Wetter 2011

Wenig Schnee im Winter - trockenes Frühjahr - wechselhaftes Sommerwetter - warmer September - fast keine Niederschläge im November und Dezember - Dezember zu warm
 
Jänner
Am 1. Jänner gab es einige Stunden Sonnenschein, die Temperaturen lagen um null Grad. In der Silvesternacht gab es einige Schneeflocken. Am 4. Jänner fiel das Thermometer nochmals unter - 10 Grad. Die nächsten Tage lagen die Temperaturen um null Grad. Am 6. Jänner gab es etwas Regen, welcher am Boden gefror (Eisregen). Der 7. Jänner war sehr nebelig und trüb. Am 8. Jänner stiegen die Temperaturen knapp über null, es taute leicht und etwas Regen fiel. Die nächsten Tage waren nebelig, die Temperaturen lagen um null Grad. Ab 12. Jänner wurde es wärmer (um +3 Grad); es war bewölkt, aber Nebel verschwand und es begann zu tauen. Der 13. Jänner war wieder wärmer (um +5 Grad) und der 14. Jänner nochmals wärmer (bis +7 Grad). Der Schnee war schon fast zur Gänze geschmolzen. In den letzten drei Tagen regnete es viel, besonders Deutschland war durch Regen und Schneeschmelze vom Hochwasser betroffen. Ab 14. Jänner wurde es "warm", tagsüber etwas über +5 Grad. Der 16. und 17. Jänner waren den ganzen Tag sonnig, am 18. Jänner nur mehr nachmittags. Am 19. Jänner war es bewölkt, und es gab etwas Regen. Am Abend kühlte es merklich ab, in der Nacht auf den 20. Jänner fielen ein paar Schneeflocken. In der Nacht vom 24. auf 25. Jänner fielen ein paar Zentimeter Schnee. Am 23. und 25. Jänner lagen die Frühtemperaturen um -7 Grad, sonst nur knapp unter null - kaum Tageserwärmung. Von etwa 23. bis 25. Jänner wehte kalter Nordostwind, tagsüber etwas Sonne. Die letzten Tage im Jänner waren kalt (in der Früh bis -7 Grad), tagsüber auch unter null. Es wehte ein kalter Wind, kaum Sonne.
Februar
Die ersten Tage im Februar waren kalt, besonders am 2. und 3. Februar fiel das Thermometer in der Früh auf unter -10 Grad, am 4. lag die Morgentemperatur bei etwa -5 Grad. Aber bereits am selben Tag stieg die Tageshöchsttemperatur auf +5 Grad. Die dünne Schneedecke schmolz weg. Es änderte sich die Wetterlage, vom kalten Nord/Nordost-Wind auf mildes Westwetter. Besonders der 6. Februar war sonnig ohne Morgenfrost, Tageshöchsttemperatur bei ca. 7 Grad, aber auch sehr windig. Ab 7. Februar meistens sehr sonnig und warm, Tageshöchsttemperatur über 5 Grad. Ab 8. Februar gab es Morgenfrost bei -3 Grad und tagsüber etwas Regen. Am 9. und 10. Februar lagen die Temperaturen in der Früh unter -5 Grad. Am 11. Februar -4 Grad  in der Früh und etwas Regen in der Nacht, tagsüber über 5 Grad plus. Am 12. Februar leichter Morgenfrost, tagsüber meistens trüb, nachmittags etwas Sonne, Temperaturen tagsüber um 5 Grad. Die nächsten Tage waren frostig, kalter Wind und keine Sonne, die Temperaturen einige Grad unter null auch tagsüber. Am 13. Februar fielen ein paar Schneeflocken, am 14. Februar ein paar mehr, es war alles etwas "angezuckert". Die nächsten Tage waren nebelig, trübe und mit Temperaturen unter null. Es bildete sich leichter Raureif. Am 19. Februar gab es etwas Schneefall, eine ganz, ganz dünne Schneedecke war die Folge. Ab 21. Februar wurde es nochmals richtig kalt, die Temperaturen lagen in der Früh unter -10 Grad, am 24. Februar sogar bei ca. -17 Grad. Tagsüber lagen die Temperaturen auch im Minusbereich, dafür war es aber recht sonnig. Die letzten Tage im Februar wurden etwas milder, die Morgentemperaturen lagen etwas unter null, tagsüber etwas darüber - meistens mit Sonnenschein. Der Februar war allgemein zu kalt (2. Hälfte) und es gab zu wenig Niederschlag.
