Wetter 2009

Kalter Jahresbeginn - viel Schnee Mitte Februar bis Anfang März - sehr schöner April - viele Regen gegen Ende Juni (Schwammerl) und Im Juli - Erntebeginn Ende Juli - Ernteende mit 20. August - milder November - fast kein Schnee bis Jahresende - ein paar kalte Tage vor Weihnachten
 
Jänner
Die ersten Tage im Jänner waren kalt, bis -10 Grad in der Früh, tagsüber manchmal Sonne. Am 4. und 5. Jänner schneite es einige, wenige Millimeter Schnee, aber keine geschlossene Schneedecke. Das Wetter blieb in  den nächsten Tagen unverändert. Am 10. Jänner war es sonnig und kalt, die Temperaturen fielen bis auf -15 Grad. Dann kam die Sonne tagsüber nicht mehr durch (nebelig, trüb), die Temperaturen erreichten max. - 10 Grad. Es bildete sich etwas Raureif. Am 15. Jänner schneite es etwas, dann wurden die Temperaturen milder, um -5 Grad. Ab 18. Jänner wurde es nochmals wärmer, der Raureif ging ab und es taute tagsüber leicht. Es blieb aber weiß, die Temperaturen lagen um den Nullpunkt. Am 21./22. Jänner gab es einige Zentimeter Neuschnee, Temperaturen in der Früh um 0 Grad. Am 22. Jänner lagen die Temperaturen tagsüber bei +3/+4 Grad, etwas vom Schnee schmolz, doch der meiste blieb. In den nächsten Tagen gingen die Temperaturen etwas zurück. Am 27. und 28. Jänner gab es einige Zentimeter Neuschnee. Die Temperaturen blieben knapp unter null. Tagsüber war es meistens trübe, die Sonne kam selten durch. Am 31. Jänner gab es nochmals etwas Schnee, die Temperaturen lagen zwischen -5 und -3 Grad.
Februar
Am 1. Februar gab es wieder Schneefall. Auch der 2. Februar brachte Schnee mit Verwehungen. Die nächsten Tage waren trübe, die Temperaturen lagen um den Nullpunkt. Am 7. Februar wurde es tagsüber mild (+ 7 Grad) und sonnig, der Schnee begann zu schmelzen. Am 8. Februar kehrte der Winter zurück, heftige Schneefälle (ca. 15 cm) und brachte einige Verwehungen - Temperaturen um null Grad. Der 9. Februar war sonnig, und es wurde kalt. Am 10. Februar gab es tagsüber Temperaturen über null Grad, Regen (!) fiel und dann Schnee. Auch am 11. Februar gab es nochmals Schnee mit Verwehungen. Der 12. Februar war sonnig, das Thermometer fiel unter null Grad. Die nächsten Tage waren sonnig und kalt (um -5 Grad). Es kam etwas Neuschnee dazu und es wehte etwas.
Ab 13. Februar schneite es einige Tage teilweise ziemlich heftig und es gab Schneeverwehungen. Um den 17. Februar fielen die Temperaturen auf fast -10 Grad. Ab 18. Februar hörten die Schneefälle fast auf, tagsüber war es meist sonnig, die Temperaturen lagen um ca. -4 Grad. Um den 20. Februar gab es nochmals heftige Schneefälle mit Verwehungen. Ab den 23. Februar wurde es milder, knapp über null Grad. Es fiel "feuchter" Schnee einige Tage hindurch. Es gab nun bereits eine sehr dicke Schneedecke. Ab 27. Februar setzte Tauwetter ein, ab und zu mit etwas Regen. Die Temperaturen lagen einige Grad über null.
