Wetter 2005

Winter von Mitte Jänner bis Mitte März - milde 1. Aprilhälfte - kühler Mai und Juni-Beginn - regnerischer Juli - September kühl und regnerisch (Probleme Herbstarbeit Landwirte) - Oktober mild und trocken - Schneedecke ab 17. November
 
Die ersten Jännertage waren ohne Schnee, die Temperaturen lagen um null Grad. Die Tage ab dem 8. Jänner waren ausgesprochen mild. Mitte Jänner kam der Winter mit etwas Schnee und Temperaturen deutlich unter null Grad zurück.
Der Februar begann mit heftigen Schneefällen und tiefen Temperaturen (bis unter - 15 Grad). Ab etwa 10. Februar stellte sich kurzzeitig Tauwetter ein und der meiste Schnee ging ab. In der Nacht vom 15. auf 16. Februar gab es abermals heftige Schneefälle, die Temperaturen fielen aber nicht mehr so tief. Die zweite Hälfte im Februar und der Anfang März waren wiederum geprägt von Schnee und teilweise tiefen Temperaturen (bis fast minus 20 Grad). Am Wochenende 12. und 13. März gab es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nochmals Schneefälle mit heftigen Schneeverwehungen. Doch schon am Montag, den 14. März, begann das Tauwetter, mit teilweise frühlingshaften Temperaturen, und der Schnee ging innerhalb einer Woche ab.
Das Wetter war Ende März und Anfang April sehr mild. Die Felder waren gut abgetrocknet und ermöglichten in der erste Aprilhälfte eine problemlose Aussaat. Die zweite Aprilhälfte war nicht mehr ganz so schön. An einigen Tagen gab es in der Früh Morgenfrost. Ende April bzw. Anfang Mai gab es schon einige frühsommerlich warme Tage. Der Mai war etwas zu kühl, nur gegen Ende Mai gab es zwei heiße Tage - über 30 Grad. Die ersten Juniwochen waren sehr kühl (wie schon lange nicht). Gegen Mitte des Monats kehrte der Sommer zurück.
Der Juli war teilweise sehr regnerisch und kühl. In manchen Teilen Österreichs gab einige Überflutungen.
Der August war nicht so schön wie in den vergangenen Jahren, doch die Bauern konnten ihre Ernte relativ problemlos einbringen.
Der September war kühl und relativ regnerisch. So gestalteten sich die Arbeiten in der Landwirtschaft schwierig.
Der Oktober war schön, relativ warm und trocken. So konnten die Landwirte ihre Feldarbeit doch noch zu einem guten Ende bringen.
Der November war bis Mitte des Monats noch schneefrei. Es gab einige Morgenfröste. In der zweiten Hälfte kam der Schnee (17. November). Es bildete sich aber nur eine dünne Schneedecke. Die Temperaturen blieben mäßig kalt (bis -5 Grad), nur an wenigen Tagen unterschritt das Thermometer die Minus-10-Grad-Marke.
Der Dezember begann wie der November aufgehört hatte. Ab 7. Dezember gab es tagsüber einige wenige Plusgrade; es taute etwas, doch die Schneedecke hielt.
In der Mitte des Monats brachten einige Tage ergiebige Schneefälle. Um die Weihnachtstage wurde es etwas milder. Es taute ein wenig, doch die Schneedecke wurde nur geringfügig reduziert. Gegen Ende des Jahres wurde es wieder etwas kälter und einigen Schnee. Nur in der Nacht vom 30. auf  31. Dezember wurde es besonders kalt (ca. -15 Grad), sonst unterschritten die Temperaturen kaum die -5-Grad-Grenze.
 
Vom der Homepage der ZAMG
 
Klimaspiegel
 
Wetter Jahresrückblick 2005

Das Jahr 2005 war bei unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen normal bis leicht unternormal temperiert. Die Jahresmittel der Lufttemperatur entsprachen in den größten Teilen Österreichs dem langjährigen Durchschnitt oder lagen 0,2 bis 0,6 °C unter diesem. Nur einige relativ kleine Gebiete im oberösterreichischen Zentralraum so wie vom oberen Murtal zum Gurktal oder von Innsbruck flussabwärts waren 0,2 bis 0,5 °C übernormal temperiert. Insgesamt war das Jahr 2005 um etwa 0,3 °C kühler als 2004. Der Jahreshöchstwert der Temperatur trat sehr häufig am 28. oder 29. Juli auf. 36,2 °C, gemessen am 29. Juli in Wien-Innere Stadt, war der absolute Maximalwert. Ebenso häufig fiel das Jahresminimum der Temperatur auf die ersten Märztage. Der absolute Tiefstwert von -27,3 °C stammt vom 1. März 2005 aus Seefeld. Am gleichen Tag meldetet das Sonnblickobservatorium -30 °C. Im äußersten Westen und Südwesten Österreichs fielen weniger als 90 % der normalen Niederschlagsjahresmengen.

Daran anschließend findet sich ein Bereich mit etwa normalen Niederschlägen, der vom westlichen Tirol über große Teile Kärntens, West-u. Oststeiermark bis zum Burgenland und in das Wiener Becken reicht. Ebenso weisen der Norden Salzburgs, das Salzkammergut und der äußerste Westen Oberösterreichs normale Mengen auf. Im übrigen Österreich wurden 110 bis 130 % des langjährigen Niederschlagsdurchschnitts erreicht, an Mur und Mürz bis zum Semmering lokal bis 140 %. Von den derzeit vorliegenden Messstellen war wieder Retz mit 517 mm die niederschlagsärmste. 2005 brachte allgemein eine übernormale Anzahl an Sonnenstunden. Sonnenreichste Landeshauptstadt war Eisenstadt mit 2173 Sonnenstunden, aber selbst das Schlusslicht Salzburg lag mit 1812 Stunden über dem Normalwert von 1707 Stunden (106 %). Im Vergleich zum Normalwert führt Wien mit 119 % (2104 statt 1771 Stunden). Insgesamt war 2005 aber deutlich sonniger als das Vorjahr.