Wetter 2008

Milder, schneearmer Winter - Stürme - trockenes Frühjahr - schöner Sommer - Ernte in den ersten Augustwochen - kaum Schnee im November und Dezember
 
Jänner
Die ersten Jännertage brachten etwas Sonne. Ab dem 3. Jänner kam ein kalter Ostwind auf, der wenige Schnee führte zu kleineren Verwehungen. Es wurde kälter, ab 5. Jänner in der Früh fiel das Thermometer auf -8 Grad. Am 6. Jänner schob sich warme Luft über die kalte Luft und es gab vormittags "Eisregen". Die Straßen waren glatt und überall (auch auf dem Schnee) bildete sich eine Eisschicht. Nachmittags stieg die Temperatur bereits etwas über null Grad. Am nächsten Tag gab es nochmals etwas "Eisregen". Der 8. Jänner war sonnig und tagsüber lagen die Temperaturen im Plus. Die nächsten Wochen waren trüb und die Temperaturen lagen immer etwas unter null Grad. Die Sonne zeigte sich selten. Um den 19./20. Jänner stiegen die Temperaturen merklich an (ca. +8 Grad). Der wenige Schnee war in den vergangenen Tagen schon geschmolzen, die Sonne zeigte sich nun öfters. Am 22. Jänner gab es heftigen Regen. Das Wochenende (26./27. Jänner) war sehr windig, der Sturm Paula tobte über große Teile Österreichs, die Steiermark war besonders betroffen.
Februar
Am Sonntag, 3. Februar, fielen die Temperaturen in der Früh auf -5 Grad. Tagsüber war es sonnig. Am Tag darauf war es trüber und die Temperaturen lagen etwas über null Grad. Die nächsten Wochen bis Monatsmitte waren großteils niederschlagsfrei, die Temperaturen lagen in der Früh etwas unter null Grad und tagsüber zeigte sich oft die Sonne.  Am Wochenende (16. und 17. Februar) fielen die Morgentemperaturen bis auf -8 Grad. Tagsüber war es sonnig, doch die Temperaturen blieben unter null.
Die nächsten Tage waren milder, Morgenfrost gab es kaum noch. Die Tagestemperaturen stiegen auf +5 bis +7 Grad. Am 23. Februar war es sehr windig. Ohne Schnee und bei Temperaturen über null klang der Februar aus.
März
Am 1. März fegt der Sturm "Emma" auch über Österreich, wo zum Teil beträchtliche Verwüstungen angerichtet wurden. Unser Gebiet blieb zum größten Teil verschont (einige Bäume, Dachziegel, etc.). Um ca. 11 Uhr gab es noch dazu bei uns ein "Wintergewitter" mit Schnee/Schneegraupel. Die Niederschläge blieben aber nicht lange liegen. Regen gab es dann weiter am 1. und 2. März. Heftiger Wind wehte teilweise noch am 2. März. In den nächsten Tagen beruhigte sich das Wetter. Die Temperaturen gingen zurück, in der Früh gab es Morgenfrost. Die Tage bis Mitte März brachten nichts Außergewöhnliches. Ab und zu gab es Regen und etwas Wind, manchmal Morgenfrost. Am 10. März gab es vormittags dicken Nebel, welcher sich nachmittags hob. Am 16. März (Palmsonntag) regnet es vormittags etwas, sodass die Prozession nicht durchgeführt werden konnte. In der kommenden Woche kam der Winter zurück. Ab 18. März gab es ab und zu Schneegestöber. Die Temperaturen lagen tagsüber um null Grad, in der Früh gab es einige Minusgrade. Am 20. März ging der wenige Schnee ab, die Temperaturen lagen knapp über null. Der 22. März (Karsamstag) war sonnig, aber kühl. Die nächsten Tage gab es mehrmals etwas Schnee, der nur jeweils nur wenige Stunden liegen blieb. Ab 29. März wurde es wärmer, in der Früh gab es bei klaren Nächten Morgenfrost.
April
