachmittags Sonnenschein. Der 20. Oktober war den ganzen Tag nebelig, am 21. Oktober gab es Hochnebel. Die nächsten Tage waren spätsommerlich schön, dann wurde es "winterlich". Am 27. Oktober regnete es viel, welcher in Schnee überging. Die Landschaft war "angezuckert", die Frühtemperaturen lagen etwas unter null. Am 29. Oktober gab es tagsüber Schneefall, vermischt mit etwas Regen. Es blieb aber kaum was liegen. Die letzten Oktobertage gab es Morgenfrost. Am 31. schien vormittags die Sonne.
November
Am 1. November regnete es vormittags, und es war kühl. Auch am 2. gab es etwas Regen. Der 3. November war besonders am Vormittag sonnig. Der 4. November war trüb und nebelig. Am 5. November gab es ausgiebigen Regen. Die nächsten Tage waren meistens trüb mit etwas Regen (7. und 9. November), gelegentlich etwas Sonne. Am 10. November kam nachmittags die Sonne heraus. Am 11. gab es Nebel bzw. Hochnebel. In der Nacht von 11. auf 12. gab es etwas Regen, auch am 12. November tagsüber. Am 13. und 14. November gab es Morgenfrost. Die nächsten Tage waren meistens nebelig bzw. mit Hochnebel, nur selten kam die Sonne heraus. Auch am 19. November gab es wieder fast den ganzen Tag Nebel bzw. Hochnebel, am 20. und 22. schien etwas die Sonne. Der 25. November war fast den ganzen Tag sonnig. Die nächsten Tage gab es nur dicken Nebel.
Dezember
Am 1. Dezember gab es etwas Sonne, der 2. Dezember war wieder bedeckt. In den nächsten Tagen gab es manchmal etwas Schneefall - ganz wenig. Die Temperaturen fielen aber deutlich unter null. Ab 6. Dezember kam noch ein kalter Wind dazu. Am 8. und 9. Dezember fielen die Temperaturen bis auf fast -10 Grad, tagsüber war es sonnig, leicht windig und sehr kalt. Am 9. Dezember begann es abends zu schneien. Am nächsten Tag musste die Gemeinde erstmals Schneeräumen und Streuen. Erstmals kann man von einer geschlossenen Schneedecke reden. Der 10. und 11. waren auch gelegentlich sonnig, aber es schneite auch und der Wind führte zu leichten Verwehungen. Die Temperaturen lagen knapp unter null. Am 12. lagen die Frühtemperaturen bei ca. -10 Grad, es blieb aber niederschlagsfrei. Ab 13. drehte das Wetter auf West, es wurde etwas milder. Am 15. regnete es bei Temperaturen um null am frühen Vormittag etwas, was zu Glatteis führte - die Gemeinde streute Split. Es war fast den ganzen Tag nebelig, und es gab leichtes Tauwetter. Der 16. war teilweise sonnig, das Tauwetter setzte sich fort. Am 17. gab es besonders vormittags etwas Regen, der auf dem gefrorenen Boden zu Glatteis wurde. Die nächsten Tage waren teilweise sonnig, teilweise fielen ein paar Regentropfen. Die Temperaturen lagen zum größten Teil über null. In der Nacht von 20. auf 21. fielen die Temperaturen auf knapp unter null. Am 21. gab es dann tagsüber zeitweise gefrierenden Regen - Glatteis auf den Straßen. Der Regen ging abends in Schneefall über, und es war alles weiß. In der Nacht von 22. auf 23. gab es in der Nacht einige Zentimeter Neuschnee. Am 23. Dezember stiegen die Temperaturen leicht über null und dazu begann es vormittags leicht zu regnen. An den Bäumen und Sträucher bildete sich eine Eisschicht mit vielen kleinen Eiszapfen. In den Wäldern führte es zu gelegentlichen Umbrüchen von Bäumen und des Abbrechens von Ästen.  Am 24. Dezember lagen die Frühtemperaturen bei etwa +5 Grad. Das Eis von den Bäumen war geschmolzen, und der Schnee war auch schon zu einem guten Teil geschmolzen. Der 24. Dezember war recht sonnig, die Temperaturen stiegen auf ca. + 9 Grad, der wärmste Heilige Abend seit Jahrzehnten. Der 25. Dezember war trüb und nebelig, die Temperaturen blieben unter null. Am 26. Dezember lagen die Frühtemperaturen bei +4 Grad. Die nächsten Tage waren teilweise sonnig, teilweise mit Nebel. Die Temperaturen lagen meistens knapp unter null. Der Silvester war zeitweise sonnig und niederschlagfrei.
 
