21. Runde: Karlstein - Gastern

Aus den NÖN vom 14.6.2006

2. KL. WALDVIERTEL NORD / Durch 3:2-Sieg von Gastern beim letzten Titelkonkurrenten von Eibenstein ist der Meister ein Runde vor Schluss gekürt.

Gastern entschied den Meisterkampf

Karlstein - Gastern 2 : 3 (1 : 0)

KARLSTEIN - GASTERN 2:3. "Es ist bedauerlich, dass eine Vorentscheidung im Meisterkampf durch krasse Schiedsrichter-Fehlentscheidungen beeinflusst werden", so Walter Hausberger zum Spiel.

Die Gastgeber waren von Beginn an überlegen, kamen zu einer Vielzahl an Chancen:
Harald Hayduck traf bereits in der Anfangsphase, der Unparteiische Vit gab das Tor jedoch nicht. "Keine Ahnung, was er da gesehen hat, ein klar reguläres Tor", so Hausberger weiter.

Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht unterkriegen, drückten weiter und dominierten die Partie. Dennoch, mit dem ersten und einzigen Angriff der Gasterner in Spielhälfte eins stellte Stefan Dangl auf 1:0. Karlstein blieb feldüberlegen, nach einer halben Stunde scorte Martin Potesil nach Chramosta-Pass auf 1:1.

In Hälfte zwei ein ähnliches Bild, Karlstein drückte, vernachlässigte nun aber immer mehr die eigene Defensive. So kam es, wie es kommen musste: Jiri Matousek schloss einen Konter mustergültig zur erneuten Gastern-Führung ab. Die Heimischen kämpften aber weiter, und in Minute 85 köpfelte Hlavacek zum erneuten Ausgleich.

Die Schlussphase wurde noch einmal heiß, in Minute 89 war es wieder Matousek, der die gesamte Abwehr überlief und den 3:2-Endstand herstellte. Für Hausberger ein Tor mit bitterem Beigeschmack: "Ein Gasterner hatte den Ball zuvor am 5er mit der Hand abgewehrt, dies nach dem Spiel sogar selbst zugegeben, der Referee pfiff aber nicht. im Gegenzug fiel das 2:3."

Rubrik "STIMMEN & SPRÜCHE"
"Mit aufopferndem Kampf und viel Glück konnte man das Spiel für sich entscheiden. Wenn gegen Kautzen wieder so gekämpft wird, holen wir auch aus diesem Spiel drei Punkte."
Roland Datler
Sektionsleiter USV Gastern

 
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Statistik
 
Tabelle - Statistik
 
Von der Homepage des USV Gastern
Mit dem letzten Aufgebot das Derby in Karlstein gewonnen und den SV Eibenstein zum Meister gemacht

„Derbys haben eigene Gesetze“ – diese Fußballweisheit bewahrheitete sich am Samstag, den 10. Juni 2006 in Karlstein. Karlstein kämpfte um die letzte Meisterschaftschance, die durch den Punkteverlust von Eibenstein in Windigsteig noch größer wurde und der USV Gastern trat mit dem letzten Aufgebot an. Ein Dutzend an Spielern stand an diesem Nachmittag dem USV Gastern für die Reserve- und Kampfmannschaft nicht zur Verfügung. Mit diesem Sieg bestätigte man auch wieder die Auswärtsstärke und kann die Auswärtstabelle am ersten Tabellenplatz abschließen …

Zuerst einmal festgehalten: Karlstein hatte sicherlich mehr Spielanteile, natürlich auch die größere Anzahl an Torchancen, war sicherlich über 90 Minuten feldüberlegen, a b e r der Sieger in diesem Spiel hieß USV Gastern. Hier die Aufstellung jener Spieler, die im Frühjahr schon zu Einsätzen in der Kampfmannschaft kamen und an diesem Nachmittag nicht zur Verfügung standen: Leopold Deimel, Ernst Steiner, Alexander Pfandler, Andreas Riedmann, Christoph Fraissl, Franz Graussam, Martin Kainz II – sieben Mann hoch, wobei ein Großteil an diesem Nachmittag wohl ein „Leiberl“ gehabt hätte.