März
Die ersten Tage im März brachten Tauwetter. Die Straßen waren schon frei, aber im Gelände gab es noch eine geschlossene Schneedecke. Die Temperaturen lagen einige Grad über null. In den nächsten Tagen schmolz dann der größte Teil des Schnees. Es waren einige sonnige Tage dabei, aber die Temperaturen waren noch nicht frühlingshaft. Zeitweise regnete es etwas. In der Nacht vom 9. auf 10. März fiel wieder etwas Schnee, der jedoch am Tag wieder wegging. Eine dünne Schneedecke bedeckt noch ca. die Hälfte der Landschaft. Bis zum 16. März ist schon fast der ganze Schnee verschwunden. Der 14. und 16. März brachten etwas Sonne und waren schon etwas mild, aber noch nicht frühlingshaft. Dazwischen gab es etwas Regen, die Landschaft ist durch die Schneeschmelze und den Regen ziemlich feucht. Am 19. März gab es nochmals einige Millimeter Schnee, der jedoch in den folgenden Tagen schmolz. Es blieb weiterhin recht kühl, der 22. und 23. März waren windig und kalt. Am 28. März gab es den ersten frühlingshaften Tag, Temperaturen über +10 Grad. Gegen Monatsende wurde es etwas kühler.
April
Der April begann frühlingshaft. Ab 4. April herrschten frühsommerliche Temperaturen, tagsüber bis zu +20 Grad. Am 5. April gab es ein kurzes Gewitter. Das frühsommerliche Wetter hielt weiterhin an, Temperaturen bis über + 20 Grad. In der Nacht vom 17. auf 18. April gab es etwas Regen. Das schöne Wetter hielt weiterhin an. Gegen Monatsende sanken die Frühtemperaturen einige Male gegen den Nullpunkt. Am 29. April gab es ein "paar Tropfen Regen". Am 30. April gab es am Abend ein Gewitter.
Mai
Die ersten Tage im Mai waren schön und recht mild. Ab 5. Mai wurde es kühler, am 6. Mai gab es erstmals seit langer Zeit ausgiebigeren Regen (ein Segen für Natur und Landwirtschaft). Ab 8. Mai wurde es wieder frühsommerlich, schön und warm. Am 10. Mai gab es am Abend ein leichtes Gewitter mit etwas Regen, tagsüber war es teilweise schwül. Auch am 11. Mai gab es am Abend etwas Regen. Die nächsten Tage brachten einige Male Regen, das Wetter blieb aber meistens frühsommerlich. Das schöne Wetter hielt bis zum 26. Mai an, an den Tagen vom 24. bis 26. Mai lag die Tageshöchsttemperatur fast bei 30 Grad. Ab 27. Mai kühlte es merklich ab, es regnete einige Male (kleinere Gewitter). So blieb es bis Ende Mai.
Juni
Der 1. Juni (Pfingstmontag) war relativ warm und trocken. Ab etwa 10. Juni wurde das Wetter wechselhaft, Regentage und trockene Tage. Bis zum 20. Juni erreichte das Thermometer tagsüber fast noch 30 Grad, danach nur mehr max. 20 Grad. Besonders in den Tagen vom 23. bis 26. Juni regnet es ausgiebig, in NÖ war besonders das Alpenvorland (Mostviertel) von Überschwemmungen betroffen. Das Wetter blieb bis Monatsende schwül (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, heiß und nachmittags/abends Gewitter mit teils ausgiebigem Regen. Die Schwammerl wuchsen durch feuchte Wetter schon um diese Zeit ausgiebig. Die vielen Niederschläge der letzten Wochen hatten als Ursache eine Ostwetterlage, es regnete im Juni doppelt so viel wie normal.
