Grafen Otto und Konrad von Playen-Hardegg - Verzicht auf die Vogtei - 1254

Schrems, dessen Bach-Name als Schremetize urkundlich 1190 aufscheint, erklärt sich als Grenzteil der alten Grafschaft Raabs-Litschau-Heidenreichstein, der bald nach dem Tode des letzten Babenbergers Herzog Friedrich (+ 1246) durch König Ottokar von Böhmen den Grafen Otto und Konrad von Playen-Hardegg verliehen wurde. Diese verzichteten 1254 zu Hardegg zugunsten des Stiftes Zwettl auf die Vogtei ihrer Kirche zu Kleinzwettl in der Grafschaft Litschau. Wilburg, die Witwe des 1260 im Kampf für Ottokar gegen Rudolf von Habsburg bei Staatz gefallenen Otto von Playen, in zweiter Ehe mit Heinrich von Dewin, in dritter Ehe 1277 mit Graf Berthold von Rabenwalde-Schwarzburg vermählt, brachte so die bis 1560 dauernde Verbindung von Schrems mit Hardegg zuwege. In der Folge hatten die Grafen von Maidburg-(Magdeburg)-Hardegg auch die benachbarte Herrschaft Schwarzenau zu lehen, was Grenzstreitigkeiten bezeugen.

 

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