8. Runde: Brand - Gastern

Aus den NÖN vom 6.10.2004

Brand setzte sich gegen Gastern durch und ist nun erster Verfolger der beiden Spitzenreiter, Kautzen holte Remis.
Gastern verlor Spiel um Rang drei

Brand - Gastern 6 : 2 (1 : 2)

BRAND - GASTERN 6:2. Die Gäste gingen bereits in Minute zwei nach einem Corner durch Ernst Steiner in Führung. In einem hart umkämpften Spiel gelang den Brandern aus einem strittigen Foulelfmeter durch Roman Poborsky der Ausgleich, ehe Jiri Matousek Gastern wieder in Front brachte. Die Auswärtigen haderten in Hälfte eins mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, in den zweiten 45 Minuten machten sie sich aber selbst das Leben schwer.

Brand drehte das Match bereits in den ersten Minute nach Wiederanpfiff um, Patrick Denk und Mario Hahn waren nach Eckbällen erfolgreich. Milan Masek stellte per Kopf auf 4:2, ehe Poborsky nach schönen Kombinationen noch zwei weitere Male traf.

Zum Spiel in Brand

"Schiedsrichter Edinger traf in der ersten Hälfte Entscheidungen, die nicht nachvollziehbar waren. In der 12. Minute zeigte er bei einer offensichtlichen Schwalbe eines Brander Stürmers auf den Elferpunk. In Minute 23 gab er bei einer Brutalo-Attacke von Masek gegen Ernst Steiner ohne Ball nur Gelb. Steiner schied danach mit Bänderriss im Knöchel aus. In der 40. Minute gab Edinger bei einem Zusammenstoß des Brander Tormannes mit einem Verteidiger bei einer großen Torchance von Gastern, Schiedsrichterball. Dabei war keine Verletzungsgefahr der Spieler gegeben. Es hätte zur Pause 3:0 für Gastern stehen müssen, und Spieler Masek hätte bereits unter der Dusche sein müssen. Was Schiri Edinger in der ersten Halbzeit noch nicht erledigt hätte, taten wir dann selbst in Halbzeit zwei. Eine sehr enttäuschende Leistung. Zu erwähnen wäre noch, dass Schiri Edinger unserem Christoph Fraissl noch Gelb-Rot zeigte und einige Brander Spieler weiterhin verschonte! Ich hoffe, dass Edinger irgendwann soweit ist, diese Sachen gegenüber uns aufzuklären"
Roland Datler, Sektionsleiter Gastern

"Der Elfmeter war korrekt, es war eine klare Attacke gegen den Mann, ich bin ganz nah daneben gestanden. Bei dem Foul von Masek war die gelbe Karte ausreichend. Ich bin verpflichtet auf die Gesundheit der Spieler zu achten, deswegen musste ich das Spiel bei dem Zusammenstoß unterbrechen."
Referee Erich Edinger

"Der Schiri war aus unserer Sicht ausgezeichnet Solche Fouls wie von Masek kommen vor. Es war keine Absicht, aber eventuell eine strittige Situation."
Andreas Führer, Sektionsleiter Brand

Brand - Gastern
 
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Spielbericht vom USV Gastern (Homepage)

Nach katastrophaler 2. Halbzeit - ein Debakel in Brand

Hielt in der ersten Halbzeit Schiedsrichter Edinger die Heimmannschaft Brand noch im Spiel so führte man in der zweiten Halbzeit eine Selbsthinrichtung, wie sie schon sehr lange nicht mehr passiert ist, durch.