März
Die ersten Tage im März waren meistens sonnig, die Temperaturen lagen dann etwas über + 5 Grad, in der Früh einige Grad unter null. Vom 7. bis 9. sanken die Frühtemperaturen auf ca. - 10 Grad. Die Tage waren sonnig, die Temperaturen lagen aber nur knapp über null, die Luft war sehr kalt. Ab 10. änderte die Wetterlage auf West. Am 10. und 11. gab es etwas Regen. Die Frühtemperaturen lagen knapp unter null oder schon darüber. Tagsüber war es teilweise bewölkt, teilweise schien die Sonne. Ab 16. März änderte sich das Wetter, es regnete die nächsten Tage etwas. Der Regen ging am 18. und 19. in Schnee über und blieb liegen, die Landschaft war nur "angezuckert". In Gastern blieb der Schnee nicht liegen. Die Tage waren meistens bewölkt, die Temperaturen lagen um null Grad, kaum Tageserwärmung. Die nächsten Tage waren meistens mild und sonnig, der wenige Schnee ging sofort weg. Die Frühtemperaturen lagen um null oder knapp darunter, die Tageshöchsttemperaturen erreichten teilweise über +10 Grad. Es gab gelegentlich ein wenig Regen. Das Wetter hielt so bis Monatsende an.
April
Die ersten Tage im April waren meistens sehr sonnig und frühsommerlich warm, die Temperaturen lagen in der Früh um etwa 5 Grad und stiegen tagsüber teilweise über 15 Grad. Nur der 4. April war regnerisch und es war bewölkt. Die Tage vom 7. bis 10. April waren teilweise sehr windig mit heftigen Sturmböen.
 Ab 11. April änderte sich das Wetter. Es wurde kühler (Tageshöchsttemperaturen um 5 Grad) und regnerischer (12. bis 15. April). Ab 16. April wurde es wieder sonniger und wärmer, bei klaren Nächten gab es leichten Morgenfrost. Ab 18. April stiegen die Temperaturen weiter, tagsüber bis etwas über 20 Grad, morgens um etwa 5 Grad. Die Tage waren ausgesprochen sonnig und frühsommerlich mild. Am 24. April (Ostersonntag) gab es nachmittags etwas Regen und ein leichtes Gewitter. Die nächsten Tage waren nicht mehr so warm und sonnig (einige Grad weniger), aber trotzdem sehr schön. Am 26. und 28. April gab es nochmals Regen. Es hatte schon lange nicht mehr geregnet. Die Feldarbeiten konnten in den ersten Aprilwochen problemlos erledigt werden, die Felder waren aufgrund des wenigen Regens und der fehlenden Schneeschmelze sehr trocken. Der April war zu warm, mit überdurchschnittlichen vielen Sonnenstunden, und zu trocken.
Mai
Der 1. Mai war noch schön, dann gab es einige kältere, bewölkte Tage. Am 3. und 4. gab es etwas Regen. Ab 4. wurde es wieder sonniger. Durch die klaren Nächte gab es in den nächsten Tagen leichten Morgenfrost. Ab 7. Mai erreichte das Thermometer tagsüber wieder + 20 Grad mit viel Sonnenschein. Bis zum 12. Mai stiegen die Temperaturen tagsüber auf bis zu 25 Grad, es war sommerlich heiß und sonnig. Am 12. Mai gab es abends ein leichtes Gewitter mit etwas Regen. Der 13. und 14. Mai waren mit bis ca. 20 Grad nicht mehr so warm und sonnig. Ab 14. gab es nachmittags ein paar Regentropfen. Der 15. Mai war bewölkt, kühl (ca. 10 Grad) und regnerisch. Ab 16. Mai wurde es wieder sonniger und wärmer, die Tageshöchsttemperaturen erreichten am 