11. Runde: Dobersberg - Gastern 6:3

Aus den NÖN vom 30. Oktober 2013

St. Martin heuer unbesiegbar
1. Klasse Waldviertel |
Der Tabellenführer siegte auch in Kautzen. Dobersberg und Gastern warteten im Derby mit neuen Toren auf.

DOBERSBERG - GASTERN 6:3. "Das hat uns am Ende das Genick gebrochen", kritisierte Gastern-Coach Edgar Eichler den Elfmeterpfiff gleich nach Seitenwechsel, als seine Mannen einen 0:2-Rückstand gerade auf 3:2 gedreht hatten. Dobersberg kam nun wieder auf. Per Doppelschlag gingen die Hausherren mit 5:3 in Front. Die Gäste konnten dem Spiel keine Wende mehr geben und mussten am Ende durch einen weiteren Foulelfmeter noch das Tor zum 6:3-Endstand hinnehmen.

Stimmen & Sprüche
"Wir haben alles probiert. Die vielen Ausfälle haben wir aber am Ende nicht kompensieren können."
Edgar Eichler, Trainer USV Gastern

Tabelle
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Statistik

 
Spielbericht von der Homepage des USV Gastern
USV Dobersberg : USV Gastern
Sonntag, 27.10.2013 in Dobersberg

Wie heißt es so schön: „Wenn du kein Glück hast, kommt Pech auch noch dazu“. Wir hängen diese Aussage mal über den heutigen, sehr ereignisreichen Nachmittag im Lokal-Derby gegen Dobersberg – Details folgen. Die Ausgangslage wird zunehmend prekärer: 3 Punkte aus den letzten 6 Spielen sind einfach zu wenig, um nicht in der Tabelle durchgereicht zu werden. Neben den Verletzungsproblemen einiger Spieler fehlt heute auch noch Marek Veis. Trainer Ed Eichler bringt daher zum ersten Mal von Beginn an Harri Polt.

Zur Einstimmung auf den heutigen Bericht noch ein kleiner Witz:

Nach dem Abpfiff des Fußballspieles geht der Kapitän zum Schiedsrichter und sagt: "Also echt, Herr Schiedsrichter, das war ein tolle Partie heute, schade dass Sie sie nicht gesehen haben."

Bei fast sommerlichen Temperaturen pfeift Schiri Müllauer (dieser Name wird sich noch öfter in diesem Bericht finden) die Partie nach der Umstellung auf die Winterzeit schon um 14:00 Uhr an. Alleine in der ersten Spielhälfte ist schon Dramatik für drei oder vier Spiele verpackt.

Kapitel 1 – Der Fehlstart

Das Spiel hat keine Anlaufphase. Schon in der 6. Spielminute müssen wir den ersten Gegentreffer hinnehmen. Ein Dobersberger Spieler kommt relativ leicht auf der rechten Seite durch, bringt noch einen Haken nach außen an und kann den Ball im kurzen Eck versenken. Dem nicht genug, denn schon 6 Minuten später klingelt es erneut im Gehäuse von Joe Dangl. Wieder ist es ein ärgerlicher Deckungsfehler, denn der Dobersberger Stürmer kann über das halbe Spielfeld auf Joe zulaufen und hat auch keine Probleme, die Kugel in die Maschen zu befördern.

Kapitel 2 – Das Aufbäumen

Die beiden Tore waren klare Fehler in unserem Verteidigungsverhalten und keinesfalls Ergebnis einer Dobersberger Überlegenheit. Nur ein rascher Anschlusstreffer kann die Partie noch offenhalten, und genau das passiert in der 15. Minute. Patrick Weinberger nimmt einen hohen Ball an der Strafraumgrenze volley (mit rechts!) und kann den Ball im Tor unterbringen. Ein sehenswerter Treffer, der unserer Mannschaft einen richtigen Schub verleiht. Der Schock über die ersten beiden Treffer ist verdaut und wir machen jetzt Druck auf den Ausgleichstreffer. Nach 23 Minuten kommt Christoph Stangl halbrechts vom 16er zum Schuss und kann den Ball flach ins lange Eck setzen. Wahnsinn: 2:2 – 4 Tore in den ersten 23 Minuten.

