8. Runde: Waldhausen - Gastern 6:1

Aus den NÖN vom 26. September 2007

1. Klasse Waldviertel / Drei Ausschlüsse bei 1:6-Niederlage des Aufsteigers. Eibenstein forderte Dobersberg
Kartenspiele bei Gasterner Debakel

WALDHAUSEN - GASTERN 6: 1. "Drei Ausschlüsse für uns in einem Spiel - so etwas habe ich noch nie erlebt. Der Schiedsrichter war mit den Karten überschnell zur Stelle", ärgerte sich Gasterns Roland Datler nach der Pleite in Waldhausen.

Der Aufsteiger hätte bereits nach einer halben Stunde durch Riesenchancen von Jiri Matousek und Patrick Böhm in Führung gehen können, scheiterte aber im Abschluss. Nach dem Ausschluss von Bernhard Marischka kamen Zuordnungsprobleme in die Hintermannschaft der Gäste, die von Waldhausen eiskalt ausgenutzt wurden.

Nach zwei weiteren Ausschlüssen auf Seiten der Gäste durch Schiedsrichter Kraushofer war die Partie entschieden: 20 Minuten vor Schluss stand es bereits 0:6! Für den Ehrentreffer der Deimel-Elf sollte Jiri Matousek sorgen.

Schwierig wird es für Gastern nun in der nächsten Runde, eine schlagkräftige Mannschaft zu formen: Zu den verletzten Spielern kommen auch noch drei gesperrte.

Tabelle
Statistik
 
Von der Homepage des USV Gastern
1 : 6 in Waldhausen, drei Ausschlüsse beim USV Gastern – was war da los?

Nach starken ersten 40 Minuten, kam es im Spiel in Waldhausen zu einigen Schlüsselszenen, die den Fortgang des Spiels eindeutig beeinflussten. Trotz der verletzungsbedingten Vorgabe von sechs Spielern des Kampfmannschaftskaders (Bernhard Immervoll, Wolfgang Palmeshofer, Andreas Riedmann, Reinhard Simon, Markus Datler und Christian Futterknecht) konnte man den Heimischen in der ersten Halbzeit mehr als Parole bieten. Auch die Reservemannschaft musste sich nach schneller Führung dann doch noch geschlagen geben.

Trotz einiger Umstellungen gelang es Spielertrainer Leopold Deimel eine Mischung zu finden, die es dem SV Waldhausen in der ersten Halbzeit nicht leicht machte, gerade im Gegenteil, hätten Jiri Matousek in der 28. und Patrick Böhm in der 34. Minute ihre Riesenchancen genützt, wer weiß …? Aber diese Frage hätte man sich an diesem Tage einige male stellen können – wer weiß, wenn … ? Aber was nützt es, so ist eben der Fußball – ein sch… Sport!?!

Schlüsselszene 1: Markus Meier verletzte sich in der 36. Minute nach einem Pressball am Fuß. Er konnte nicht so verarztet werden, dass er weiterspielen konnte. Während man verzweifelt versuchte ihn wieder fit zu bekommen, gelang es seinem tschechischen Gegenspieler, den er bis dahin kaum zu Zug kommen ließ, sich im Strafraum durchzusetzen und zu seinem Landsmann aufzuspielen, der das Spielgerät per Kopf zum 1 : 0 für Waldhausen in der 41. Spielminute versenkte. Hätte der Linienrichter vielleicht ganz genau aufgepasst wäre vielleicht eine Abseitsstellung zu erkennen gewesen. An der Reaktion des Schiedsrichters war eindeutig zu erkennen, dass er auf eine Abseitsanzeige des Linienrichters wartete. Nach diesem Tor kam dann endgültig Stefan Piringer für Markus Meier ins Spiel.

Schlüsselszene 2: Gleich nach der Pause muss Bernhard Marischka in der eigenen Abwehr etwas energischer attackieren, was dem Schiedsrichter nicht gefiel und er dafür die gelbe Karte aus dem Hut zog. Leider hatte er schon in Halbzeit eins nach 30 Minuten festgestellt, dass in diesem Spiel die Karten fehlten und Bernhard Marischka nach einem Dutzendfoul die erste gelbe Karte gezeigt. Schiedsrichter Ing. Kraushofer wollte an diesem Tag keinen Fehler begehen, er stand unter Beobachtung, und war sehr schnell beim Zeigen seiner diversen Karten. Leider wurde das von unserer Mannschaft nicht wirklich registriert und so kam es wie wir dann später noch erfahren werden … . Jedenfalls hatte dieser Ausschluss zu Folge, dass man in der Abwehr des USV Gastern, die bis zu diesem Zeitpunkt sicher agierte, total die Zuordnung verlor und prompt das 0 : 2 in der 49. Minute kassierte.

