Kirchenfenster in der Wehrkirche - September 2005

ACTA

STUDENTICA

Österreichische Zeitschrift für Studentengeschichte

36. Jahrgang September 2005 Folge 153

 

Kirchenfenster
Spätestens im 19. Jahrhundert kam die Übung auf, bei Kirchenneubauten Spender für die Kirchenfenster zu suchen (heute würde man sagen: Sponsoren), die sich dafür namentlich am Fenster verewigen und auch bei der Motivwahl mitreden durften. Auch studentische Motive oder Spender gibt es bei mehreren Kirchenfenstern in Österreich:

(Anmerkung: Nur der Artikel von der Wehrkirche Klein Zwettl)
Klein Zwettl
Wehrkirche

Klein Zwettl ist eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Gastern im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Die ehemalige Wehrkirche mit romanischem Kern und teilweise barocker Ausstattung sowie einer noch weitgehend erhaltenen Mauer liegt auf einer Anhöhe etwas außerhalb des Ortes. In dem Fenster hinter dem Hochaltar, das aus Weißglas ist und ein Bienenwabenmuster aufweist, finden sich am unteren Rand drei Waben mit den Farben weiß, blau und gelb (gold). Damit hat es folgende Bewandtnis: Eine bedeutende Persönlichkeit im Bezirk war seinerzeit Dipl.Ing. Adolf Kainz v. Dr. Ortwin (1903-1987). Er war der Bezirksleiter der Newag (heute EVN) und für das Elektrifizierungsprogramm zuständig, wofür ihm auch zahlreiche Gemeinden als Dank die Ehrenbürgerschaft verliehen. In der kleinen Kirche von Klein Zwettl hat er sich – vermutlich in den Sechzigerjahren - nun auch einen kleinen persönlichen Wunsch erfüllt: Es sind dies die Farben seiner Verbindungen Rugia Waidhofen (MKV) und Norica Wien (ÖCV).

Wehrkirche Klein Zwettl