1951 - aus der Pfarrchronik (Gedenkbuch)

Das "Hl. Jahr der Heimat" bringt der Pfarre Gastern die Hl. Volksmission vom 4. - 11. März gehalten durch die hochw. P. Redemptoristen von Eggenburg: P. Franz Trinkl und Pater Adolf Schlatter (1.432 Hl. Beichten, 4.300 Hl. Kommunionen).

Orgelbau: Durch das Entgegenkommen der eingepfarrten Gemeinden, sowie die Opferbereitschaft der ganzen Pfarre, konnte dieses Werk geschaffen werden. Die bisherige einmanualige, mechanischen Orgel mit 12 Registern wurde von der Firma Gebrüder Mauracher - Linz a. d. Donau - in eine zweimanualige, pneumatische Orgel mit 16 Registern umgebaut, repariert und erweitert und den Bedürfnissen der Kirche angepaßt. Die Orgelbauanstalt - Gebrüder Mauracher - hat die gestellten Termine pünktlich eingehalten. Die Kosten des Orgelbaues beliefen sich auf S 68.700,50, die mit dem Tag der Kollaudierung restlos beglichen wurden. Am 18. April wurde in Gastern durch Orgelbauer Mauracher und Domkapellmeister Msg. Pietzenberger, St. Pölten, die Disposition der neuen Orgel festgelegt - am 19.4. der Kostenvoranschlag vorgelegt - am 22.4. der Auftrag erteilt - am 23.4. mit dem Bau des neuen Spieltisches in der Fabrik in Linz begonnen - am 15. Mai die alte Orgel abgetragen und nach Linz überführt (17.5.).
Am 30. Mai wurde bereits der neue Spieltisch geliefert, am 13. und 14. Juni wurde durch Fa. Schneider Gastern/Wels, die neue Orgel (2 Lastautofuhren) abgeholt und nach Gastern gebracht. Noch am 13. Juni beginnen die 4 Monteure der Firma Mauracher mit der Aufstellung. Herr Jehmlich besorgt die Intonation und Stimmung. Am 29. Juni 5.00 Uhr morgens ist das Werk vollendet. Am gleichen Tage 6.00 Uhr abends (in Verbindung mit einer feierlichen Pontifikal (Bet-Sing-Messe) weiht Prälat Stefan Biedermann von Eisgarn im Beisein des H. H. Dechant Winglhofer, der Nachbar- und Ortsgeistlichkeit, des Primizianten Löffler von Triglas und der 5 Theologen der hiesigen Pfarre: Dangl Johann, Dangl Karl, Dangl Erich, Dangl Franz, Winkelbauer Johann, die neue Orgel, die Domkapellmeister Msg. Pietzenberger zum ersten Male meistert, H. Orgelbaumeister Anton Mauracher nimmt an der Feier persönlich Teil. Besonderen Dank gebührt den eingepfarrten Gemeinden, die zum Orgelbau kräftig beigetragen haben - Gemeinde Gastern S 15.000,-, Gemeinde Klein Motten S 5.000,-, Gemeinde Frühwärts S 4.000,-. Herr Felix Schneider, der neben einem Darlehen von S 15.000,- und einer persönlichen Spende von S 3.000,- noch die Transporte  von und nach Linz  unentgeltlich durchgeführt hat.

Am Tage der Orgelweihe erhält leider H. H. Kaplan Otto Dum sein Versetzungsdekret als Kaplan nach Göstling. Der Kaplanposten in Gastern wird mit dem Neupriester  H. H. Josef Lammerhuber aus Böhlerwerk- Waidhofen a. d. Ybbs - besetzt.

Am 28. Oktober empfangen die beiden Pfarrkinder, ehrw. HH Dangl Johann - Gastern 42 - und Dangl Karl - Wiesmaden 4 - in St. Pölten die Weihe zum Subdiakon - am Feste unseres Kirchenpatrons St. Martin - 14. November die Diakonatsweihe.

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