18. Mai ca. + 25 Grad. Es gab keinen Regen. Am 20. Mai zog ein Gewitter am Abend vorbei und es gab nur ein paar Regentropfen. Am 21. Mai gab es abends ein Gewitter mit etwas Regen, am 22. Mai abends gab es abends ein Gewitter, etwa zwischen 9.00 und 9.30 Uhr gab es wolkenbruchartigen Regen. Die nächsten Tage waren wieder sommerlich schön und niederschlagsfrei. Der erste Wiesenschnitt hat begonnen. Am 27. und 28. Mai kehrte kühles, regnerisches Wetter ein, es regnete in beiden Tagen lang und ausgiebig. Die Niederschläge sind aber ein Segen für die Landwirtschaft. Die letzten beiden Tage im Mai waren wieder wärmer.
Juni
Das Wetter im Juni war zum größten Teil sommerlich, aber immer mit einigen, kühleren Tagen dazwischen. Es regnete oft (die ersten 4 Tage im Juni, am 8., 12., 14 und 16., vom 17. bis 20., vom 22. bis 24 und am 26.). Einmal zu Monatsbeginn und am 19. Juni war Hagel dabei, wir blieben aber von Schäden verschont. Durch das wechselhafte Wetter war der erste Grasschnitt problematisch und war über den ganzen Monat verteilt. Es schien aber mehr als genug Sonne für die Solaranlage.
Juli
Die ersten Julitage waren teilweise sonnig, die Temperaturen lagen tagsüber um 20 Grad. Es gab leichten Niederschlag. Auch am 5. Juli regnete es wieder. Die nächsten Tage waren großteils sonnig. Am 8., 9. und 10. gab es wieder Regen. Auch am 11. gab es ein kurzes Gewitter. Der 16. und 17. Juli waren sonnig und heiß. Die nächsten Tage waren meistens bewölkt und zu kühl. Am 24. Juli gab wieder etwa Regen. Am 28. Juli regnete es etwas mehr (14 mm).
Der Juli war zu kalt, besonders die zweite Hälfte. Auch die Sonne schien zu wenig.
August
Die ersten Augusttage waren bewölkt. Der 3. August war teilweise sonnig. Am 4. August gab es einen kurzen Regenschauer, tagsüber bewölkt und schwül. Die nächsten Tage waren nur teilweise sonnig. Am 8. August regnete es tagsüber 6 mm. Der 10. August war stark bewölkt. Die nächsten Tage waren nur wieder zeitweise sonnig, am 13. August etwas Regen.
 Ab etwa Mitte August kam eine Hitzewelle - die Tagestemperaturen stiegen auf ca. 35 Grad, in der Nacht blieben sie oft bei ca. 20 Grad. Vom 24. auf 25. August gab es Regen. Der 27. August brachte einen kurzeitigen Temperatursturz (um fast 20 Grad) mit Regen. Ab 28. August wurde es wieder sonnig, aber nicht mehr ganz zu heiß. Die Ernte begann so um den 5. August und dauerte durch das unbeständige Wetter bis etwa 23. August.
 Der August war durch die Hitzewelle, welche 10 Tage andauerte, etwas zu heiß. Die Sonnenscheindauer war überdurchschnittlich, Niederschläge ausgeglichen.
September
Das sonnige Wetter setzte sich im September fort. Die Tageshöchsttemperaturen lagen über 20 Grad. Am 5. September gab es ein starkes Gewitter. Die Tage 7 bis 9 waren größtenteils bewölkt. Am 8. September regnete es öfters. Ab 10. September stiegen die Tageshöchsttemperaturen wieder über 20 Grad und es war großteils sonnig. Der 14. September war trüber, kühler und es gab leichten Regen. Am 15. war es wieder großteils sonnig. Der 19. und 20. September waren trüb und es gab meistens leichten Regen. Die nächsten Tage waren wieder sonnig, bis auf den 23. und 28. Bei sonnigen Wetter stiegen die Tagestemperaturen über 20 Grad, am Morgen lagen die Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad.
