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Marktgemeinde Gastern
Mitteilungen

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21. Jahrgang                             Nr. 4/2000                                        November 2000
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Polio-Oral-Impfaktion 2000/2001

 

Donnerstag, 30. November 2000, 15.30 Uhr im Gemeindeamt

In Anwendung des Gesetzes vom 28.11.1960, BGBl. Nr. 244, i.d.g.F., über öffentliche Schutzimpfungen gegen übertragbare Kinderlähmung obliegt die Durchführung der Kinderlähmungsimpfaktion im Jahre 2000/2001 dem A M T S A R Z T.

Die Impfstrategie wurde im Bundesgesetz über öffentliche Schutzimpfungen gegen übertragbare Kinderlähmung in Form der Novelle BGBl. Nr. 52/1998 geändert.

Die Polio-Impfaktion 2000/2001 umfasst folgende Impfungen:

Orale Polio-Impfung

  1. Vervollständigung der Grundimmunisierung bei bereits oral geimpften Kindern. Bei Kindern, bei denen die Impfung bereits mit einer oder zwei Dosen Schluckimpfung begonnen wurde, ist die 3. Teilimpfung wieder mit dem Schluckimpfstoff durchzuführen.
  2. Sämtliche Auffrischungsimpfungen im Schul- und Erwachsenenalter sind mit Ausnahme von medizinisch erforderlichen Einzelfällen - bei denen Salkimpfstoff zu verwenden ist - mittels Schluckimpfung (Polio Sabin oral) durchzuführen.
  3. Personen, die bei der Impfaktion 1999/2000 (November 1999 bzw. Jänner 2000) die ersten beiden Teilimpfungen der Grundimmunisierung erhalten haben, sollen bei der Impfaktion 2000/2001 der dritten Teilimpfung unterzogen werden.
  4. Alle Personen, bei denen die letzte Impfung 10 Jahre zurückliegt, sollten sich einer einmaligen oralen Auffrischungsimpfung unterziehen.
  5. Neu begonnen werden soll, wenn die letzte Impfung im November 1988 oder früher erfolgt ist.

Impfung durch Injektion (Polio-Salk-Impung)

  1. Die Polio-Erstimpfung bzw. Grundimmunisierung von Kindern, die bereits eine oder mehrere Teilimpfungen bzw. vollständige Grundimmunisierung gegen DTPHib (Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Hib) erhalten haben, ist mit Polio Salk-Impfstoff (Stichimpfung) durchzuführen. Diese Grundimmunisierung besteht ebenfalls aus 3 Teilimpfungen, der Impfintervall zwischen den beiden ersten Teilimpfungen sollte 4 Wochen vorzugsweise aber 8 Wochen betragen. Die 3. Teilimpfung sollte nach frühestens 6 Monaten besser jedoch bis zu 12 Monaten nach der 2. Teilimpfung erfolgen.
    Wenn Eltern eine Impfung mit monovalentem Salkimpfstoff verweigern, kann diese Impfung mit oralem Polioimpfstoff (Schluckimpfung) durchgeführt werden
  2. Personen, welche an einer Abwehrschwäche leiden bzw. gesunde Erwachsene, die noch nie gegen Polio geimpft wurden, steht eine Impfung durch Injektion (Salkimpfung) zur Verfügung.
  3. Die Polioerstimpfung bei Kindern, die noch keine Impfung gegen DPTHib erhalten haben, erfolgt mit dem Kombinationsimpfstoff DTPHibIPV (5-fach-Impfung). Diese Kinder sind in die Impfaktion nicht mehr einzubeziehen. Ebenso jene Kinder, die mit dem 5-fach-Kombinationsimpfstoff begonnen haben.

Kostentragung:

Aus gegebenem Anlass werden die gesetzlichen Bestimmungen über die Poliomyelitisschutzimpfung BGBl.Nr. 244/1960, in Erinnerung gebracht.

Das Gesetz bestimmt, dass alle Impfungen für Personen unter dem 21. Lebensjahr kostenlos sind. Der Polio Sabin- und Polio Salk-Impfstoff wird vom Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales bezahlt. Die Arztkosten trägt das Land Niederösterreich.

Alle Impflinge, die das 21. Lebensjahr überschritten haben, müssen eine Impfgebühr bezahlen.
Diese beträgt für jede Teilimpfung der Polio-Oralimpfung öS 60,- (4,36 Euro) und dient zur Abdeckung der Impfstoffkosten.

Bei Personen über 21 Jahren, bei denen eine Salkimpfung vorgenommen wird, sind der Impfstoff und das Impfhonorar = öS 270,- (19,62 Euro) direkt mit dem Impfarzt zu verrechnen.

Alle Impflinge werden aufgefordert, die vorhandenen Impfausweise zur Impfung mitzubringen und die beiliegende Einverständniserklärung (auch Erwachsene) vor der Impfung auszufüllen und dem Impfarzt zu übergeben.
(Weitere Einverständniserklärungen sind im Gemeindeamt erhältlich).


Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Marktgemeinde Gastern. Für den Inhalt verantwortlich:
Bürgermeister Ing. Alois Österreicher, 3852 Gastern, Hauptstraße 7.