Von der Homepage der ZAMG
 
Klimaspiegel
 
Wetterrückblick für 2012

Jahresrückblick 2012

2012 war österreichweit das siebent wärmste Jahr seit 1768, mit einer Abweichung zum vieljährigen Mittel von plus 1,1° C. Damit bestätigt 2012 den Trend der letzten Jahrzehnte zu immer höheren Temperaturen. Den größten Beitrag zu diesem Ergebnis lieferten März, Juni, August und November, die um 2,0 bis 2,8° C wärmer als ihre vieljährige Monatsmittel waren. Deutlich zu kühl war nur der Februar. Er war mit einer Abweichung von minus 3,8° C der kälteste Februar seit 1986.

Wärmerekorde in Lienz und am Sonnblick
An einigen Wetterstationen der ZAMG war 2012 überhaupt das wärmste Jahr der jeweiligen Messgeschichte. So verzeichnete Lienz mit einem Jahresmittel von 8,9° C (plus 1,9° C über dem Mittel) den höchsten Wert seit Messbeginn im Jahre 1854. In Millstatt, in Obervellach und am Sonnblick war es das drittwärmste Jahr seit Messbeginn. Am Sonnblick-Observatorium (3109 Meter Seehöhe) registrierte die ZAMG am 30. Juni 2012 mit 15,3° C die höchste hier jemals gemessene Temperatur (Messbeginn 1886).
Die absolut höchste Temperatur im Jahr 2012 wurde am 3. Juli in Bad Deutschaltenburg (NÖ) mit 38,3° C gemessen. Die tiefste Temperatur des Jahres verzeichnete am 10. Februar die Wetterstation am Sonnblick mit minus 29,3° C. Der tiefste Wert an einem bewohnten Ort wurde am 6. Februar mit minus 28,9° C in Tannheim (T, 1100 Meter Seehöhe) registriert.

Im Westen und Süden nass und nahe an den Rekorden
2012 war besonders im Westen und Süden Österreichs ungewöhnlich nass. So fiel in Vorarlberg und Nordtirol 10 bis 20 Prozent mehr Niederschlag als im vieljährigen Mittel. In Osttirol, Kärnten, im südlichen Salzburg und in Teilen der Steiermark war es sogar um 20 bis 50 Prozent mehr als im Mittel.
An einigen Wetterstationen der ZAMG wurden heuer sehr hohe Niederschlagssummen erreicht. So gab es in Innsbruck mit einer Jahressumme von 1175 Millimeter das viertnasseste Jahr seit Beginn der Messungen 1858. In Landeck (T, 979 mm) war es Platz 3 in Millstatt (K, 1325 mm) war es Platz 4 und in Döllach (K, 1225 mm) Platz 2 in der Messgeschichte.
Eines der stärksten Niederschlagsereignisse ereignete sich vom 19. bis 21. Juli in der Obersteiermark, das unter anderem zur verheerenden Mure in St. Lorenzen im Paltental führte. Am 20. Juli summierten sich in 24 Stunden von den Schladminger Tauern bis zu den Fischbacher Alpen flächendeckend 50 bis 100 Millimeter Regen.
Sehr trocken war das Jahr 2012 nur im östlichen Weinviertel sowie in Teilen des Mühl-, Inn- und Hausruckviertels. Hier gab es um 10 und 30 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel. Der absolut trockenste Ort des Jahres war Gänserndorf (NÖ) mit einer Niederschlagssumme von 380 Millimeter. Den absolut meisten Niederschlag registrierte 2012 die ZAMG an der Wetterstation auf der Rudolfshütte in den Hohen Tauern mit 2480 Millimeter (1 Prozent weniger als im Mittel).