 Der September war zu warm, überdurchschnittlich sonnig und zu trocken.
Oktober
Die ersten drei Oktobertage waren noch sonnig, und die Tageshöchsttemperaturen lagen über 20 Grad. Die anschließenden Tage waren wolkig und etwas kühler. Vom 8. bis 10. gab es leichten Regen bzw. Nieselregen, die Tageshöchsttemperaturen lagen um 10 Grad. Der 11. Oktober war teilweise sonnig und etwas wärmer. Am 12. Oktober regnete es etwas und es war wieder kühler. Die nächsten Tage waren teilweise sonnig (Tageshöchsttemperaturen etwas über 10 Grad). Der 19. Oktober war stark bewölkt. Die nächsten Tage wieder teilweise sonnig. Der 24. Oktober war nebelig und es gab Nieselregen. Der 25. Oktober war bedeckt und windig. Am 26. Oktober gab es tagsüber Nebel und nachmittags Regen. Die nächsten Tage waren trüb, die Tageshöchsttemperaturen lagen um 7 Grad.
 Die Temperaturen entsprachen im Oktober dem langjährigen Durchschnitt, es gab etwas mehr Sonne als üblich, aber auch der Regen war überdurchschnittlich.
November
Der 1. und 2. November waren nebelig und mild (+ 5 Grad). Die nächsten Tage waren ebenfalls trüb bzw. nebelig. Am 11. November gab es in der Nacht leichte Minusgrade. Ab 12. November war es tagsüber meist sonnig. Die Temperaturen lagen leicht über null. Der 16. November war wieder nebelig, am 17. November kam kurz die Sonne raus. Die nächsten Tage waren wieder nebelig und trüb. Ab 19. November lagen die Temperaturen etwas unter null und es war tagsüber bedeckt. Die nächsten Tage waren nebelig und trüb, die Temperaturen tagsüber leicht im Minusbereich. In der Nacht auf 26. November gab es etwas Regen, die Temperaturen lagen nun leicht über null. Der 27. und 28. November waren sonnig. Der 29. November war wieder nebelig und der 30. November brachte nachmittags etwas Sonne.
 Im November gab es fast keine Niederschläge, die Temperaturen entsprachen im November in etwa dem langjährigen Schnitt.
Dezember
Am 1. Dezember war es nebelig, die Temperaturen lagen einige Grad über null. Am 2. Dezember gab es Morgenfrost, dichten Nebel und die Temperaturen blieben unter null. Der 3. Dezember war meistens nebelig und es gab Morgenfrost, tagsüber leicht über null. Der 4. und 5. Dezember war mild - bis + 8 Grad, leicht windig und bewölkt. Ab 6. Dezember sanken die Temperaturen auf knapp über null, tagsüber bedeckt. Am 6. Dezember gab es einen ganz kurzen Schneeschauer. Der 7. Dezember war recht windig. Am 8. Dezember wieder ein kurzer Schneeschauer. Am 9. Dezember regnete es ganz leicht. Die nächsten Tage blieben bedeckt mit Temperaturen knapp über null. Vom 11. bis 13. Dezember gab es Morgenfrost. Am 12. Dezember gab es leichten Regen. Der 13. und 14. Dezember waren tagsüber etwas sonnig. Der 15. Dezember war bedeckt, am 16. gab es Schneeregen. In der Nacht auf den 17. gab etwas Schnee. Zum ersten Mal streute die Gemeinde die Straßen. Am 18. Dezember gab es leichten Morgenfrost, tagsüber war es bedeckt.  Die Tage bis zum 20. waren tagsüber sonnig, in der Nacht fielen die Temperaturen einige Grad unter null. Am 21. Dezember gab es tagsüber leichten Schneefall. Der 22. und 23. Dezember waren stark bewölkt. So blieb es eigentlich bis zum Monatsende, Temperaturen knapp über null und trübe. am 30. Dezember schneite es etwas stärker und der Silvester war weiß.
 Der Dezember war viel zu warm und fast ohne Schnee.
 
