NÖN-Artikel über Zubau - 21. November 2018

Aus den NÖN vom 21. Oktober 2018 (Nr. 47)

Pro Pet investierte über 20 Millionen
Mitarbeiter gesucht |
Tierfutterhersteller benötigt nach Betriebsausbau mindestens 20 neue Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen.

Von Michael Schwab

GASTERN | Es ist die bisher größte Investition in der Firmengeschichte: Über 20 Millionen Euro steckte der Tierfutterhersteller Pro Pet Austria in die Erweiterung seines Firmenstandortes.

Mit insgesamt vier Zubauten auf rund 6.000 m² Fläche wurde Platz für die Zukunft geschaffen: für eine Schneidehalle, eine Verpackungshalle, eine Energiezentrale und die Abwasserreinigung. Die Arbeiten gehen gerade in die Endphase, die Bauten stehen, die Inneneinrichtung ist großteils fertig. "Den größten Teil der neuen Fläche nimmt die Verpackung ein, dazu wurden einige Maschinen in den neuen Teil übersiedelt. 2019 kommen neue Maschinen dazu", erklärt Betriebsleiter Gerald Wais.

Die Schneidehalle, die in Richtung Sportplatz errichtet wurde, nimmt den kompletten Bestand des bestehenden Schneidebereichs auf. Der frei werdende Platz wird zur Installation zusätzlicher neuer Trockenkammern benutzt, die im Umluftbetrieb arbeiten und daher keine Abluft mehr an die Umgebung abgeben. Das wichtigste Herzstück der Betriebserweiterung ist die Energiezentrale, in der Heizung, Druckluft und Kälteerzeugung konzentriert sind. "Dort wird Wärme von den Trockenkammern und der Druckluft- und Kälteerzeugung zurückgewonnen und in einem 130 m³ fassenden Pufferspeicher gespeichert", führt Wais aus. Alte automatische Waschanlagen werden auf niedrigere Wassertemperaturen umgestellt, neue Anlagen nur mehr mit Wärmerückgewinnung angeschafft. Im Frühjahr werden die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Pro Pet mit einer großen Photovoltaikanlage mit 300 kW-Peak ergänzt.

Nach dem Aufstocken der Betriebsfläche braucht die Pro Pet nun auch mindestens 20 neue Mitarbeiter, und zwar in allen Bereichen von der Verpackung über Maschineneinsteller bis zum Systemadministrator. Damit wird Pro Pet, die vor 21 Jahren mit 12 Mitarbeitern begann, erstmals in der Firmengeschichte die 200-Mitarbeiter-Marke überschreiten. Notwendig wurde die Erweiterung durch das steigende Auftragsvolumen bei der Industrieproduktion. "Im Dezember starten wir mit zwei großen Aufträgen unserer größten zwei Industriekunden. Es ist notwendig, Kapazitäten auf Vorrat zu halten, um solche Aufträge annehmen zu können", betont Wais.