Dorfchronik von Klein Motten - 25. Mai 2013

Aus den NÖN vom 29. Mai 2013

Chronik für Dorf
Präsentation | Eine Dorfchronik für Kleinmotten verfasste Johann Prikowitsch, der viel Zeit und Arbeit investierte.

Von Klaus-Dieter Gierth

KLEINMOTTEN | Viele Bürger und Freunde von Kleinmotten fanden sich am 25. Mai im Dorfgemeinschaftshaus ein, um die Präsentation der Dorfchronik zu erleben.

Ortsvorsteher Erwin Wais begrüßte zunächst die Besucher. Mit einem schönen Rosenstrauch bedankte er sich beim Autor der Dorfchronik Johann Prikowitsch (siehe Bild). In einem Diavortrag ging dieser auf seine mühsame und umfassende Arbeit an diesem Projekt ein. Anstoß gebend war seine Frau Gerda, die 1974 als akademische Malerin mit der Restaurierung der Kapelle begonnen hatte.

Auch alte Marterln hatten sie und ihr Mann wieder liebevoll hergerichtet. Über deren Arbeit war Wais so angetan, dass er die Bitte aussprach, "schreib was zusammen über die Geschichte des Ortes". Johann Prikowitsch ließ sich überreden und begann mit seinen Untersuchungen. Er stieß anfangs auf viele Fragen, da die Bewohner meist wenig wussten und viele Unterlagen verloren waren. Nach Besuchen bei Behörden entstand der erste Entwurf mit der Erfassung der Häuser und deren Bewohner. Große Hilfe waren historische Quellen, in der Landesbibliothek in St. Pölten. Er sammelte Informationen über die Grundherrschaft, über Grundbücher, "eine haarige Arbeit".

Hilfreich war für ihn auch Pfarrer Josef Keil mit seinem Buch "Geschichte von Gastern".

Die Skorpionsteine brachten einige Unruhe, so glaubten manche an einen UFO-Landeplatz, aber "die meisten Bewohner von Kleinmotten haben mit dem Unsinn nichts zu tun". Abschließend bedankte sich der frühere Bürgermeister Alois Österreicher bei Johann Prikowitsch. Er würdigte seine Arbeit als "gewaltig" und bat ihn um Weiterentwicklung.

Präsentation
Dorfchronik von Klein Motten
 
Originalbild
Präsentation