Sonderausstellung von Reinhard Puchinger im Heimatmuseum Kautzen - 29. August bis 26. Oktober 2010

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Aus den NÖN vom 1. September 2010

Einzigartige Trommeln im Kautzner Museum
ERÖFFNUNG / Trommelbauer stellt seine Unikate aus, die man auch selbst probieren darf.

VON ANGELIKA STARKL

KAUTZEN / Rythmisches Getrommel war vergangenen Sonntag bei der Ausstellungseröffnung vom "Baumstamm zur Trommel" zu hören. Natürlich konnte es Trommelbauer Reinhart Puchinger nicht lassen, bei einer Ausstellung über seine eigens erzeugten Schlagwerke Hand anzulegen und selbst zu musizieren. Trommeln nur anzusehen wäre sowieso eine Zweckentfremdung der Instrumente. Deshalb durften auch die zahlreichen Besucher mal diese und mal jene Trommel ausprobieren.

Allerhand Interessantes gibt es in Puchingers Ausstellung, die im Heimatmuseum Kautzen beherhergt ist, zu entdecken. Beschreibungen, wie der Bau einer Djembe oder Rahmentrommel von statten geht, lassen erkennen dass man schon eine ganz besondere Liebe und Affinität für ein Instrument haben muss, um sich so eine Arbeit anzutun. Vom Bearbeiten des Holzes mit Kettensägen bis zum Aufbereiten des noch blutigen Tierfells ist es ein mühsamer Prozess, bei dem man keine schwachen Nerven haben darf.

Nicht weniger interessant als die Arbeit an sich, sind die Ergebnisse. Reinhart Puchinger ist seines Wissens weltweit der einzige Trommelbauer, der symbolträchtige Muster in die Felle seiner Trommeln rasiert(!). Sonnenmotive, keltische Spiralen und sogar Tiere zieren seine Instrumente und geben ihnen einen individuellen Charakter, Die derartige Bearbeitung des Felles hat aber auch einen dämpfenden Einfluss auf den Klang, was dazu führt, dass tiefe Töne besser zu hören sind.

Spezielle Techniken also und der persönliche Zugang zu seinen handgemachten Trommeln zeichnen Reinhart Puchinger und seine Arbeit aus. Der Wiesmadner Provinz-Trommelbauer ist dadurch weit über die Grenzen des Waldviertels bekannt geworden und seine Ausstellung auf jeden Fall einen Besuch wert.

Reinhard Puchinger