Die Dobersberger, technisch minderbemittelt, können nur mit langen Bällen arbeiten und sind spielerisch klar unterlegen. Dazu kommt, dass das Spiel zusehends schmutziger wird. Die Dobersberger merken, dass auch Fouls von hinten nicht mit gelb geahndet werden und so wird die Atmosphäre zusehends giftiger. In der 37. Minute bekommen wir dann doch einmal einen Freistoß aus knapp 22 Metern zugesprochen – ein Fall für Luki Michal. Luki zirkelt den Ball geschickt über die Mauer in die kurze Ecke – der Führungstreffer zum 3:2 – Wahnsinn!!!! Die Partie ist gedreht, wäre da nicht der Schiedsrichter ……

Kapitel 3 – Der Eklat

Wir haben das Spiel klar in der Hand. Die Gastgeber kommen nur gefährlich vor unser Tor, wenn sie die Bälle mit ihrem Hau-Ruck-Fußball nach vorne schnalzen. So auch in der 42. Minute. Die Nummer 7 der Dobersberger nimmt sich zuerst den Ball mit der Hand mit und lässt sich danach auch noch fallen. Jeder im Publikum rechnet mit dem Handspiel und Freistoß für uns und was bitte macht der Schiri? Er gibt tatsächlich Elfmeter. Sogar die Dobersberger Fans können das nicht glauben und es ist ehrlich gesagt einer der seltenen Momente auf der Tribüne, wenn sich sogar die Fans der bevorteilten Mannschaft für eine derartige Entscheidung des Schiedsrichters fremdschämen. Der Elfer sitzt und somit hat der Schiedsrichter der Partie seine ganz persönliche Note verliehen. Pausenstand: 3:3.

Kapitel 4 – Der Anfang vom Ende

Diesen Schock kann unsere Mannschaft schwer verdauen. Du bis nach kurzer Zeit 2:0 hinten, drehst die Partie auf ein 3:2 und dann macht eine Fehlentscheidung dieses Stück Arbeit zunichte. Aber wir sparen nicht mit Selbstkritik, denn auch in der 2. Hälfte passieren uns schwere Schnitzer in den Verteidigungsreihen. Das schlimme ist, dass Dobersberg in keiner Sekunde des Spieles die Partie kontrolliert, aber für uns hat es neben wiederholten Fehlern des Schiedsrichters auch gereicht, die Verteidigung mit langen Bällen aufzumachen. In der 60. Und 62. Minute erhöhen die Dobersberger mit einem Doppelschlag auf 5:3 – wohlgemerkt: das waren absolut reguläre Tore, die wir uns selbst zuzuschreiben haben. Zu löchrig, zu weit weg vom Mann – das geht einfach nicht!

Kapitel 5 – Das unrühmliche Ende

Die Partie neigt zum Eskalieren. Auch auf der Tribüne ist die Stimmung aufgeheizt. Ein Tipp an die Dobersberger Verantwortlichen: Bei anderen Vereinen bekommt jemand, der Schimpftiraden über 90 Minuten aus der untersten Lade gegen gegnerische Spieler und dem Anhang loslässt, Platzverbot! Es wäre kein Wunder, wenn dadurch mal die Fäuste fliegen. Zurück zum Spiel: Die Tatsache, dass Schiri Müllauer die Partie absolut nicht im Griff hat, überträgt sich auch auf die Spieler. Die schmutzigsten Einlagen liefert eindeutig die Nr. 7 der Gastgeber, ein Legionär aus dem Nachbarland. Er macht fiese Fouls am Fließband (auch ohne Ball) – wir erinnern uns: Den Elfmeter hat er ja auch geschunden. Der Schiri lässt alles durchgehen, schlussendlich sehen sogar die Gastgeber ein, dass dieser Amoklauf ein Ende haben muss und nehmen ihn aus dem Spiel.

Nein, lieber Leser, es ist noch nicht genug, denn der Schiedsrichter krönt seine Leistung mit einem neuerlichen Elfmeterpfiff in der 91. Minute. Zugegeben, dieser Elfmeter hat das Spiel nicht mehr entschieden, aber alle, wirklich ALLE Zuseher haben sich gefragt: Was hat der Schiri da gesehen? Die Schwalbe war ja nicht einmal gut. Hier kann es nur eine Entscheidung geben: Gelb für den Dobersberger. Der Elfer wird verwertet und Dobersberg gewinnt die Partie 6:3. Der Dobersberger Anhang hat sich aber dankenswerterweise bei uns noch für die Elfmetergeschenke entschuldigt.

Es ist einfach unglaublich, wie eine derartige, geschlossene Fehlleistung über 90 Minuten möglich ist. Nein, wir geben nicht jedes Mal dem Schiri die Schuld, wenn wir verlieren. Fehlentscheidungen kommen in den höchsten Spielklassen vor, doch es geht um eine Frage: Was bitte hat der Schiri gesehen, was geschätzte 250 andere Anwesende am Sportplatz nicht gesehen haben? Es ist wichtig, dass Entscheidungen dann (und nur dann) getroffen werden können, wenn sie auch wahrgenommen wurden – und das kann heute einfach nicht der Fall gewesen sein. Es darf nicht sein, dass es für einen Elfmeter reicht, wenn sich jemand auf den Boden wirft und laut schreit.

