5. Runde: Gastern - Karlstein

Aus den NÖN vom 15.09.2004

Gastern - Karlstein 1 : 4 (1 : 1)

GASTERN - KARLSTEIN 1:4. Bereits nach vier Minuten die kalte Dusche für Karlstein: Goalie Milos Beznoska rutschte bei einem Freistoß weg, der Ball fiel vor die Füße von Jiri Matousek, welcher auf 1:0 für Gastern stellte. Nach einer Viertelstunde der Ausgleich: Michael Scheibenpflug schoss einen Freistoß scharf aufs Tor, Thomas Strondl verwertete den Abstauber. Danach war Karlstein besser, es blieb aber beim 1:1.

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff vergaben Michael Bader und Markus Höbinger I zwei gute Weitschüsse. Kurz darauf musste Gastern-Schlussmann Christian Moldaschl vom Feld, er berührte den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand, Torraub, den Freistoß setzte Martin Potesil an die Stange. Danach stand das Spiel auf Messers Schneide, Scheibenpflug traf nur die Latte, während auf der anderen Seite Chramosta einen Cabuk-Schuss auf der Linie abwehrte und Beznoska gegen Matousek rettete. In Minute 75 das 2:1 für Karlstein, Strondl köpfelte nach Hlavacek-Flanke ein. In den letzten Minuten baute Karlstein durch zwei Treffer des zur Pause eingewechselten Harald Hayduck das Ergebnis noch aus.

Rubrik "Aufgegaberlt"
USV GASTERN. Jürgen Pieringer feierte gegen Karlstein sein unerwartetes Meisterschaftsdebüt. Nachdem Christian Moldaschl den roten Karton gesehen hatte, kam Pieringer nach 53 Minuten aufs Feld und zeigte eine sehr gute Leistung. Obwohl er noch drei Gegentore
hinnehmen musste, traf den 17-jährigen an keinem Tor die Schuld.

 
Tabelle
 
Statistik
 
Spielbericht vom USV Gastern (Homepage)

Karlstein nahm drei Punkte mit

Das Heimspiel am 12. September gegen Karlstein hatte einiges zu bieten, jedoch wieder keinen Sieg gegen einen Tabellenführer. 1 : 4 stand es am Ende, ein Ergebnis zum Haareraufen, denn Torchancen zum Sieg waren da. Elmar Reininger übernahm die Patronanz.

Um den Absturz ins Mittelfeld zu verhindern, mussten unbedingt drei Punkte gegen Karlstein her. Dementsprechend groß war die Motivation der Gasterner vor dem Spiel aber auch weil der letzte Sieg gegen Karlstein schon lange her ist. Verletzungsbedingt fehlte Ernst Steiner, wieder dabei waren Christian Dangl und Alexander Pfandler, der aber nicht von Beginn weg spielte.

Den ersten Höhepunkt im Spiel gab es bereits in der 5. Minute. Der Karlsteiner Tormann trat einen Freistoß außerhalb des 16ers direkt auf Jiri Matousek. Dieser stoppte sich den Ball mit der Brust, legte ihn sich einmal vor und traf ins leere Tor zum 1 : 0. Danach übernahmen die Gäste aus Karlstein das Kommando im Mittelfeld und wurden vor allem durch Weitschüsse und Freistöße gefährlich. Genau so ein Freistoß war es dann, den Goalie Christian Moldaschl abprallen lies und ein Karlsteiner Stürmer staubte zum 1 : 1 ab (16. Minute). Danach neutralisierten sich die beiden Kontrahenten. Karlstein hatte zwar mehr vom Spiel, die Gasterner Abwehr stand jedoch gut. Gegen Mitte der Halbzeit erzielte Christoph Fraissl, der seinen Gegenspieler komplett kalt stellt, beinahe ein Eigentor. Der Ball ging von seiner Ferse aus kurzer Distanz knapp neben die Stange. Bis zur Pause kam es aber dann zu keinen nennenswerten Chancen mehr auf beiden Seiten.

