Göpel

Göpel
Foto aus dem "Rechenbuch für ein- und zweiklassige Volksschulen" von Eduard Buxbaum und Rudolf Zimmel aus dem Jahr 1931
Da einer der Verfasser (Rudolf Zimmel) aus unserer Gegend abstammte, kann man annehmen, dass diese Aufnahme von dem Göpel in unserer Gegend gemacht wurde.
 
Der Göpel wandelte den geradlinigen Zug der Tiere in eine Drehbewegung um. Ein oder zwei Pferde (auch Ochsen oder Kühe) wurden am Ende der ca. 4 m langen Göpelstange angespannt und beschritten die Kreisbahn je nach Ganggeschwindigkeit rund 2,5 mal pro Minute. Durch ein mehrstufiges Räderwerk (Transmission) wurde diese Drehzahl erhöht, womit sich die mit Kreuzgelenken versehene Antriebswelle mit rund 100 Umdrehungen pro Minute drehte. Die Antriebswelle wurde (unterirdisch) in ein Gebäude geführt, wo sie Arbeitsmaschinen antriebt. Damit wurde u. a. eine Dreschmaschine ("Stiftlmaschine") angetrieben oder auch eine Maschine mit "Luada schneidn (Kack schneidn)".

Göpel waren bei uns auf den größeren Bauernhöfen im Einsatz. Sie wurden durch aufkommende Kraftstoffmotoren bzw. später Elektromotoren abgelöst.