Juli
Die ersten Tage waren wie der Juni endete: vormittags sonnig, schwül und heiß und dann abends Regen. Der 3. und 4. war trocken, sonnig und warm. Am 5. Juli regnete es etwas, das Wetter stellte sich auf eine Westwetterlage um. Ab 6. und 7. Juli regnete es abermals heftig. Die nächsten Tage blieben großteils ohne Regen. Die Tageshöchsttemperaturen gingen von Anfang Juli von fast 30 Grad auf knapp über 20 Grad zurück.  Bis zum 11. Juli gab es manchmal kleine Schauer, die Sonne schien zeitweise, aber noch keine hochsommerlichen Temperaturen. Der 12. Juli war großteils sonnig und ohne Regen. In den nächsten Tagen kam der Sommer zurück, am 15. Juli gab es abends ein heftiges Gewitter mit ergiebigem Regen. Die Tage vom 18. bis 20. Juli waren etwas kühler (Temperaturen bis max. 20 Grad). Dann kam der heiße Hochsommer wieder zurück, das Thermometer stieg tagsüber bis zu 30 Grad. Am 23. gab es in den ersten Nachtstunden ein heftiges Gewitter mit ausgiebigem Regen. In vielen Teilen Österreichs gab es Unwetter mit Hagel (besonders Salzburg). Die Tage bis zum 27. Juli waren hochsommerlich heiß, über 30 Grad. Der 28. Juli war kühler, windiger und mit ein paar Regentropfen. Die letzten Tage im Juli waren hochsommerlich heiß, in der Nacht vom 30. auf 31. gab es etwas Regen. Die Ernte hatte in den letzten Julitagen eingesetzt, Raps wurde aufgrund der diesjährigen Witterung ca. 14 Tage später gedroschen als normal. Die Wintergerste wurde meistens um den 20. Juli gedroschen.
August
Das schöne sommerliche Wetter hielt die ersten Augusttage an, es war aber nicht extrem heiß. In der Nacht vom 2. auf  3. August gab es ein Gewitter. Die Ernte ist in diesen Tagen im vollen Gange. Das Sommerwetter hielt die nächsten Tage an, in der Nacht vom 10. auf 11. gab es Regen, in den nächsten Tagen konnte nicht geerntet werden. Es blieb warm, aber nicht sehr heiß. Die Tageshöchsttemperaturen gingen in der zweiten Augustwoche auf max. 25 Grad zurück, in der ersten Augustwochen lagen sie noch bei knapp 30 Grad. Die Tage bis zum 21. August waren hochsommerlich heiß (Tageshöchsttemperaturen um die 30 Grad). Die Ernte wurde in diesen Tagen abgeschlossen. In der Nacht vom 21. auf 22. gab es ein Gewitter mit Regen, am 22. August regnete es vormittags und besonders nachmittags recht ausgiebig. Es blieb den ganzen Tag bewölkt (22 Grad). Die nächsten Tage blieben trocken, sonnig und warm um die 25 Grad. Das Wetter blieb bis Monatsende unverändert.
September
Die ersten Tage waren noch sommerlich. Ab 4. September wurde es merklich kühler, die Temperaturen lagen tagsüber um 15 Grad. Am 4. September gab es Regen. Die nächsten Tage waren wieder großteils sonnig und warm (Temperaturen etwas über 20 Grad), ab 11. September etwas kühler. Der 14. September war vormittags regnerisch und kühl (Temperaturen um 10 Grad). Die Tageshöchsttemperaturen lagen die nächsten Tage wieder um die 20 Grad, auch nachts blieb es mit Temperaturen über 10 Grad relativ warm. Am 17. September gab es tagsüber Regen. Die letzten Wochen im September waren tagsüber meistens sonnig, in der Früh oft Nebel. Die Höchsttemperaturen lagen tagsüber um die 20 Grad. Am 30. September war es bewölkt und kühler und es gab ein wenig Regen.
Oktober
Die ersten Tage brachten spätsommerliches Schönwetter. Besonders der 6. und 7. Oktober waren außergewöhnlich warm, Tageshöchsttemperaturen um die 25 Grad, in der Früh über 10 Grad. Am 6. Oktober gab es ein paar Tropfen Regen. Ab etwa 12. Oktober begannen die Temperaturen zu sinken. Am 13. Oktober gab es Regen mit ein paar Schneeflocken dazwischen. Die Morgentemperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Ab 14. Oktober war die Landschaft vom Schnee "angezuckert", ab 16. Oktober ging der wenige Schnee wieder ab. Die Frühtemperaturen lagen etwas über den Nullpunkt, tagsüber um 6 bis 8 Grad. Die Sonne schien wenig. In den nächsten Tagen blieb das Wetter unverändert. Es gab wenig Sonne, die Tageshöchsttemperaturen lagen um 10 Grad, in der Nacht um 5 Grad. Am 25. Oktober gab es etwas Regen. Die letzten Tage im Oktober waren kühl - etwas über null - und kaum Sonne.
