Wetter 2003

Schneearmer Winter - kalter Februar - geringe Niederschläge im Frühjahr - Sommer heiß und trocken - trockender Herbst
 
Der Winter 2003 war schneearm bzw. zum größten Teil schneefrei. Der Februar war sehr kalt. Die Niederschläge waren im Frühjahr sehr gering. Dies hatte zur Folge, dass der 1. Schnitt beim Gras (Heu, Silage) um geschätzt ein Viertel bis zu einem Drittel geringer ausfiel. Der Sommer war sehr warm und trocken. Beim 2. Schnitt beim Gras (Grummet) war ein Ausfall von 50 bis 75 % zu verzeichnen. Für die Feldfrüchte reichten die Niederschläge gerade so aus, dass die Ernte leicht unterdurchschnittlich war, also gerade noch zufrieden stellend. Im Herbst konnten einige Hausbrunnen nicht mehr das benötige Wasser liefern.
 
Von der Homepage der ZAMG
 
Klimaspiegel
 
Wetter Jahresrückblick 2003

DAS JAHR VON SOMMER UND SONNE

Temperaturrückgang und letzte Niederschläge zum Jahresende werden an der Jahresbilanz 2003 nichts Wesentliches mehr ändern können. Nur zwei wirklich zu kalte Monate (Februar und Oktober 2003), drei zumindest gebietsweise etwa normale (Jänner, April und Dezember) und sieben teilweise rekordverdächtig übernormal temperierte ergeben natürlich wieder einmal überdurchschnittlich hohes Jahresmittel der Temperatur. Größten Anteil daran hat der seit Beginn regelmäßiger Messungen in ganz Österreich wärmste Sommer. Von Vorarlberg bis zum südlichen Burgenland werden die Jahresmittel 0,5 bis 1,5 Grad C über dem langjährigen Durchschnitt liegen. Weiter nördlich vom nördlichen Salzburg bis in das Nordburgenland ist 2003 um 0,2 Grad bis ein Grad C wärmer als normal. In der bis 1775 zurück reichenden Wiener Messreihe liegt 2003 an vierter Stelle hinter den Jahren 2000, 1994 und 2002. Die höchste Temperatur des Jahres wurde mit 38,6 Grad C am 13. August in Zwerndorf/March gemessen, die tiefste von -26,7 Grad C stammt vom 12. Jänner aus Gars am Kamp. Große Teile Österreichs verzeichnen ein bedeutendes Niederschlagsdefizit, dessen Wirkung auf den Wasserhaushalt und auf viele Bereiche der Land- und Forstwirtschaft durch die hohen Temperaturen noch verstärkt wurde. Vom Bodensee bis in das westliche Niederösterreich fielen nur 70 bis 90 Prozent der normalen Niederschlagsmengen, im äußersten Osten und Südosten Österreichs sogar nur 50 bis 70 Prozent. Lediglich im oberen Salzach- und Murtal, in Osttirol und Oberkärnten wurden bis heute annähernd normale Niederschlagsmengen gemessen. Die absolut trockensten Messorte sind Neusiedl/See mit bis heute 339 mm Niederschlag (57 Prozent des Sollwertes), Poysdorf mit 348 mm (70 Prozent des Solls) und Retz mit 371 mm (85 Prozent des Solls). Alle Landeshauptstädte außer Klagenfurt verzeichnen 2003 neue Rekord-Jahressummen an Sonnenstunden. Wegen der unterschiedlich langen Messreihen sind die Werte der einzelnen Städte zwar schlecht zu vergleichen, allgemein wird der langjährige Durchschnitt aber um 20 bis 30 Prozent überboten. Die meisten Sonnenstunden registriert man bis heute in Graz, wo mit deren 2410 der alte Rekord aus 1949 um 316 Stunden übertroffen wird, der Normalwert sogar um 438 Stunden. Bregenz meldet 2091 Sonnenstunden statt normal 1608, Innsbruck 2283 statt 1841, Salzburg 2135 statt normal 1707, Linz 2136 statt normal 1592 und Wien-Hohe Warte 2302 statt normal 1771. Im sonnigen Süden gab es 1921 in Klagenfurt 2395 Sonnenstunden, heuer halten wir bis heute bei 2315 Stunden. Normal wären in Klagenfurt 1877 Sonnenstunden zu erwarten.

 
 
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