Pfarre Heidenreichstein

Diözanarchiv St. Pölten (Internet)
Die Pfarre zur hl. Margareta in Heidenreichstein entstand um 1200 als Gründung der Burggrafen Ton Gars/Eggenburg, die hier als Lehensträger der Grafen von Hirschberg (Raabs/Litschau) in Erscheinung treten. Als die Grafschaft 1297 an die Habsburger gelangte, wurde auch die Pfarre landesfürstlichen Patronats und blieb es bis zum Ende der Monarchie. Das alte Pfarrgebiet - Tochterpfarre im Westen Zuggers - reichte bis unmittelbar an die jüngeren Nachbarpfarren Schrems, Pfaffenschlag und Eisgarn heran, welch letztere in dem Vikariat Seyfrieds mit Haslau eine Enklave hatte. Die große Ausdehnung und weitere Binnenkolonisation des Waldgebietes trugen dazu bei, daß die Abspaltungen von der Pfarre schon 1759 begannen: Langegg kam mit Steinbach und Kiensaß nach Schrems, wurde aber 1784 selbständige Pfarre, Artolz wurde zu Pfaffenschlag und Wiesmaden zu Gastern gegeben. Die einschneidende Verkleinerung erfolgte dann im Rahmen der Josephinischen Pfarregulierung 1783/41 Seyfrieds erhielt Wolfsegg und Gutenbrunn, zu Langegg wurden Teile von Aalfang gegeben, Gopprechts kam zu Brand, Reiohenbach zu Litschau; Wielings und Kleinradischen wurden Eisgarn angegliedert, Reinberg an Eggern; als letzte Umpfarrung verlor Heidenreichstein 1929 Rohrbach an Pfaffenschlag.

St. Pölten, 2. Oktober 1985
G.W.

 

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