November
Allerheiligen brachte kalten Wind, 3. bis 5 November gab es ergiebigeren Regen. Die Temperaturen waren mild, um 5 Grad, und es gab kaum Sonne (Wolken und Nebel). Das trübe Wetter hielt die nächsten Tage an, die Temperaturen blieben für den November zu mild. Ab und zu gab es etwas Regen. Der 15. November war sonnig, die Tageshöchsttemperatur kletterte über 10 Grad. Die nächsten Tage waren wieder trüb. Ab 16. November wurde es mild, die Tageshöchsttemperaturen stiegen über 10 Grad und es gab viele Sonnenstunden. Es gab und zu etwas Regen, etwas ausgiebigeren am 23. November. Die nächsten Tage bis zum 28. November waren für die Jahreszeit viel zu warm und sehr sonnig. Der 29. und 30. November waren trüb und nebelig, der 29. November besonders unangenehm kalt.
Dezember
Die ersten Tage waren kühl, die Temperaturen lagen um null Grad, meistens trüb und nebelig kaum Sonne, ab und zu etwas Regen (1. und 2., sowie am 7. Dezember). In der Früh gab es teilweise Morgenfrost (6. Dezember). Die nächsten Tage blieb das Wetter unverändert, Tageshöchsttemperaturen um +5 Grad. Ab 14. Dezember kam etwas Schnee, es gab aber keine geschlossene Schneedecke. Die Temperaturen sanken deutlich ins Minus (-5 bis - 10 Grad). Am 19. und 20. Dezember ging es runter bis -18 Grad, kaum Tageserwärmung. Ab 21. Dezember wurde es milder, die Temperaturen lagen dann um null Grad. Der wenige Schnee taute etwas an. Der 24. Dezember war grau und kühl, um null Grad; der 25. Dezember war warm (ca. +8 Grad), der wenige Schnee schmolz. Der 26. Dezember war sonnig, die Temperaturen lagen knapp über null Grad. Die letzten Tage im Dezember waren trüb, Temperaturen um null Grad. Am 29. und 30. Dezember gab es Regen. Der Silvester war trocken und bewölkt.
 
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Klimaspiegel
 
Wetter Jahresrückblick 2009

Große Temperaturgegensätze prägten das Jahr 2009! Im Sommer folgten einem massiven Kaltlufteinbruch die wärmsten Tage des Jahres und im Dezember beendete das Weihnachtstauwetter eine frühe Kälteperiode. Herausragend im Jahr 2009 waren aber die Niederschlagsmengen und hier besonders jene in den nordöstlichen und südöstlichen Landesteilen. Neben punktuellen Stunden-, Tages- oder Monatsrekorden wurden auch einzelne neue Jahresrekorde der Niederschlagsmenge aufgestellt. Ebenso gab es beim Schnee große Unterschiede: Starke Schneefälle entlang der Alpennordseite sorgten sowohl im Feber und März also auch im Oktober für große Schneehöhen. Gleichzeitig führten ausgesprochen milde Temperaturen im Frühsommer sowie im November für massive Schneeschmelze. Das Sonnenjahr 2009 verlief in fast allen Orten dem vieljährigen Mittel entsprechend.

