Fernwärme für Gemeindehaus - Oktober 2015

Aus den NÖN vom 29. Oktober 2015 (Woche 44)

Wärme aus Micronetz
Nahwärme | Vier Einfamilienhäuser und das Amtsgebäude der Marktgemeinde Gastern werden in Zukunft durch Hackschnitzel beheizt.

Von Michael Schwab

GASTERN | Auf "Nahwärme" anstelle von Fernwärme setzt die Marktgemeinde Gastern bei der Beheizung des Amtsgebäudes.

Im September des Vorjahres war die Idee eines Micronetzes für drei Einfamilienhäuser und das Amtshaus geboren worden. Ursprünglich wollten die Familien Mödlagl und Apfelthaler eine Hackschnitzelheizung für ihre beiden Gebäude errichten. Nachdem ein weiterer Verwandter gegenüber der geplanten Liegenschaft und die Gemeinde ebenfalls Interesse gezeigt hatten, wurde beschlossen, ein Nahwärmenetz zu errichten. Die Firma Haustechnik Apfelthaler GmbH wurde mit der Planung beauftragt.

Herzstück der Anlage ist ein Hackgutkessel mit einer Heizleistung von 150 kW, dessen Wärme in zwei Pufferspeichern zu je 2.200 Litern gespeichert wird. Eine rund 100 Meter lange Fernwärmeleitung transportiert die Wärme vom Heizhaus ins Gemeindegebäude.

"Durch die geringe Entfernung ergeben sich geringe Wärmeverluste entlang der Transportleitung. Dadurch ist so eine Anlage rentabler als klassische Fernwärme", erklärt Andreas Apfelthaler beim Lokalaugenschein mit der NÖN.

Bürgermeister Roland Datler betont, dass mit der Betriebsaufnahme des Nahwärmenetzes Anfang Oktober sämtliche öffentliche Gebäude der Marktgemeinde Gastern nun ohne Nutzung fossiler Brennstoffe beheizt werden. ,"Solche Formen der Heizung machen Sinn und sind leistbar. Wir sind froh, dass wir als Gemeinde hier mitmachen durften", zeigte sich Datler erfreut, die Energieoffensive der Gemeinde fortgesetzt zu haben.

Wärme aus Micronetz