Sedetka Manuela (Hauptstraße 19): Unfall am 15. März 2003

Aus den NÖN vom 19.3.2003

Beamte als Retter

UNFALL / 19-jährige aus Gastern geriet nach Unfall in einen Teich, Gendarmeriebeamte sprangen in das Wasser und retteten sie.

EISGARN / Der mutige Einsatz der beiden Litschauer Gendarmeriebeamten Anton Neubauer und Walter Deimel rettete einem 19-jährigen Mädchen aus Gastern vermutlich das Leben.

Manuela Sedetka lenkte am 15. März gegen 11.15 Uhr ihren Toyota Corolla-Kombi von Eisgarn kommend auf der B 63 in Richtung Litschau. Auf der mit Schneematsch bedeckten und gestreuten Fahrbahn kam der Koch- und Kellnerlehrling ins Schleudern und durchbrach links die Leitschiene. Der Wagen rutschte über die Böschung in den angrenzenden Teich und kam am Dach liegend im Wasser zum Stillstand.

Nur wenige Minuten nach diesem spektakulären Unfall fuhren der Kommandant des Gendarmeriepostens Litschau, Anton Neubauer, und sein Kollege Walter Deimel zu einem Unfall, der sich kurze Zeit vorher in der Nähe dieses Teiches ereignet hatte.

Rettender Eispickel

Die beiden bemerkten die durchbrochene Leitschiene und sahen die Autoräder, die aus dem Teich ragten. Ohne zu zögern sprang Walter Deimel in das rund vier Grad kalte Wasser, gesichert mit dem Abschleppseil, das er auf der Leitschiene angebracht hat. Das Innere. des Kombis war bis auf 15 Zentimeter total überflutet. In ihrer Panik konnte Manuela Sedetka den Sicherheitsgurt öffnen, und sich im Inneren so drehen, damit sie wieder Luft bekam. Jedoch schaffte sie es nicht, Tür oder Fenster zu öffnen.

Mit einem Eispickel, den die Gendarmeriebeamten in ihrem Einsatzfahrzeug mitgeführt hatten, schlug Deimel das Seitenfenster auf der Beifahrerseite ein und zog die Verletzte aus dem Wagen.

Währenddessen alarmierte Anton Neubauer Notarzt, Rettung und Feuerwehr. Das völlig unterkühlte Mädchen wurde von den Beamten in eine Decke gewickelt und bis zum Eintreffen der Rettung in das Gendarmerieauto verbrachtet

Manuela Sedetka wurde mit der Rettung und in weiterer Folge dann mit dem Notarztwagen  ins Krankenhaus Gmünd eingeliefert. Sie erlitt neben der Unterkühlung eine Gehirnerschütterung und Abschürfungen.

"Das junge Mädchen hat wirklich Glück gehabt, dass wir gerade zu diesem Zeitpunkt auf diesem Straßenabschnitt unterwegs gewesen sind", meinten die beiden Lebensretter.

 
Foto aus den NÖN vom 19. März zu obigem Artikel
Sedetka Manuela mit ihren Lebensrettern
 

Seitenbeginn