Gemeinderatssitzung (mit Ehrungen) - 9. Dezember 2005

Aus den NÖN vom 30.11.2005

Gastern

Gemeinderat.  Die nächste Sitzung wird am Freitag. 9. Dezember, um 17 Uhr, abgehalten. Auf Tagesordnung stehen unter anderem die Genehmigung des Voranschlages für das Haushaltsjahr 2006 und der Grundsatzbeschluss über die Abwasserentsorgung in Garolden, Immenschlag und Kleinzwettl.

 
Aus den NÖN vom 14.12.2005

FESTSITZUNG / Gemeinde Gastern dankte für kommunalpolitische Tätigkeit. Bürgermeister Österreicher fand berührende Worte nach schwerem Schicksalsschlag.

Ausgeschiedene geehrt, Bürgermeister bleibt

von René Denk

GASTERN /  "Es ist nicht selbstverständlich, sich in den Dienst der Gemeinde zu stellen und damit einen Großteil seiner Freizeit zu opfern", betonte Bürgermeister Alois Österreicher bei der humorvoll und berührend gestalteten Gemeinderatsfestsitzung am 9. Dezember.

So wurde in der Reihung nach den längsten Dienstjahren mit Erich Dangl, "sicherlich einem der ältester und quirlichsten", so der Bürgermeister, begonnen und ihm das goldene Ehrenzeichen verliehen. "Mit seinem Wirken seit 1966 wird er in die Gemeindegeschichte eingehen", meinte Österreicher weiters.

"Nach der getanen Arbeit auch kein Kind von Traurigkeit" lautete die Beschreibung des Bürgermeisters für Johann Wagner, der für seine 30-jährige Tätigkeit als geschäftsführender Gemeinderat ebenfalls das goldene Ehrenzeichen verliehen bekam.

Mit dem "Markenzeichen Pünktlichkeit" wurde Alfred Redl vom Bürgermeister vorgestellt. "Wenn die Sitzung um 20 Uhr begann, ging mit dem ersten Schlag der Kirchenuhr die Tür des Gemeindeamtes auf. Nach zehn Jahren ist mir jetzt erst bewusst geworden, dass eigentlich er immer unsere Sitzungen eröffnet hat", scherzte Österreicher. Redl wurde mit dem silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet.

"Mit Kondition zu mehr Konsequenz" lauteten die Attribute für ÖVP-Fraktionsobmann Franz Dangl, der "immer zu allen Fraktionsobmännern gelaufen ist und immer ein positives Übereinkommen schaffen konnte."

Bürgermeister wollte eigentlich zurücktreten

Nach den Ehrungen brachte der Bürgermeister den Festgästen noch ein persönliches Anliegen näher. Er ging auf den schweren Reitunfall seiner Tochter Verena im Oktober und auf ihre schwere Kopfverletzung ein: "Die Diagnosen waren besonders schlimm. Man stellt auf diese Weise fest, dass Gesundheit das wichtigste Gut und alles Materielle nicht so wichtig ist In dieser Phase stellt man sich die Frage, wie es weitergehen soll. Eigentlich wäre heute mein Rücktritt als Bürgermeister geplant gewesen. Aber, wie durch ein Wunder geht es meiner Tochter wieder so gut, dass sie schon bald in ein Rehabilitationszentrum fahren kann."

Den Tränen nahe bedankte sich der Bürgermeister für die Unterstützung und vielen Gebete: "Dieser schreckliche Schicksalsschlag hat mir gezeigt, wie viele Freunde wir haben, die Anteilnahme war sehr groß."

 
Aus den NÖN vom 14. Dezember 2005
Ehrungen
Ehrungen
 
Aus den NÖN vom 14.12.2005

GEMEINDERAT / Gastern beschloss zwar neue Abgabe, will sie aber vorerst nicht einheben, da dann EVN-Gebühren steigen könnten.

Keine Gebrauchsabgaben

von René Denk

GASTERN /  Der Grundsatzbeschluss, die neue Gebrauchsabgabe für diverse Leitungen unter der Erde und in der Luft einzuführen, wurde in der Gemeinderatssitzung am 9. Dezember gefällt.

Jedoch will man in Gastern diese nun theoretische Möglichkeit, für Leitungen wirklich Geld einzuheben, nicht ausnützen. Bürgermeister Alois Österreicher: "Die EVN (wahrscheinlich in sämtlichen Gemeinden des Bezirks Hauptbetroffener, Anm. d. Red.) hat uns nämlich versichert, dass sie diesen Betrag auf den Endverbraucher aufschlagen wird." Auf eine Frage aus dem Gemeinderat, ob Gastern als Gemeinde alleine gegen den drohenden Preisanstieg etwas ausrichten könne, meinte Österreicher weiters: "Wenn die anderen Gemeinden diese Abgabe tatsächlich einheben, werden sie Probleme mit der Bevölkerung bekommen. Wenn dann der Preisanstieg tatsächlich kommt, werden wir natürlich auch den Betrag einheben müssen."

Ein weiterer Punkt neben dem Gemeindehaushalt für 2006 (siehe Infobox Budget) war die Abwasserentsorgung in den Katastralgemeinden Garolden, Immenschlag und Kleinzwettt. "Es hat ein bisschen Staub aufgewirbelt, weil manche geglaubt haben, sie brauchen ihre Häuser
nicht mehr an den Kanal anzuschließen", meinte der Bürgermeister zum Thema. So kann die Gemeinde jetzt zwar eine Ausnahmeregelung treffen, einzelne Häuser nicht an das Kanalnetz anzuschließen, jedoch nur solche Gebäude, die bis zu dieser Gemeinderatssitzung fertige und genehmigte Senkgruben besitzen.

Alle Beschlüsse wurden einstimmig getroffen. Die Gemeindemandatare Friedrich Habisohn und Rudolf Holczmann waren entschuldigt, Leopold Pfandler kam während der Sitzung hinzu.

Budget 2006
GASTERN

WLAN Sendeanlage auf dem Volksschulgebäude. Mit der EVN wurde ein unbefristeter Bestandsvertrag auf mindestens fünf Jahre für den Sendemasten-Standort beschlossen. Die Gemeinde erhält dafür 750 Euro jährlich und kann mit einjähriger Kündigungsfrist den Vertrag wieder stornieren.

Ratten. "Es gibt schon wieder Beschwerden aus der Bevölkerung" meinte Bürgermeister Alois Österreicher. Die Vertilgung erstreckt sich wieder einheitlich über das gesamte Gemeindegebiet.

Energie-Förderung. Für die Nutzung von Solar-Energie gibt es je nach Höhe der Rechnung allerdings maximal 510 Euro, von der Gemeinde eine Subvention.

Thayatal-Bahn. Die Resolution für die Aktivierung der grenzüberschreitenden Strecke wurde beschlossen.

Förderungen. Für Vereine und Freiwillige Feuerwehren stellt die Gemeinde 15.580 Euro zur Verfügung.