Wir müssen diese traurige Episode so rasch wie möglich verarbeiten, besser noch: vergessen. Die nächsten beiden Spiele werden sicher nicht einfach – hoffentlich geht sich der ein oder andere Punkt noch aus. In den Wintermonaten gilt es dann die Kräfte zu bündeln und an einem schlagkräftigen Kader für das Frühjahr zu basteln, denn derzeit können wir die Ausfälle einfach nicht kompensieren.

Trotzdem: Kopf hoch, Blick nach Vorne und voller Einsatz für die letzten beiden Spiele der Herbstsaison!

 
Dobersberg - Gastern
91. Minute Elfmeter für Dobersberg! Martin Kohout trifft zum 6:3. Gespielt sind 91 Minuten Martin Kohout
89. Minute 3. Spielerwechsel bei Dobersberg Aus dem Spiel: Günther Handl, neu im Spiel: Manuel Stiedl Günther Handl , Manuel Stiedl
78. Minute 2. Spielerwechsel bei Dobersberg Aus dem Spiel: Jiri Kubik, neu im Spiel: Manuel Meller Jiri Kubik, Manuel Meller
75. Minute Gelbe Karte für Jiri Kubik (Dobersberg, Foul). Jiri Kubik
72. Minute Gelbe Karte für Andreas Zieser (Dobersberg, Unsportl.). Andreas Zieser
70. Minute Gelbe Karte für Gerhard Kraus (Gastern, Foul). Gerhard Kraus
65. Minute 1. Spielerwechsel bei Dobersberg Aus dem Spiel: Daniel Hiermann, neu im Spiel: David Brunner Daniel Hiermann , David Brunner
62. Minute 1. Spielerwechsel bei Gastern Aus dem Spiel: Harald Polt, neu im Spiel: Daniel Weinberger Harald Polt , Daniel Weinberger
62. Minute Tor für Dobersberg durch Jiri Kubik. Neuer Zwischenstand: 5:3 Jiri Kubik
60. Minute Tor für Dobersberg durch Marco Hladky. Neuer Zwischenstand: 4:3 Marco Hladky
42. Minute Martin Kohout (Dobersberg) trifft in Minute 42 per Elfmeter! Neuer Zwischenstand: 3:3 Martin Kohout
40. Minute Gelbe Karte für Dominic Kühhas (Dobersberg, Foul). Dominic Kühhas
37. Minute Freistoß-Tor für Gastern durch Lukas Michal. Neuer Zwischenstand nach 37 gespielten Minuten: 2:3 Lukas Michal
23. Minute Tor für Gastern! Christoph Stangl trifft zum 2:2 (23.). Christoph Stangl
15. Minute Tor für Gastern durch Patrick Weinberger. Neuer Zwischenstand: 2:1 Patrick Weinberger
12. Minute Tor! Marco Hladky trifft für Dobersberg in Minute 12 zum 2:0. Marco Hladky
6. Minute Tor! Daniel Hiermann trifft für Dobersberg in Minute 6 zum 1:0. Daniel Hiermann
Dobersberg - Gastern
90. Minute Thomas Zemann (Dobersberg) trifft in Minute 90 per Elfmeter! Neuer Zwischenstand: 1:1 Thomas Zemann
88. Minute Gelbe Karte für Jürgen Sedetka (Gastern, Foul). Jürgen Sedetka
81. Minute 2. Spielerwechsel bei Gastern Aus dem Spiel: Roland Süsz, neu im Spiel: Florian Grillitschka Roland Süsz , Florian Grillitschka
80. Minute Tor! Markus Deutschmann trifft für Gastern in Minute 80 zum 0:1. Markus Deutschmann
78. Minute 3. Spielerwechsel bei Dobersberg Aus dem Spiel: Dominik Meller, neu im Spiel: Robert Mauritz Dominik Meller, Robert Mauritz
76. Minute 2. Spielerwechsel bei Dobersberg Aus dem Spiel: Manuel Meller, neu im Spiel: Richard Hanisch Manuel Meller, Richard Hanisch
75. Minute Gelbe Karte für Christoph Fraissl (Gastern, Foul). Christoph Fraissl
66. Minute Gelbe Karte für Philipp Altmann (Gastern, Foul). Philipp Altmann
55. Minute 1. Spielerwechsel bei Gastern Aus dem Spiel: Ing. Edgar Eichler, neu im Spiel: Martin Kainz Ing. Edgar Eichler , Martin Kainz
52. Minute Gelbe Karte für Martin Brunner (Dobersberg, Foul). Martin Brunner
45. Minute 1. Spielerwechsel bei Dobersberg Aus dem Spiel: David Brunner, neu im Spiel: Christoph Deimel David Brunner, Christoph Deimel