Hochwasser - 4. und 5. Mai 2013

Anmerkung: Bereits vom 2. auf 3. Mai fielen ca. 60 mm Regen. In der Nacht von 4. und 5. Mai fielen nochmals ca. 30 mm Regen. Doch der Erdboden war nicht mehr in der Lage, Wasser auszunehmen. Sie führte daher zum Hochwasser.
 
Von der Homepage der FF Gastern
Hochwasseralarm am 4.5.2013

Durch die massiven Niederschläge innerhalb kurzer Zeit schossen die Wassermassen von den Feldern in die Ortschaft und setzten sämtliche Straßen in Gastern unter Wasser. Sie waren teilweise unpassierbar. Kurz vor Mitternacht wurden weitere Feuerwehren angefordert. In einem Wohnhaus drang das Wasser ein und flutete die Garage in der ein PKW und 2 Motorräder standen. Die beiden Motorräder konnten ins Freie gebracht werden, der PKW stand rund 50cm unter Wasser. Neben Unterwasserpumpen der Feuerwehr wurde auch ein Traktor mit Güllefaß zum Abpumpen des Wassers eingesetzt. Die Feuerwehren Kleinzwettl und Kautzen unterstützten die Feuerwehr Gastern bei Sicherungsmaßnahmen und beim Auspumpen von insgesamt 11 Keller. Die Landesstraße L8137 - Gastern Richtung Kleinzwettl - musste von 00:15 Uhr bis 3:00 Uhr wegen Überflutung gesperrt werden.

 
Bilder
Hochwasser
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Aus der Gratiszeitung "Bezirksblatt - Waidhofen/Thaya" - Ausgabe 19 vom 8./10. Mai 2013

Kleiner Artikel auf der Titelseite
Hochwasser

Artikel von Seite 9
Hochwasser

 
Aus den NÖN vom 8. Mai 2013

Starkregen: Schäden hoch
Regenfälle | Groß Gerharts war schwer betroffen, die BH stand bis zum zweiten Stock unter Wasser und in Gastern schossen die Wassermassen von den Feldern in den Ort.

Von Hannes Ramharter

BEZIRK WAIDHOFEN | Die starken Regenfälle in der Nacht von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag sorgten bei den Feuerwehren für Hochbetrieb.

Am schwersten betroffen war in der Nacht von Freitag auf Samstag Groß Gerharts in der Gemeinde Thaya. Bis zu 80 Liter pro Quadratmeter hatte es geregnet, der Sarningbach war daraufhin über die Ufer getreten. In Groß Gerharts führte das dazu, dass das Wasser in zehn Häuser eindrang und die Keller unter Wasser setzte. Auch das Feuerwehrhaus war überschwemmt.

Groß Gerharts war schon öfter von Hochwasser betroffen. Der im Dorf wohnende Vizebürgermeister Franz Strohmer könnte
sich vorstellen, dass Veränderungen im Nachbarort Dimling das Wasser beschleunigt haben. Die betroffenen Gemeinden Waidhofen und Thaya sollten sich dort die Situation nochmals ansehen. Tatsache ist auch, dass in Groß Gerharts erst kürzlich kommassiert wurde und daher noch nichts so richtig angewachsen ist, auch das könnte die Regenmassen beschleunigt haben. Seitens der Gemeinde ist seit Längerem der Bau von Regenrückhaltebecken geplant, heuer sollen dafür auch Geldmittel vom Land zur Verfügung stehen und mit dem Bau des ersten Beckens begonnen werden.

Durch die enormen Wassermengen in dieser Nacht kam es auch in der Bezirkshauptmannschaft Waidhofen zu Schäden. Es gibt in dem Flachbau mehrere Wasserrohre, die direkt in den Kanal gehen. Diese haben Geruchsverschlussklappen, eine davon war defekt, dadurch kam es zu einem Wassereintritt bis in den zweiten Stock. Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden, sechs Büros bekommen in die Zwischendecken heiße Luft eingeblasen, auch Ausmalen wird voraussichtlich notwendig sein.

Keine Akten bei dem Vorfall beschädigt

"Der Dienstbetrieb der Bezirkshauptmannschaft war durch diesen Vorfall allerdings in keiner Weise beeinträchtigt, es sind auch keine Akten nass geworden und auch keine Einrichtungsgegenstände beschädigt worden", erzählt Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller im Gespräch mit der NÖN.

Auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag war Groß Gerharts betroffen, wenn auch nicht so stark wie in der Nacht zuvor.

Schwerpunkt in dieser Nacht war der Feuerwehrabschnitt Dobersberg. In Gastern schossen durch die heftigen Regenfälle die Wassermassen von den Feldern in den Ort und setzten die Straßen unter Wasser. In einem Wohnhaus drang das Regenwasser in die Garage, ein Pkw und zwei Motorräder standen rund 50 cm unter Wasser. Neben Unterwasserpumpen wurden auch Güllefässer zum Abtransport des Wassers eingesetzt, insgesamt mussten die Feuerwehren Gastern, Kleinzwettl und Kautzen elf Keller auspumpen, die Landesstraße Richtung Kleinzwettl musste wegen Überflutung gesperrt werden.

Auch in Triglas, Gemeinde Kautzen, gab es Überflutungen. Der Altbach, der in diesem Ort in den Weißenbach mündet, trat über die Ufer und setzte vier Keller unter Wasser, 700 Sandsäcke wurden befüllt und verlegt, die Landesstraße Richtung Kleingerharts musste gesperrt werden. Auch in Weißenbach musste die Feuerwehr Sicherungs- und Reinigungsarbeiten durchführen.