Marterlrenovierung - Juli 2001

 

Aus den NÖN vom 25.7.2001

Renovieren ist Ziel

KLEINDENKMÄLER / Rudolf Zimmermann aus Gastern renovierte bereits das vierte Marterl, weitere sollen noch folgen.

GASTERN / Das Renovieren verfallener Marterln hat sich Rudolf Zimmermann aus der Grünbergerstraße in Gastern zum Ziel gesetzt.

Die Idee dazu lieferte Gattin Gertraud, der verfallene Kleindenkmäler ein Dorn im Auge sind. Mittlerweile hat der gebürtige Frühwärtser, der in seiner Pension nach Gastern zog, im Gemeindegebiet bereits vier desolate Marterln instandgesetzt; weitere sollen noch folgen.

Auch das gemauerte Marterl an einem Feldweg zwischen Kleinzwettl und Gastern erstrahlt nun wieder in neuem Glanz. Nach Abschlagen des schadhaften Putzes und Ausbesserung des Mauerwerkes erhielt das Marterl mit aufgesetztem Tabernakel auch einen neuen Anstrich in schönbrunn-gelb mit weißen Faschen.

Rudolf Zimmermann brachte hiefür viele Arbeitsstunden unentgeltlich auf, das Material wurde vom Verschönerungsverein Kleinzwettl finanziert.

Auch das Maria-Himmelfahrts-Bild und die Herz-Jesu- Statue wurden im Zuge der Instandsetzungsarbeiten restauriert. Das Marterl weist keine Jahreszahl der Errichtung auf, dürfte laut Rudolf Zimmermann jedoch auf Grund der konisch ausgeführten Bauart ins 17. Jahrhundert zurückgehen.

Etwa hundert Meter entfernt befindet sich ein weiteres Marterl, das von ihm demnächst in Angriff genommen wird. Der, Sage nach wurden die beiden Bauwerke zum Gedenken an zwei Männer errichtet, die an diesen Plätzen bei einem Duell ums Leben gekommen sind.

HILDE FUCHS

Marterlrenovierung

 

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