Sonniger Südosten Österreichs
2012 gab es österreichweit um 9 Prozent mehr Sonnenschein als im vieljährigen Mittel. Am meisten Sonnenschein gab es dabei in Unterkärnten, im Oststeirischen Hügelland und im Südburgenland, mit einem Plus von 15 bis 28 Prozent. Die Sonnenausbeute im Jahr 2012 war in Bad Gleichenberg (ST) ist mit 2337 Sonnenstunden nur um eine Stunde geringer als im Rekordjahr 2003. Am längsten zeigte sich die Sonne 2012 in Güssing (B), mit insgesamt 2433 Stunden.

Schnee: Im Westen relativ viel, im Süden relativ wenig
Die großen Niederschlagsmengen im Jänner im Westen und nördlich des Alpenhauptkammes sowie der kalte Februar sorgten in Vorarlberg, Tirol und Salzburg für überdurchschnittliche Schneeverhältnisse. In Langen am Arlberg summierte sich im Jänner 357 cm Neuschnee, rund das doppelte des vieljährigen Mittelwertes. Besonders schneearm blieben 2012 vor allem die südliche Steiermark, das Südburgenland sowie stellenweise Kärnten und Osttirol. Am 29. Oktober lag unüblich früh im Großteil Österreichs eine Schneedecke. Am 12. Dezember wurde in Bregenz mit 60 Zentimeter eine neue Dezember-Rekordschneehöhe erreicht.

 

Das Jahr 2012 im Detail


Temperatur
Das Jahr 2012 war in Österreich mit einer Temperaturabweichung zum Mittel 1971-2000 von plus 1,1° C das siebent wärmste Jahr seit dem Jahr 1768. Der Vergleich mit der Gesamtvariation aller Jahresmitteltemperaturen vom Jahr 1768 bis 2012 zeigt, dass das Jahr 2012 ein äußerst ungewöhnlich warmes Jahr war. Auf der anderen Seite weicht die Jahresmitteltemperatur 2012 vom derzeitigen Temperaturtrend kaum ab. Das bedeutet, dass das Österreichmittel der Lufttemperatur 2012 auf dem hohen Niveau der letzten zwei Jahrzehnte liegt.
Zu der hohen Temperaturabweichung haben vor allem die Monate März, Juni, August und November beigetragen. Diese Monate waren um 2,0 bis 2,8° C wärmer als die jeweiligen vieljährigen Monatsmittel. Merkbar kühlend auf das Jahresmittel wirkte nur die Kälteperiode von Ende Jänner bis Mitte Februar und von Anfang bis Mitte Dezember. Der Februar 2012 war mit einer Temperaturabweichung von minus 3,8° C der kälteste seit 1986.
In Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark, Kärnten, Osttirol und dem südlichen Salzburg sowie in Teilen Oberösterreich reichte die Abweichung zum Mittel 1971-2000 von 1,0 bis 1,3° C. Punktuell lag die Abweichung zum Normalwert noch höher. Lienz ist mit einer Abweichung zum klimatologischen Mittel von 1,9° C der relativ wärmste Ort Österreichs im Jahr 2012. Das absolute Jahresmittel betrug in diesem Jahr in Lienz 8,9° C. So warm war es in einem Jahresverlauf seit Messbeginn im Jahr 1854 in Lienz noch nie. Aber auch in Dellach im Drautal, Feistritz ob Bleiburg (beide K) war es um 1,5° C bzw. 1,6° C wärmer als das vieljährige Mittel. Von Vorarlberg bis ins westliche Oberösterreich lag die Lufttemperatur um 0,5 bis 1° C über dem Durchschnitt. Am relativ kühlsten verlief dieses Jahr in Nauders (T). Hier traf die Jahresmitteltemperatur 2012 genau das vieljährige Mittel 1971-2000 von 5,0° C.
Der Vergleich mit der neuen Klimaperiode 1981-2010 fällt nur in einer Zahl anders aus. Die Temperaturabweichung zu diesem Mittel beträgt plus 0,7° C, alle anderen statistischen Auswertungen bleiben jedoch gleich, verschieben sich also um 0,4° C nach unten. An dem Temperaturtrend, der Platzierung und der jährlichen Variation ändert sich nichts.
Im Osten des Landes liegen all jene Wetterstationen, die die höchsten absoluten Jahresmitteltemperaturen aufweisen. Wie so oft liegt das Zentrum von Wien mit 12,5° C (Abw. plus 1,1° C) an erster Stelle. 11,6° C warm war es in Neusiedl/See und Andau. Hier waren die Abweichungen vom Mittel 1971-2000 mit plus 1,6° C ähnlich hoch wie im Süden. Die absolut tiefsten Jahresmittel wurden mit minus 4,3° C (Abw. plus 1,1° C) am Sonnblick, unter 2000 m Seehöhe mit plus 2,5° C (Abw. plus 0,4° C) in Obergurgl (T), unter 1500 m mit 3,7° C in St. Leonhard (T), unter 1000 m mit 5,5° C in Saalbach (S) und unter 500 m Seehöhe mit 8,6° C in Rabbs/Thaya (N) erzielt.
Die absolut höchste Temperatur im Jahr 2012 wurde am 3. Juli in Bad Deutschaltenburg (NÖ) mit 38,3° C gemessen. Die frostigsten Tagesminima der Lufttemperatur gab es am 10. Februar mit minus 29,3° C am Hohen Sonnblick (S, 3109 m) und am 6. Februar mit minus 28,9° C in Tannheim (T, 1100 m). Der größte Temperaturunterschied zwischen Höchst- und Tiefstwert der Lufttemperatur an einem Ort wurde mit 61,5° C in Ehrwald (T) registriert. Am 6. Februar hatte es hier in den frühen Morgenstunden minus 28° C und am 30. Juni stieg die Temperatur auf 33,5° C. Am 30. Juni wurde am Observatorium des Sonnblicks mit 15,3° C ein neuer Stationsrekord aufgestellt. Im April wurde der alte Apriltemperaturrekord (31° C) von Österreich gebrochen. Ende April stieg an insgesamt acht Wetterstationen die Temperatur über den alten Rekord. Am 28. April stieg in Waidhofen/Ybbs (NÖ) die Temperatur mit 32° C am höchsten.