NÖ Heizkostenzuschuss 2000
Richtlinien

1. Allgemeines

1.1. Die NÖ Landesregierung hat am 10. Oktober 2000 beschlossen, einen einmaligen Heizkostenzuschuss für die Heizperiode 2000/2001 zu gewähren und sich damit an der vom Bund beschlossenen Unterstützungsmaßnahme wegen erhöhter Energiekosten für soziale Härtefälle zu beteiligen. Der sozial gerechtfertigte Personenkreis umfasst im Wesentlichen die BezieherInnen von Ausgleichszulagen sowie BezieherInnen von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe mit einem anrechenbaren Einkommen bis zur Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes (§ 293 ASVG) sowie Familien, die Karenzgeld bzw. die NÖ Familienhilfe beziehen und die auf Grund der Haushaltsgemeinschaft mit mindestens einem Kind unter drei Jahren einen erhöhten Heizbedarf haben.
1.2. Mit der Vollziehung der Förderungsmaßnahme wird die Abteilung Allgemeine Förderung F3 betraut.

2. Personenkreis

Gefördert werden Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. EWR-BürgerInnen, die den Hauptwohnsitz in einer NÖ Gemeinde haben und folgenden Personenkreisen angehören:
2. 1. AusgleichszulagenbezieherInnen
2.2. Arbeitslose oder NotstandshilfenbezieherInnen, die als arbeitssuchend gemeldet sind und deren Arbeitslosengeld/Notstandshilfe unter dem jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatz liegt
2.3. KarenzgeldbezieherInnen, TeilzeitbeihilfenbezieherInnen oder Familien, die im Monat September 2000 oder danach die NÖ Familienhilfe beziehen

3. Von der Förderung ausgenommen sind

3.1. Personen, die keinen eigenen Haushalt führen.
3.2. BezieherInnen von Sozialhilfe (Anspruch auf Raumheizungszuschuss).
3.3. Personen, die in Heimen auf Kosten eines Sozialhilfeträgers untergebracht sind.
3.4. Personen, die einen privatrechtlichen Anspruch auf Beheizung der Wohnung bzw. Beistellung von Brennmaterial besitzen (Ausgedinge, Pachtverträge, Deputate usw. ) und diese Leistungen auch tatsächlich erhalten.

4. Einkommen

4. 1. Als anrechenbares Einkommen gilt die Summe der Einkommen des im gemeinsamen Haushalt lebenden Antragstellers und seines Ehepartners (bzw. Lebensgefährte/in).
4.2. Einkommensgrenze ist

4.2.1.der Richtsatz für Ausgleichszulage (§293ASVG), der für Alleinstehende S 8.312,--(Euro 604,06), für Ehepaare und Lebensgemeinschaften S 11.859,-- (Euro 861,83), zuzüglich S 885,-- (Euro 64,3 2) fpr jedes Kind beträgt.
4.2.2. ein gewichtetes Pro-Kopf-Einkommen unter S 7.000,-- (Euro 508,71) für BezieherInnen der NÖ Familienhilfe (siehe Punkt 7.).

5. Anrechenfreies Einkommen

5. 1. Einkommen aller übrigen im gemeinsamen Haushalt lebenden Familienangehörigen
5.2. Familienbeihilfen, Schüler- oder Studienbeihilfen
5.3. Kinderzuschüsse nach den Sozialversicherungsgesetzen
5.4. Ausgedingsleistungen außer Brennmaterial und Wohnraumbeheizung
5.5. Einkünfte wegen des besonderen körperlichen Zustandes des Antragstellers (Pflegegeld, Blindenbeihilfe usw.

6. Anträge

6. 1. Antragsformulare sind beim Amt der NÖ Landesregierung (Abteilung Allgemeine Förderung F3 oder Materialamt), bei den Bezirkshauptmannschaften und den NÖ Gemeinden erhältlich.
6.2. Der Antrag kann bis spätestens 30. November 2000 samt den erforderlichen Nachweisen bei der Gemeinde Gastern gestellt werden.

7. Nachweise

Alle geeigneten Nachweise für den Bezug von Ausgleichszulage (z. B. Pensionsbescheid oder Pensionsabschnitt), für den Bezug von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe (z. B. Mitteilung über den Leistungsanspruch des Arbeitsmarktservice), für den Bezug von Karenzgeld (z. B. Mitteilung des Sozialversicherungsträgers) oder den Bezug der NÖ Familienhilfe (Vorlage des Bewilligungsschreibens der Abteilung Allgemeine Förderung F3 oder eines entsprechenden aktuellen Kontoauszuges).

8. Höhe der Förderung

Der Heizkostenzuschuss des Landes NÖ beträgt S 500,-- (Euro 36,34) und wird in gleicher Höhe wie der Zuschuss des Bundes gewährt.

9. Härteklausel

In berücksichtigungswürdigen Fällen kann die Abteilung Allgemeine Förderung F3 Ausnahmen genehmigen.

10. Verbot von Doppelförderungen

Im Falle des Vorliegens mehrerer Anknüpfungspunkte (z. B. Familienhilfenbezieher und Bezieher von Arbeitslosengeld) ist die Förderung nur einmal zu gewähren und gemäß Punkt 6.4. nur einem Personenkreis zuzuordnen und nur einmal zu melden.

11. Rechtsanspruch

Auf die Gewährung des NÖ Heizkostenzuschusses besteht kein Rechtsanspruch.

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