Das Spiel begann für den USV Gastern sehr gut. Ernst Steiner bekommt den Ball nach einem Eckball an der Strafraumgrenze serviert, legt ihn sich auf den linken Fuß und schießt flach ins rechte Eck, unhaltbar für den Tormann ein - ein traumhafter Start. Doch bereits in der 12. Minute zeigt Schiedsrichter Edinger erstmals seine Tendenz - er zeigt auf den Elfmeterpunkt! Was war passiert? Der Stürmer der Heimmannschaft lies sich im Strafraum fallen, als sich Andreas Riedmann näherte - 1 : 1. Das Spiel blieb nun offen bis zur 21. Minute, als Jiri Matousek nach einem Konter, den Ball trocken von der Strafraumgrenze neben der rechten Stange einnetzte. Dann die 23. Minute. Ernst Steiner, bis zu diesem Zeitpunkt der Motor im Spiel unserer Mannschaft, spielt den Ball in die Spitze und wird, als der Ball sich bereits 20 Meter von ihm entfernt befindet von Milan Masek brutalst gegen den Knöchel getreten. Jetzt kommt's - Schiedsrichter Edinger pfeift, gibt Freistoß und alles wartet auf die rote Karte - nein die nächste schwere Fehlentscheidung - es gibt nur Gelb für Milan Masek, der sich wie schon in der letzten Begegnungen gegen Brand als äußerst unsportlicher Spieler präsentierte. Schiedsrichter Edinger lies sich auch in weiterer Folge nicht vom Spieler Masek dazu bewegen ihn auszuschließen. Masek durfte ungestraft den Schiedsrichter kritisieren. Spätestens jetzt war zu erkennen, dass der Schiedsrichter starke Heimtendenz aufwies. Hatte er nur Angst vor den Zusehern, Funktionären, Spielern oder war da vielleicht mehr dran? Wir werden es nicht mehr erfahren! Roland Datler kam für den sofort ins Krankenhaus transportierten Ernst Steiner. Dort wurde ein Bänderriss im Knöchel festgestellt. Ernst Steiner steht uns also nach dem brutalen Foul von Milan Masek bis zur Winterpause, vielleicht auch länger, nicht mehr zur Verfügung! Bis zur Pause kontrollierten wir das Spiel. Halt, da war ja noch so eine Szene. Knapp vor der Pause stießen im Strafraum der Heimmannschaft der Tormann und ein Verteidiger zusammen, der Ball kam zu Stefan Dangl, der hatte die Möglichkeit ihn im Tor unterzubringen, doch was tut der Schiedsrichter - er pfeift! Auf die Frage, warum er gepfiffen habe, es war ja kein Foul, meinte er lapidarisch - "Des hob i eh gsehn!" - und gibt Schiedsrichterball. So stand es zur Pause 2 : 1 für den USV Gastern. Es hätte 3 : 0 stehen müssen und der Spieler Masek von Brand hätte die rote Karte sehen müssen - wäre da nicht Schiedsrichter Edinger gewesen.

2. Halbzeit: Was Schiedsrichter Edinger in der ersten Halbzeit begonnen hatte, setzten wir nun selbst fort. Die zweite Halbzeit glich einer Selbsthinrichtung 1. Klasse. Gewann man in der ersten Halbzeit noch Zweikämpfe, verrichtete Laufarbeit, kam zu vielen Torchancen - in der zweiten Hälfte war hier nichts mehr zu sehen. Durch viele Stellungsfehler, Zweikampfschwächen kassierte man bereits im der 49. Minute den Ausgleich, in der 52. Minute geriet man erstmals in Rückstand und dann ging es Schlag auf Schlag. 64., 73., 80. Minute - das Debakel war fertig. Ein Stellungsfehler, ein Abwehrfehler, eines ergab das andere und die schlimmste Halbzeit seit Monaten nahm seinen Lauf. Zu allem Überfluss bekam Christoph Fraissl in der 74. Minute noch die gelb-rote Karte nach einem Foul an - wen wohl - Milan Masek - der gar nicht mehr am Platz hätte stehen dürfen. Ein Ergebnis der Kartenvergabe von Schiedsrichter Edinger. Er hatte in der ersten Halbzeit bei seinen gelben Karten nicht zu unterscheiden gewusst, was ein Dutzendfoul und ein brutales Foul ist. So kassierte Christoph Fraissl in Halbzeit eins eine gelbe Karte für ein solches Dutzendfoul und wurde dann für ein gelb-würdiges Foul ausgeschlossen. Eine Farce, wenn man bedenkt, wie viele Spieler auf der Seite der Heimmannschaft, bei einer solchen Regelauslegung ebenfalls ausgeschlossen werden hätten müssen.

Interessant wäre dieses Spiel in der zweiten Halbzeit nur mehr geworden, wenn wir in der Lage gewesen wären, an die Leistung der ersten Halbzeit anzuknüpfen, aber wer weis, was Schiedsrichter Edinger dann eingefallen wäre.

Zusammenfassung:

1 : 0 2. Ernst Steiner
1 : 1 12. Elfmeter
2 : 1 21. Jiri Matousek
2 : 2 49.
2 : 3 52.
2 : 4 64.
2 : 5 73.
2 : 6 80.

Aufstellung:

Tor: Christian Moldaschl
Abwehr: Franz Graussam, Martin Kainz, Alexander Pfandler, Andreas Riedmann
Mittelfeld: Christoph Fraissl, Ernst Steiner (23. Roland Datler), Gustav Cabuk, Bernhard Immervoll
Sturm: Jiri Matousek, Stefan Dangl

Reserve:
0 : 3 (0 : 0)

Tore: -

Korrektur: Es war das Foul an Simaczek, nicht an Masek - Kommentar zum obigem Spielbericht.