Die erste Woche brachte typisches Aprilwetter, sonnige Abschnitte wechselten sich mit Regenschauer ab - oft stündlich. In der Früh gab es ab und zu Morgenfrost. Am 7. April gab es abermals kräftigen Morgenfrost mit einigen Graden unter null, doch in der nächste Woche wurde das Wetter stets schöner und es wurde immer wärmer. Am 11. April stiegen die Temperaturen tagsüber schon über 15 Grad. Am 12.  und 13. April war es wieder etwas kühler. Am 14. April gab es wieder leichten Morgenfrost um null Grad, tagsüber stiegen die Temperaturen wieder auf ca. 15 Grad. In der vergangenen Woche wurde ein Großteil des Sommergetreides gesät. Der April blieb weiterhin recht kühl, am 21. und 22. April gab es seit längere Zeit wieder ausgiebigeren Regen. Am 25. April und 26. April regnete es wieder ergiebiger, am 25. April gab es sogar ein Gewitter. Der 27. April war ein warmer, sonniger Tag (über 15 Grad).
Mai
Der Monatsbeginn war warm und es regnete ab und zu, Morgenfrost gab es keinen. Ab den 8. Mai war es besonders sonnig und die Temperaturen stiegen auf über 15 Grad. Es wehte aber ein kühler Ostwind. Die nächsten Tage waren sonnig, um die Monatsmitte und die folgenden Tage war es frühsommerlich warm, am 16. und 17. Mai gab es nur "einige Regentropfen". Ab 18. Mai wurde das Wetter schlechter, es wurde kühler und es gab die nächsten Tage ausgiebigen Regen. Der Regen war aber schon notwendig und sorgte besonders für Pflanzenwachstum auf den Wiesen. Fronleichnam, 22. Mai, war kühl, blieb aber niederschlagsfrei. Ab 24. Mai stellte sich heißes, sommerliches Wetter ein; die Bauern konnten die erste Wiesenmahd heuen oder silieren. Die Temperaturen waren in dieser Woche überdurchschnittlich hoch.
Juni
Die ersten Tage blieben noch "hochsommerlich". Am 5. Juni gab es erstmals seit längerer Zeit wieder etwas Regen, welcher schon dringend benötigt wurden. Die folgenden Tage blieben kühler, wechselhafter (Regen, Gewitter...) - die "Schafskälte" - mit einigen sonnigen Abschnitten. Ab 15. Juni stellte das Wetter in wenigen Tagen auf "hochsommerlich" um. Die Temperaturen erreichten tagsüber über 30 Grad. Bis Ende Juni blieb das Wetter sommerlich, heiß und schwül. Ab und zu gab es etwas Regen oder Gewitter, leider zu wenig. Etwas mehr Regen hätte nicht geschadet, Einbußen bei der Wiesenmahd und bei den Feldfrüchten werden befürchtet.
Juli
In der Nacht vom 3. auf 4. Juli brachte ein Gewitter etwas Regen (ca. 10 mm). Der 4. Juli war dann etwas kühler, windiger und nicht mehr so schwül, also etwas angenehmer. Am 5. und 6. Juli gab es nochmals sehr warmes Sommerwetter, der 7. Juli brachte erstmals wieder  ausgiebigeren Regen. Die nächsten Tage blieben etwas kühler und brachten ab und zu Regenschauer. Am 12. und 13. Juli gab es ausgiebigeren Regen (Unwetter im Raume Vitis am 12. Juli). Die folgenden Tage waren sonnig und warm und blieben ohne Niederschläge. Ab etwa 20. Juni stellte das Wetter um auf kühl und regnerisch, besonders am 25. Juli gab es heftige Niederschläge. Ab 26. Juli besserte sich das Wetter. Es kehrte hochsommerliches Wetter zurück, am 28. Juli sah man schon vereinzelt Mähdrescher fahren. Auch die restlichen Tage im Juli waren sommerlich schön.
August
Die ersten Tage brachten einige Gewitter und Niederschläge, ab 4. August kehrte das hochsommerliche Wetter zurück. Die Getreideernte war im vollen Gang. In der Nacht von 7. auf 8. August kam unbeständiges Wetter zurück und brachte einigen Regen. Kurze Zeit darauf kam das sommerliche Wetter zurück, um 11./12. August wurden bei uns die letzten Felder gedroschen. 14. bis 16. August gab es in Österreich Unwetter, unser Gebiet wurde nur mit regnerischem, windigem Wetter gestreift. Ab 17. August wurde es wieder sommerlich. Am 20. und 21. August gab es kühleres, windigeres Wetter, ab und zu kleine Schauer. Ab 22. August gab es spätsommerliches, schönes Wetter.
September