Jahresniederschläge bis zu 80 Prozent über dem vieljährigen Mittel Langenlois (NÖ) erreichte mit 179 Prozent (806 mm) des mittleren Niederschlags sowohl den ersten Platz in der Jahresstatistik aller ZAMG-Messstationen als auch die höchste Jahresniederschlagssumme seit Beginn der Messungen 1965. Neben Langenlois lagen die Stationen St. Pölten (NÖ, 163 %, 1045 mm), Tulln/Langenlebarn (NÖ, 161 %, 909 mm) und die Wiener Innenstadt (155 %, 849 mm) im Jahr 2009 aus relativer Sicht in der niederschlagsreichsten Region Österreichs. Jahresniederschlagssummen dieser Größenordnungen entsprechen hier einer Wiederkehrzeit von etwa 50 Jahren. Dass es 2009 zu keinen großräumigen Überflutungen wie z.B. 2002 kam, lag daran, dass sich die überdurchschnittlichen Niederschläge relativ gleichmäßig über viele Monate verteilten. Die Hauptbeiträge lieferten jedoch die Monate Juni und Juli 2009 mit teils heftigen Gewittern. Zu dieser Zeit kam es auch immer wieder zu Überschwemmungen und Vermurungen. Der Bogen der überdurchschnittlichen hohen Niederschläge reichte aber noch weiter vom Tullner Feld über Wien, das Mittelburgenland bis in die Südsteiermark, wo ein zweites Jahresmaximum zu finden ist. Die Station Graz Universität verzeichnete einen Jahresniederschlag von 1205 mm (147 %) und liegt damit um nur 48 mm unter dem alten Stationsrekord vom 1253 mm aus dem Jahr 1937 der 173-jährigen Stationsgeschichte. Drei Viertel der Summe fiel dabei in den Monaten Mai bis September. An der wenige Kilometer entfernten Station Laßnitzhöhe (St) wurde zum vieljährigen Mittel eine relative Abweichung von 154 % (1315 mm) erreicht. Die absolut höchsten Niederschlagsmengen im Jahr 2009 summierten sich abgesehen von den Stationen über 1500 m in Warth (V, 1922 mm, 104 %), Bad Ischl (OÖ, 1826 mm, 107 %) und in Mondsee (OÖ, 1823 mm, 118 %). Niederschlagsmengen unter 90 % wurden nur an den zwei Tiroler Stationen Reutte (T, 1275 mm, 88 %) und Landeck (T, 670 mm, 89 %) gemessen. Am absolut trockensten verlief das Jahr 2009 in Retz (NÖ) mit 628 mm bzw. 133 %. Auch in den 24-Stundensummen spiegelt sich der nasse Charakter des Jahres 2009 wider. So regnete es am Loiblpass (K) am 23.09. innerhalb eines Tages 234 mm und in Seibersdorf (NÖ) fielen am 24.6. und am 6.7. 20 % (184 mm) der gesamten Jahressumme 2009.

Jahresmittel der Temperatur im Trend der letzten Jahre Die Jahresmitteltemperatur lag österreichweit im Jahr 2009 rund 1 °C über dem vieljährigen Mittel (1971-2000) und setzte somit die seit 15 Jahre andauernde Reihe der positiven Abweichungen fort. Die relativ gesehen wärmsten Regionen mit Abweichungen von bis zu 1,3 °C (St. Ändrä/Lavanttal, K) fanden sich in einem weiten Bogen vom Lungau über den oberösterreichischen Zentralraum zum Neusiedler See und weiter bis zum Wörthersee. Im restlichen Österreich lagen die Abweichungen der Jahresmitteltemperatur vom Erwartungswert meist zwischen +0,3 °C und 1,1 °C. Auffallend war im Jahr 2009 die Tatsache, dass die Mitteltemperatur auf den Bergen meist nur 0,5 °C über dem langjährigen Mittel lag. Der übers ganze Jahr gesehen absolut wärmste Ort mit einer Mitteltemperatur von 12,4 °C war die Wiener Innenstadt. Die absolut höchste Temperatur im Kalenderjahr 2009 wurde am 23.7. mit 37,9 °C in Waidhofen/Ybbs (NÖ) gemessen. Zwar stellte dieser Wert an der Messstation Waidhofen keinen neuen Rekord dar, an einigen Orten entlang der Alpennordseite wie z.B. in Zell/See (S) oder in Gmunden (OÖ) wurden jedoch seit Beginn der Messreihe neue Stationshöchstwerte aufgestellt. Das andere Ende der Temperaturskala markierte am 18.02.2009 Seefeld in Tirol mit -25,2 °C. Zum Jahresende hin sorgte ein Kaltluftvorstoß aus Nordosten für ausgesprochen tiefe Temperaturen in Kärnten, Teilen der Steiermark sowie im Burgenland und in Niederösterreich. Kurz vor Weihnachten wurde in diesen Regionen an nicht weniger als 9 Station die -20 °C-Marke unterschritten. Auch der absolute Tiefstwert an einer ZAMG- Messstation wurde in diesen Tagen erzielt. Am 19.12.2009 sank die Temperatur am 3440 m hoch gelegenen Brunnenkogel auf -30 °C. Ein Überblick über alle Monate zeigt, dass das Jahr durchwegs kühl begonnen hat, aber die Monate April und Mai für ausgesprochen milde Temperaturen sorgten. Nach einem feucht-warmen Sommer verlief auch der Herbst zu mild, wodurch sich in Summe ein überdurchschnittlich warmes Jahr ergab.