Von der Homepag der ZAMG
 
Klimaspiegel
 
Wetterrückblick für 2011

Berge im Jahr 2011: So warm wie nie

Ein ungewöhnliches Jahr geht aus Sicht der Klimatologie zu Ende. Das Jahr 2011 kann wieder mit bemerkenswerten meteorologischen Zahlen aufhorchen lassen. In den österreichischen Gipfelregionen war es im Jahresmittel seit Beginn der alpinen Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1851 noch nie so warm. Um 1.6 °C war es hier wärmer als das klimatologische Mittel 1971-2000 und somit nochmal um 0.3 °C wärmer als das bisher wärmste Jahr 1994. Aber auch abseits der Berge war es österreichweit im Jahr 2011 deutlich wärmer als das vieljährige Mittel. Mit einer positiven Abweichung zum Mittel 1971-2000 von 1.2° C reiht sich das Jahr 2011 auf Platz sechs der wärmsten Jahre seit dem Messbeginn im Jahr 1767. Regional war es aber aus relativer Sicht noch etwas wärmer. In Vorarlberg und Nordtirol waren nur noch die Jahre 1994 und 2002 wärmer.

Nur das Jahr 2003 war sonniger
Für das ausgesprochen hohe Jahresmittel war im entscheidenden Maße die außergewöhnlich hohe Sonnenausbeute verantwortlich. Auf den Bergen wie auch in den Niederungen gab es nur im Jahr 2003 noch mehr Sonnenschein. Die Sonnenscheinmessungen begannen in den Niederungen im Jahr 1881, auf den Bergen im Jahr 1884. Im Jahr 2011 schien die Sonne auf den Bergen um ein Viertel, in den Niederungen um ein Fünftel länger als das klimatologische Mittel. Das entspricht in etwa 430 bzw. 350 Stunden mehr Sonnenschein.

Deutlich zu trocken
Auch beim Niederschlag hat das Jahr 2011 einige Highlight zu bieten. Die bundesweite Niederschlagsausbeute des gesamten Jahres war mit einem Defizit von 15 % deutlich unter dem klimatologischen Mittel 1971-2000. Nach sieben Jahren in Folge mit ausgeglichenen bzw. deutlich überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen, war es seit 2003 nicht mehr so trocken. Noch gut in Erinnerung ist der extrem trockene November. In den historischen Aufzeichnungen der ZAMG lässt sich kein anderer Monat entdecken, der in Österreich flächendeckend so niederschlagsarm war. Aber auch der Februar und April brachten nur 30 % bzw. 50 % der mittleren Niederschläge.

Detaillierte Übersicht:

Lufttemperatur
Für das überdurchschnittlich warme Jahr 2011 waren vor allem die besonders überdurchschnittlich warmen Monate April, August, September November und Dezember maßgeblich. 2 bis 3.5 °C wärmer war es hier in den Niederungen und 2 bis 4.8 °C in den Bergen. Unterdurchschnittlich waren nur die Monate Juli und Oktober in den Niederungen und Jänner, Juli und Dezember auf den Bergen. Als Bespiel der höchsten jemals gemessenen Jahresmitteltemperatur auf den Bergen sei hier die Temperaturreihe des Sonnblickobservatoriums angeführt. Im Jahr 2011 betrug das Jahresmittel auf dem 3106 m hohen Berg -3.7 °C, und liegt somit um 1.7 °C über dem klimatologischen Mittel und 0.5 °C über dem hier bisher wärmsten Jahr 2002. Die Auswirkungen dieser hohen Temperaturen sind hier am deutlichsten am Goldbergkees, den angrenzenden Gletscher zu sehen. Mit einem mittleren Rückgang der Eisdicke von zwei Meter bzw. 7 % war der Massenverlust auf diesen Gletscher so hoch wie im Jahrhundertsommer 2003. Mit einer Abweichung zum vieljährigen Mittel von 1.4 bis 1.8 °C war es in Vorarlberg, in Tirol entlang des Inntals, in Osttirol, in Salzburg vom Pinzgau bis zum Pungau sowie in Teilen von Kärnten und punktuell in der Steiermark am relativ wärmsten. Relativ am kühlsten verlief das Jahr im Flachgau und Teilen des Salzkammergutes. Hier lag die Abweichung zum vieljährigen Mittel etwa bei 0.7 °C. Der heißeste Monat im Jahr 2011 war der August. Der absolute Jahreshöchstwert der Lufttemperatur wurde nach einer anhaltenden Hitzewelle am 26. August mit 38.3 °C in Waidhofen/Ybbs (NÖ) erreicht. Die Wiener Innenstadt verzeichnete mit 12.3 °C die bundesweit höchste Jahresmitteltemperatur. Abgesehen von den Bergstationen war es in Obergurgl (T, 1942m) mit einem Jahresmittel von 3.4 °C am kältesten. Die tiefste Temperatur in diesem Jahr abseits der Berge wurde am 23. Jänner in Tannheim (T, 1100 m) mit -22.6 °C erreicht.