Aber wie gesagt, solche Spiele haben manchmal einen seltsamen Verlauf. Der USV Karlstein zeigte von der ersten Minute an, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollen und es kam fast im Minutentakt zu gefährlichen Aktionen vor dem Tor des USV Gastern. Tormann Christian Moldaschl und Libero Robert Strak zeigten schon in der Anfangsphase, dass sie in diesem Spiel zu Säulen im Abwehrkampf werden. Mit der ersten und auch einzigen gefährlichen Aktion des USV Gastern in der ersten Spielhälfte stellte dann Stefan Dangl mit seinem ersten Tor in der Kampfmannschaft auf 1 : 0 für den USV Gastern. Der an diesem Tag im Mittelfeld sehr umsichtige und sowohl spielerisch als auch kämpferisch ausgezeichnete Jiri Matousek spielte mit Patrick Böhm auf der rechten Seite einen Doppelpass, kam somit seitlich in den Karlsteiner Strafraum und spielte einen Pass zur Mitte, den Stefan Dangl im rutschen über die Linie drückte. Der erste Rückschlag im Kampf um den Meistertitel für den USV Karlstein. Karlstein brauchte jetzt etwas Zeit um sich von diesem Schlag zu erholen, erhöhte aber bald wieder den Druck und es ging weiter fröhlich in Richtig Tor des USV Gastern. In der 31. Minute wurden die Offensivbemühungen des USV Karlstein erstmals belohnt. Martin Potesil drückte den Ball über die Linie. Dem Tor war ein flacher Ball von der rechten Seite vorausgegangen, an dem einige Karlsteiner und Gasterner vorbeirutschten. Durch einen Deckungsfehler war es dann leider passiert. Stefan Piringer, schon angeschlagen ins Spiel gegangen, musste dann kurz nachher das Spiel verlassen und so kam Markus Datler zu seinem ersten längeren Einsatz in der Kampfmannschaft. Er löste seine Aufgabe als Gegenspieler des Karlsteiner Legionärs Hlavacek ausgezeichnet. Bernhard Immervoll und Martin Kainz kämpften aufopferungsvoll gegen die Stürmer des USV Karlstein. Christian Dangl und Patrick Böhm machten die Seiten im Mittelfeld sehr gut zu und Wolfgang Palmeshofer schlüpfte in die Rolle des „Spielgestalters“ und war überall am Platz zu finden. Mit 1 : 1 ging es dann in die Pause.

In der Pause wurde dann der Endstand aus dem Spiel in Windigsteig bekannt. Der SV Eibenstein kam über ein 1 : 1 nicht hinaus. Allen in Karlstein war jetzt bewusst, dass die Chancen auf den Meistertitel bei einem Sieg gegen den USV Gastern ungleich größer wird.

Halbzeit zwei begann wie die erste geendet hatte, mit Druck des USV Karlstein. Jetzt zeigte sich aber, dass man es mit der „Brechstange“ probieren wollte. Immer unkontrollierter ging der USV Karlstein vor, vernachlässigte die Abwehr und konnte jene des USV Gastern nicht wirklich gefährden. Die Konterchancen des USV Gastern wurden immer besser. In der 70. Minute nutzte Jiri Matousek eine davon zum 2 : 1. Er zog von der Mittellinie auf das Karlsteiner Tor und lies dem Schlussmann keine Chance. Ein langer Pass von Robert Strak war vorausgegangen. Karlstein wieder geschockt, kämpfte aber zurück und konnte in der 85. Minute durch Hlavacek per Kopf nach Eckball den Ausgleichstreffer erzielen. Die Hoffnungen beim USV Karlstein stiegen wieder. Doch wieder war es Jiri Matousek, der unwiderstehlich in der 89. Minute aus der eigenen Hälfte in Richtung Karlsteiner Tor zog, alle inklusive Tormann, überlief und zum 3 : 2 einnetzte. Jetzt war es ganz still im Karlsteiner Lager, es stand fest – zum vierten mal hintereinander beendet man die Meisterschaft in der 2. Klasse Waldviertel Nord am 2. Tabellenplatz.

Mit aufopferndem Kampf und viel Glück konnte man dieses Spiel für sich entscheiden. Für das letzte Spiel am Donnerstag gegen Kautzen bleibt die Hoffnung, dass der letzte Rest nicht noch kleiner wird und dass wieder so gekämpft wird, dann kann man auch dieses Spiel für sich entscheiden.

Statistik:

Kampfmannschaft - Aufstellung:

Christian Moldaschl, Robert Strak, Bernhard Immervoll, Stefan Piringer (35. Markus Datler), Wolfgang Palmeshofer, Christian Dangl (22. gelb), Jiri Matousek (18. gelb), Patrick Böhm (92. Alexander Wingelhofer), Martin Kainz I, Stefan Dangl (83. Markus Moldaschl), Markus Deutschmann

Torfolge:
1 : 0 (11. Stefan Dangl)
1 : 1 (31.)
2 : 1 (70. Jiri Matousek)
2 : 2 (85.)
3 : 2 (89. Jiri Matousek)

Reservemannschaft - Aufstellung:

Jürgen Pieringer, Karl Gruber, Jürgen Immervoll, Daniel Manz, Alexander Wingelhofer, Markus Datler (60. Gregor Pieringer), Markus Moldaschl, Roland Kases, Gregor Pieringer (46. Markus Gratzl), Georg Dangl, Stefan Koller

Torfolge:
0 : 1 (15.)
0 : 2 (28.)
0 : 3 (36.)
0 : 4 (54.)
0 : 5 (65.)
0 : 6 (75.)
0 : 7 (85.)

Bei so vielen Ausfällen in der Kampfmannschaft (in der Reservemannschaft kamen noch dazu: Markus und Matthias Schleritzko, Kurt Wingelhofer, Franz Deimel, Robert Winkelbauer und Roland Datler) kann man froh sein noch eine Reservemannschaft zu stellen. Nach teilweise ganz guten Aktionen, kassierte man doch einige vermeidbare Tore und schlitterte in eine sehr hohe Niederlage. Der Reserveschiedsrichter hätte es an diesem Tag sicherlich nicht nötig gehabt, so eindeutig in eine Richtung zu pfeifen – oder konnte er es vielleicht nicht besser?