Zu Beginn des Septembers herrschte noch immer spätsommerliches Wetter. Vom 7. auf  8. September gab es etwas Regen, ebenso am 10. September abends. Es hat nun seit ca. 3 Wochen nicht mehr ausgiebig geregnet, alles ist trocken. Ab 14. September begann es zu regnen, und es regnet auch noch die nächsten 2 Tage, wenn auch nur mäßig, ein Segen für die Natur. Gleichzeitig fielen die Temperaturen, und es stellte sich herbstliches Wetter ein. Die Frühtemperaturen in dieser Woche lagen nur mehr knapp über den Nullpunkt (+1 bis + 4 Grad). Ab 17. September war es wieder trocken, doch die Temperaturen blieben kühl. Am 20. September regnet es wieder leicht (nieseln). Der Sonntag, 21. September, war trocken und kühl. Die nächsten Tage waren ebenfalls kühl und teilweise regnerisch. Ab 27. September stellte sich schöneres, sonniges Wetter ein, aber in der Früh gab es wegen des klaren Wetters vereinzelt leichte Morgenfröste (um null Grad).
Oktober
Die ersten Tage im Oktober waren kühl mit etwas Regen. Ab 5. Oktober wurde es trocken, sonnig und zunehmend wärmer - "Altweibersommer", die Sonne kam wegen des Nebels meistens erst nachmittags durch. Das schöne Wetter hielt die nächsten Tage an, besonders am 14. Oktober war es sehr warm, fast schon heiß. Dann gab es einmal etwas Regen, der 17. Oktober war tagsüber recht windig. Das Wochenende, 18./19. Oktober, war nochmals sonnig. Ab 20. Oktober wurde es kühler, der Nebel lichtete sich nur mehr ab und zu am Nachmittag. Am Morgen gab es vereinzelt Frost. Die letzten Tage im Oktober waren sonnig, am Morgen gab es aber Frost.
November
Allerheiligen und Allerseelen waren schön, sonnig und warm. Der 3. November war trübe, nur nachmittags kam die Sonne durch. Auch die nächsten Tage waren trübe, die Sonne kam kaum durch. Die Temperaturen lagen zwischen 8 und 10 Grad. Vom 7. auf 8. November regnete es erstmals seit längerer Zeit wieder ausgiebiger. Ab 10. November wurde es kühler (um 5 Grad), es blieb trüb und nebelig. Am 13. November regnete es wieder etwas. Ab 17. November gab es Frost mit Temperaturen um -5 Grad. Die nächsten Tage waren trüber, die Temperaturen blieben etwas über null in der Früh. Der 20. November war sehr stürmisch. Am 21. November lag in der Früh der erste Schnee (+1 Grad). Es schneite bzw. regnete etwas den ganzen Tag über. 22. und 23. November schneite es etwas und es ging ein recht heftiger Wind, Temperaturen einige Grad unter null. Die nächsten Tage schneite es ab und zu ein wenig, die Sonne kam etwas durch. Der 26. November war tagsüber sonnig (+ 5 Grad), in der Sonne taute es etwas. Ab 27. November war es trüb, die Sonne kam kaum durch. Die Temperaturen blieben um null oder etwas darunter. Am 28. November wehte ein kalter Wind.
Dezember
Ab 1. Dezember taute der wenige Schnee weg, nur wo es mehr zusammengeweht hat, blieb er liegen. Die nächsten Tage waren teilweise sonnig. Die Frühtemperaturen lagen etwas unter null, bei Sonne stiegen die Tagestemperaturen etwas über den Nullpunkt. Die zweite Dezemberwoche war zum größten Teil nebelig, etwas Raureif an den Bäumen. Am 12. Dezember schneite es etwas, die Landschaft ist "angezuckert". In den vergangenen Tagen hatte der Süden Österreichs (Kärnten, Osttirol) gewaltige Schneemassen abbekommen. Am 14. Dezember ging der wenige Schnee ab, die Temperaturen lagen um +5 Grad. Die Tage waren nebelig, am 17. Dezember regnete es. Ab 18. Dezember gab es wieder etwas Schnee (die Landschaft war nur etwas weiß), doch dieser ging am 21. Dezember schon wieder ab. Ab 25. Dezember wurde es kälter, es blieb aber schneefrei. Die Temperaturen lagen tagsüber etwas unter den Nullpunkt, in der Nacht etwa bei -5 Grad. Ab und zu kam die Sonne etwas durch. Die letzten Tage im Jahr blieben kalt (bis -8 Grad in der Früh, tagsüber kaum wärmer), ab und zu kam die Sonne etwas durch.
 