Sonnenschein
Sowohl auf den Bergen als auch in den Tallagen und Niederungen gab es nur drei Monate (Juni -3 %, Juli -13 %, Dezember -30 %) mit einer unterdurchschnittlichen Sonnenausbeute. Die anderen neun Monate waren um 13 % (Jänner) bis 59 % (November) sonniger als das klimatologische Mittel 1971-2000. Auf den Bergen stach der November mit fast 90 % mehr Sonnenschein besonders heraus. Dies alles trug dazu bei, dass österreichweit das bisher zweitsonnigste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen zu Ende geht. Wer das ganze Jahr auf der Kanzelhöhe (K) verbracht hatte, konnte insgesamt 2530 Stunden lang die Sonne genießen. An keiner anderen Wetterstation in Österreich wurde mehr Sonnenschein registriert. Auf der Villacher Alpe (K, 2164) schien die Sonne mit 2453 Stunden ähnlich lange wie auf der Kanzelhöhe. Dies entspricht einem Plus von 17 %.

Niederschlag
In Summe fiel in Krems der geringste Jahresniederschlag. Nur 286 mm bzw. 56 % der hier sonst üblichen Niederschlagsmenge fielen in dem Niederösterreichischen Weinbauort. So wenig Niederschlag fiel hier in einem Jahr seit Beginn der Kremser Messreihe im Jahr 1867 noch nie. Somit wurde der bisherige Rekord von Retz (NÖ) aus dem Jahr 1978 nochmals um 5 mm unterboten. In Schröcken (V), dem absolut niederschlagsreichsten Ort, fiel im Jahr 2011 1880 mm Niederschlag. Dies entspricht einem Defizit von 19 %. Leicht unterdurchschnittliche bzw. ausgeglichene Jahresniederschlagsbilanzen (-10 bis 0 % Abw.) sind in allen Bundesländern, mit der Ausnahme Wien, zu finden. Dazu zählen das Rheintal, Teile Nordtirols, der Pinzgau und Lungau, Osttirol, Oberkärnten, das nordwestliche Oberösterreich, Teile der Obersteiermark, sowie Teile des Wein- und Industrieviertels und das Nordburgenland. In allen anderen Landesteilen lagen die Abweichungen zu den vieljährigen Mittelwerten bei minus 20 bis minus 10 %. In Krems, Retz (beide NÖ) und Bad Rad Radkersburg (St) fehlen 36 bis 44 % Niederschlag. Nur an einigen wenigen Wetterstationen liegen die Jahresniederschlagsbilanzen über den klimatologischen Mittelwerten. Dazu zählen zum Beispiel die Stationen am Weissensee (K, +2 %), Langenlebarn (NÖ, +1 %) oder Weiz (St, +5 %). Bregenz ist mit einem Plus von 13 % und einer Jahressumme von 1638 mm der relativ niederschlagsreichte Ort des Landes. Der größte Tagesniederschlag fiel gleich zu Beginn des Jahres in Kössen (T) am 13. Jänner mit 112 mm. Die längste Trockenperiode im Jahr 2011 wurde in Innsbruck registriert und dauerte vom 20. Oktober bis zum 2. Dezember an.