Gleich nach der Pause zeichnete sich Goalie Moldaschl zweimal aus. Zwei gefährliche Weitschüsse konnte er gerade noch über die Latte lenken. In der 52. Minute begann dann die Misere des Spiels aus Sicht der Gasterner interessanterweise im Strafraum der Karlsteiner. Nach einem Fehler der Gästeabwehr fand man sich plötzlich in einer 3 zu 2 Überzahl wieder. Der versuchte Querpass auf den alleinstehenden Bernhard Immervoll landete jedoch direkt beim einzigen Karlsteiner Verteidiger und dieser leitete gleich den Konter ein, der mit einer roten Karte für Christian Moldaschl endete. Er wehrte einen Heber von Hayduck an der Strafraumgrenze mit den Händen ab. Ob er wirklich außerhalb des Strafraums war, hat wohl nur der Schiedsrichter genau gesehen. Unnötig waren die Stänkerein von Karlsteins Thomas Strondl, der mit der Situation eigentlich gar nichts zu tun hatte, nachdem Christian Moldaschl bereits die rote Karte gesehen hatte und schon am Weg zur Kabine war. Markus Deutschmann musste im Anschluss aus dem Spiel, für ihn kam Jürgen Pieringer zu seinem ersten Meisterschaftseinsatz in der Kampfmannschaft. Seine erste Aktion war gleich eine hervorragende. Er fischte den folgenden Karlsteiner Freistoß aus dem Kreuzeck. Gastern war jetzt mit zehn Mann im Konter gefährlicher als vorher mit elf. Jiri Matousek und Gustav Cabuk spielten zweimal hintereinander vier Karlsteiner schwindelig. Das erste Mal scheiterte Cabuk an einem Feldspieler, der auf der Linie mit dem Kopf abwehrte und das zweitemal Jiri Matousek am Schlussmann der Gäste. Die Tore, die man nicht schießt, bekommt man. So konnte der Karlsteiner Spielmacher, nachdem Markus Moldaschl zu spät kam, in der 75. Minute nahezu ungehindert flanken. Die Flanke fand ihren Abnehmer zum 1 : 2. Die Moral war jetzt gebrochen und als Draufgabe fielen in der 87. und 89. Minute noch das 1 : 3 und 1 : 4 durch Hayduck.

Dass es gegen die gut bezahlte Truppe aus Karlstein nicht leicht werden würde, wusste man. Umso mehr könnte man sich in den Hintern beißen, wenn man weiß, dass es auch anders ausgehen hätte können. Man wird sehen, wie sich diese Karlsteiner Mannschaft gegen Langschwarza, Eibenstein und Thaya verkauft. Spielerisch beeindruckten die Gäste jedenfalls nicht.

Positiv waren die fehlerfreien 40 Minuten von Jürgen Pieringer und der kämpferische Einsatz mit zehn Mann. Leider kann man sich dafür nichts kaufen. Gegen so einen „großen“ Gegner muss man die wenigen Chancen eiskalt nutzen. Christian Moldaschl, der jetzt beinahe knapp drei Jahre keine einzige Minute in der Meisterschaft versäumte, wird kommendes Wochenende gegen Eibenstein wohl zusehen müssen.

Zusammenfassung:
1 : 0 (5., Matousek)
1 : 1 (16.)
1 : 2 (75.)
1 : 3 (87.)
1 : 4 (89.)

Gelbe Karten: 3
Rote Karten: 1 (Christian Moldaschl, Torraub)

Tor: Christian Moldaschl
Verteidigung: Franz Graussam, Christoph Fraissl, Andreas Riedmann, Martin Kainz
Mittelfeld: Bernhard Immervoll (Alexander Pfandler, 56.), Markus Moldaschl, Gustav Cabuk, Christian Dangl (Stefan Dangl, 83)
Sturm: Markus Deutschmann (Jürgen Pieringer, 52.), Jiri Matousek

Reserve: 0 : 3