Niederschlag
Die Jahresniederschlagssummen des Jahres 2012 waren vor allem im Westen und Süden bemerkenswert hoch. Im Westen (Vorarlberg, Nordtirol) summierte sich im Vergleich zum Mittel 1971-2000 um 10 bis 20 Prozent mehr Niederschlag. In Osttirol, Kärnten, im südlichen Salzburg und in Teilen der Steiermark fiel um 20 bis 50 Prozent mehr Niederschlag. Im Flächenmittel war es hier seit dem Jahr 1916 nicht mehr so niederschlagsreich.
Besonders niederschlagsintensive Monate für den Westen und Norden waren der Jänner, Juni und August. Im Süden und Südosten summierte sich vor allem in den Monaten April, Mai, Juli, September, Oktober und November überdurchschnittlich viel Niederschlag. Der Monat März war mit einem österreichweiten Defizit von 70 Prozent zum Mittel 1971-2000 der mit Abstand trockenste Monat im Jahr 2012.
In Innsbruck fiel zwischen Jänner und Dezember in Summe 1175 mm Niederschlag. So viel Niederschlag binnen eines Jahres wurde hier seit Beginn der Niederschlagsaufzeichnungen im Jahr 1858 nur noch drei Mal gemessen. Aber auch andere Wetterstationen, wie zum Beispiel in Landeck (T), Döllach (K) oder Millstatt (K) waren nahe an den Jahresniederschlagsrekorden. Den absolut meisten Niederschlag registrierte 2012 die ZAMG an der Wetterstation auf der Rudolfshütte mit 2480 Millimeter (1 Prozent weniger als im Mittel).
Eines der stärksten Niederschlagsereignisse trat vom 19. bis 21.Juli in der Obersteiermark auf, das in weiterer Folge zu den verheerenden Vermurungen in St. Lorenzen im Paltental führte. Am 20. Juli summierten sich binnen 24 Stunden von den Schladminger Tauern bis zu den Fischbacher Alpen flächendeckend 50 bis 100 mm (=Liter/m²). In Summe war der Juli 2012 zwischen Osttirol und dem Nordburgenland einer der niederschlagsreichsten seit Beginn der instrumentellen Wetteraufzeichnungen.
Auffallend niederschlagsarm verlief das Jahr 2012 im östlichen Weinviertel sowie in Teilen des Mühl-, Inn- und Hausruckviertels. In diesen Regionen liegt das Defizit zum Mittel 1971-2000 zwischen 10 und 30 Prozent. Hohenau an der March (NÖ) war in diesem Jahr mit einer Niederschlagssumme von nur 386 mm besonders trocken. Um insgesamt 25 Prozent weniger Niederschlag kam hier im Jahresverlauf zusammen. Seit 1947 war es hier nur drei Mal trockener. Das größte Defizit im Vergleich zum klimatologischen Mittel 1971-2000 trat mit minus 25 Prozent in Wolfsegg (OÖ, Summe 2012: 792 mm)
Vom Flachgau bis Wien und in der Südsteiermark waren die Niederschlagsmengen durchwegs ausgeglichen.