Was jetzt passierte war leider ein Phänomen, welches man beim USV Gastern öfter beobachten kann. Über die nächsten zwanzig Minuten legt man besser den Mantel des Schweigens. Man kassierte in den Minuten 57., 60., 67. und 70. die Tore zum Zwischenstand von 0 : 6! In dieser Phase spielten die Gastgeber unsere Mannschaft mehr als an die Wand!

Als man schon noch schlimmeres befürchten musste, stellte Jiri Matousek nach einem kurz abgespielten Freistoß in der 74. Minute auf 1 : 6. Zu diesem Zeitpunkt war nur noch acht Feldspieler beim USV Gastern am Platz. Mathias Seiler sah in der 72. Minute die rote Karte, ohne vorher auch nur durch ein Foulspiel aufgefallen zu sein. Zugegeben, die Attacke von Mathias Seiler sah nicht zimperlich aus. Gewesen ist es jedoch ein Pressball, bei dem Mathias Seiler weder von hinten oder von der Seite, sondern von vorne in den Zweikampf ging. Den Rest erledigte dann der Spieler von Waldhausen, der sich theatralisch fallen lies, um dann anschließend frohen Mutes wieder weiter zu machen. Wie schon erwähnt, der überkorrekte Schiedsrichter zeigte auch hier kein Fingerspitzengefühl …

Zu allem Überfluss nahm sich dann auch noch Markus Deutschmann in der 84. Spielminute mit seiner zweiten gelben Karte aus dem Spiel. Es passte einfach zu diesem Spiel!

Fazit:
Einige Schlüsselszenen, katastrophale zwanzig Minuten und drei rote Karten beim USV Gastern führten zu einer sicherlich vermeidbaren, wenn auch hohen Niederlage. Bitte nicht falsch verstehen, der USV Gastern sucht die Schuld für die Niederlage nicht beim Schiedsrichter. Herr Ing. Kraushofer ist sicherlich zu höherem befähigt ist, da er dieses Spiel ansonsten souverän leitete. Eines sei hierbei aber schon erwähnt, der USV Gastern ist Seriensieger im Fairnessbewerb und hatte in der Vorsaison eine gelb/rote Karte und die nicht wegen Foulspiel. An eine rote Karte wegen Foulspiel kann man sich gar nicht mehr erinnern (zu dieser Zeit war wahrscheinlich sogar noch der Sektionsleiter aktiv …)! Man hat sich bei den Gegnern und den Schiedsrichtern den Ruf einer fairen Mannschaft erarbeitet und wird diesen auch in Zukunft verteidigen. Vielleicht bekommt man auch noch einmal die Gelegenheit es Herrn Ing. Kraushofer zeigen zu können, dass er in diesem Spiel etwas zu überzogen reagierte.

Halt – eine Frage stellt sich noch: „Wer soll den nächste Woche spielen?“ Eine Menge verletzte Spieler, drei gesperrte Spieler – die Aufgabe der sportlichen Führung wird es diese Woche sein, elf Spieler zu finden die nicht verletzt oder gesperrt sind! Aus heutiger Sicht ein sehr schwieriges, wenn nicht sogar unmögliches Unterfangen!

Statistik:

Kampfmannschaft - Aufstellung:

Christian Moldaschl, Leopold Deimel (65. gelb), Christian Dangl, Bernhard Marischka (30. gelb, 47. gelb/rot), Markus Maier (41. Stefan Piringer), Patrick Böhm, Markus Deutschmann (55. gelb, 84. gelb/rot), Mathias Seiler (72. rot), Petr Mlcuch (65. gelb), Florian Marischka (80. Otto Bartl), Jiri Matousek (88. Stefan Koller)

0 : 1 (41.)
0 : 2 (49.)
0 : 3 (57.)
0 : 4 (60.)
0 : 5 (67.)
0 : 6 (70.)
1 : 6 (74. Jiri Matousek)

Reservemannschaft - Aufstellung:

Otto Bartl, Michael Kilian, Martin Kainz I, Jürgen Immervoll (14. Thomas Dangl), Franz Graussam, Wolfgang Widhalm, Thomas Deimel, Roland Datler (70. Stefan Dangl), Stefan Koller, Stefan Dangl (46. Karl Gruber), Jürgen Sedetka

Die vielen Ausfälle in der Kampfmannschaft und einige Verhinderungen bei Spielern der Reservemannschaft (insgesamt fehlten an diesem Tag zwölf Spieler!!!!) führte zu einem vermehrten Aufgebot an „Senioren“ – sieben Spieler an diesem Tag bewegten (oder bewegten sich nicht!) in diesem Alter. Eine schnelle Führung konnte nicht gehalten werden und so verlor man gegen eine läuferisch überlegene Heimmannschaft klar. Auch hier stellt sich die Frage: „Wer wird da nächste Woche spielen?“

1 : 0 (8. Roland Datler)
1 : 1 (16.)
1 : 2 (30.)
1 : 3 (32.)
1 : 4 (65.)