Von der Homepage der ZAMG
 
Klimaspiegel
 
Wetter Jahresrückblick 2008

Das Jahr 2008 war bei unterschiedlichen Niederschlagsmengen allgemein übernormal warm. Die Jahresmittel der Lufttemperatur zeigten durchwegs im Osten Österreichs größere positive Abweichungen vom Normalwert als im Westen. Vom Bodensee bis in den Norden Salzburgs lagen diese Abweichungen verbreitet unter 1,0 °C. Weiter östlich und strichweise auch im Süden wurden häufig Abweichungen von 1,4 bis 1,8 °C vom langjährigen Durchschnitt erreicht.

In vielen Teilen Österreichs reiht sich 2008 unter die wärmsten fünf Jahre seit Messbeginn ein. Wien – Hohe Warte verzeichnet das drittwärmste Jahr nach 2000 und 2007.

Einziger Monat mit nahezu überall unternormalen Monatsmitteln war der September 2008. Österreichweit am meisten übernormal waren die Temperaturen im Jänner und Februar.

Von besonders hoch gelegenen Messorten abgesehen fiel das absolute Jahresminimum auf den 6. März mit -20,6 °C in Seefeld. Am 28. Mai wurde in Graz-Thalerhof und in Weyer (OÖ) das absolute Jahresmaximum von 34,9 °C erreicht.

In großen Teilen Österreichs von Vorarlberg bis zum Marchfeld und bis in das Südburgenland wurden etwa normale Niederschlagsmengen gemessen.

Von Tirol bis in das westliche Kärnten sowie strichweise im Osten Österreichs fielen mehr als 110 % des Erwartungswertes. Mehr als 130 % wurden in Teilen Osttirols und Oberkärntens sowie im Raum Eisenstadt registriert. Im Norden Salzburgs, im Salzkammergut sowie lokal in Oberösterreich und in der Steiermark blieben die Jahres¬niederschlagssummen unter 90 % des Normalwertes. Wie so oft war von den bisher abgerechneten Messorten auch 2008 Retz mit 457 mm (97 % der Normalmenge) der trockenste.

Die Anzahl der Sonnenstunden lag teils um den Normalwert, teils übertraf sie diesen um bis zu 15 %. Sonnigste Landeshauptstadt war mit 2134 Stunden Eisenstadt; die wenigsten Sonnenstunden mit nur 1799 wurden in Salzburg gezählt. Mit 114 % des Normalwertes (2093 Sonnenstunden) war Graz im Vergleich zu diesen besonders sonnig. 2072 Stunden in Innsbruck, 1941 in St. Pölten und 2029 in Klagenfurt brachten diese drei Städte mit jeweils 105 % des Normalwertes an das Ende der Rangliste.

Mit 2038 Sonnenstunden, entsprechend 109 % des langjährigen Durchschnitts, lag Wien im Mittelfeld.