Unterabschnittsübung - 12. März 2017

Aus den NÖN vom 15. März 2017 (Nr. 11)

Rettung war kompliziert
Unterabschnittsübung |
Die Feuerwehren Gastern, Weissenbach, Kleinzwettl und Frühwärts übten Löschwasserversorgung und Bergung einer Person aus einem Vorsilo.

Von Michael Schwab

GAROLDEN | Ein Brand in einem Schuppen mit Strohlager auf einem landwirtschaftlichen Anwesen war das angenommene Szenario einer Unterabschnittsübung am vergangenen Sonntag.

Alarmiert wurden die Feuerwehren Gastern, Weissenbach, Kleinzwettl und Frühwärts, die mit 54 Mann und sieben Fahrzeugen zum Einsatzort ausrückten. "Wir wollten bei dieser Übung sehen, wie der Herstellung einer Speiseleitung vom Bach im Ort mit einer knappen Zahl von Schläuchen mit nur drei Fahrzeugen funktioniert", erklärt der Kommandant der FF Gastern, Gerhard Deutschmann, der die Übung ausarbeitete.

Mit insgesamt 27 Schläuchen wurde die Leitung hergestellt, während mittels Tanklöschfahrzeug mit der Brandbekämpfung begonnen wurde, um die Zeit bis zum Fertigstellen der Speiseleitung zu überbrücken. Zugleich galt es, im Gebäude vermisste Personen unter Atemschutz zu finden und zu bergen. Während einige Opfer noch selbst gehen konnten, gestaltete sich die Bergung eines Mädchens aus einem Vorsilo wesentlich komplizierter. Ein Atemschutztrupp der FF Weissenbach verschaffte sich mit einer Leiter Zutritt zum Silo, wo Alina Osterreicher das zu bergende Opfer mimte. Der Plan war, sie auf einem Spineboard zu fixieren und über die Leiter nach oben zu ziehen, ein Unterfangen, dass mit einem Trupp von drei Mann nicht machbar war. Deshalb wurde ein Atemschutztrupp der FF Kleinzwettl zur Unterstützung angefordert. Nachdem die Fixierung des Mädchens auf dem Board noch einmal geprüft worden war, befestigten die Feuerwehrleute zwei Seile am Board und zogen es über die schräg gestellte Leiter nach oben in Sicherheit.

Unterabschnittsübung
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