Sonne
Nach einem ausgesprochen sonnenscheinreichen Vorjahr war das Jahr 2012 normal bis leicht überdurchschnittlich sonnig. Verglichen mit dem Mittel 1991-2010 schien die Sonne österreichweit um 9 Prozent länger. Dem vieljährigen Mittel entsprechende Sonnenausbeute gab es in Teilen Nordtirols, Salzburgs und Kärntens. In allen anderen Landesteilen schien die Sonne im Vergleich zum Mittel 1991-2010 um 5 bis 15 Prozent länger. Im Oststeirischen Hügelland und im Südburgenland zeigte sich die Sonne am längsten. Um 15 bis 28 Prozent betrug hier der Überschuss an Sonnenschein.
In Bad Gleichenberg (ST), wo der Sonnenschein seit 1930 instrumentell registriert wird, schien die Sonne im abgelaufenen Jahr 2337 Stunden (Abw. plus 21 Prozent). Das ist im Bereich des Rekordjahres 2003.
Am längsten zeigte sich die Sonne in diesem Jahr in Güssing. Insgesamt 2433 Stunden lang schien die Sonne in dem Südburgenländischen Ort im Jahr 2012.

Schnee
Die großen Niederschlagsmengen im Jänner im Westen und nördlich des Alpenhauptkammes sowie die stark unterdurchschnittlichen Temperaturen im Februar sorgten in Vorarlberg, Tirol und Salzburg für überdurchschnittliche Schneeverhältnisse. In Langen am Arlberg summierte sich im Jänner 357 cm Neuschnee. Diese aufsummierten Neuschneemengen entsprechen Rund der doppelten hier sonst üblichen Jännerneuschneemenge. Aufgrund des teilweise sehr nassen Schnees kam es gebietsweise zu hohen Schneelasten, die wiederum zum Einsturz einiger Dächer und zu Bruchholz in den Wäldern führten.
Von den großen Schneemassen merkte der Süden des Landes kaum etwas. Besonders schneearm blieb es vor allem in der Südsteiermark und im Südburgenland und stellenweise in Kärnten und Osttirol. Ende Oktober kam der erste Schnee der neuen Wintersaison ungewöhnlich früh. Am 29. Oktober lag mit einigen Ausnahmen im Weinviertel, in ganz Österreich flächendeckend eine Schneedecke. Im Dezember summierten sich wiederum nur im Westen und Norden nennenswerte Schneemengen. In Bregenz wurde mit einer maximalen Schneehöhe von 60 Zentimeter am 12. Dezember eine neue Rekordschneehöhe für den Dezember gemessen. Im Süden blieben auch zum Jahresende große Neuschneemengen aus.