Große Schneemengen im Spätwinter Während der Jahresbeginn besonders südlich des Alpenhauptkamms sehr schneereich verlief, wendete sich das Blatt im Feber. Von Mitte Feber bis Anfang März sorgten wiederholte Nordwestwetterlagen für intensive Schneefälle in den Nordalpen. Besonders betroffen waren einmal mehr die niederösterreichischen Voralpen sowie die nördliche Obersteiermark. In Mariazell (St )oder in Lunz (NÖ) am See fielen innerhalb dieser beiden Monate über 4 m Neuschnee, in Schoppernau im Bregenzer Wald (V) oder auch in Seefeld (T) waren es immerhin auch noch über 3,5 m Neuschnee. Auch auf den Bergen türmten sich zu Frühlingsbeginn teils sehr große Schneemengen und besonders nördlich der Alpen sorgten einzelne Kaltlufteinbrüche auch im Sommer für Schneefälle bis auf 2000 m oder sogar darunter. Am 18.7.2009 kam es im Zuge eines massiven Kaltfrontdurchgangs sogar in höher gelegenen Tälern wie in Krimml (S) zu Schneefall. Trotz der einzelnen Kaltluftvorstöße schmolz die Schneedecke während der feuchtmilden Sommermonate ausgesprochen rasch, sodass selbst am 3107 m hoch gelegenen Sonnblick Observatorium sämtlicher Schnee des Winters 2008/09 Ende September abgeschmolzen war. Um den 15. Oktober sorgte ein früher Wintereinbruch entlang der Alpennordseite stellenweise für die früheste geschlossene Schneedecke seit Messbeginn. Der ausgesprochen milde November sorgte sogar bis in Hochgebirge für eine kräftige Schneeschmelze.

Sonniges Burgenland Das Sonnenjahr 2009 verlief im gesamten Bundesgebiet mit +/- 10 % relativer Abweichung dem vieljährigen Schnitt entsprechend. Dabei verzeichnete das Burgenland die größte absolute Sonnenausbeute. In Kleinzicken wurden 2164 Sonnenstunden (113 %) registriert, gefolgt von Neusiedl/See (2155 h, 109 %) und Eisenstadt (2154 h, 108 %). Orte mit mehr als 2000 h Sonnenschein sind Vorwiegend in Osttirol, Kärnten, der Südsteiermark, dem Burgenland und dem äußersten Nordosten des Landes zu finden. Am häufigsten zeigte sich die Sonne jedoch auf der Villacher Alpe (K) mit 2176 h (108 %). Bedingt durch die Abschattung der Berge schien naturgemäß die Sonne in den inneralpinen Regionen am geringsten, war aber auch hier in Relation zum 30-jährigen Mittel nicht seltener zu Gast als in den außeralpinen Teilen des Bundesgebietes.