Untertanen - Zehent

1112 gab es in Frühwärts, Garolden, Immenschlag, Ruders und Weißenbach Untertanen vom Stift St. Georgen. Diese Untertanen (Häuser) mußten nach St. Georgen den Zehent leisten. Um 1230 unterhielt das Stift St. Georgen Zehentämter in Gastern und Klein Zwettl. Zum Amt Gastern gaben: das Dorf Gastern, von 5 Lehen und 3 Hofstätten, Weißenbach von 4 Höfen und 6 Hofstätten, Otten von 3 Lehen und 3 Hofstätten, Ruders von 5 Lehen und 2 Hofstätten, von Hadmars (Harmes) teils ganzen, teils Drittelzehent.

Zum Amt Zwettlern gaben: Zwettlern von 6 Lehen und 1 Hofstatt, von Göpfritz 10 Lehen und ein Neubruch, von Arnolz 7 Lehen, Groß-Eberharts von 8 Lehen und 2 Hofstätten, Pfaffenschlag von 4 Lehen, von Eysenreichs teils ganzen, teils Drittelzehent.

Um 1280 erhielt das Stift Zwettl von Zwettlarn von 16 Lehen und 7 Hofstätten Dienste (Abgaben). 1743 gerieten die Bewohner von Klein Zwettl in Streit mit dem Stift Zwettl wegen verschiedener Dienste.
1336 wurde unser Gebiet von Johann von Böhmen verwüstet. Leuthold von Gastern lehnt daher den Zehent nach St. Georgen ab. 1338 liefert auch Konrad von Gastern keinen Zehent nach Salapulka.

1523 hat der Schloßherr von Weißenbach Jakob Peuger dem Pfarrer von Thaya den Zweidrittelzehent von Ruders und Weißenbach verweigert. 1584 hatte der Besitzer von Illmau in Weißenbach 30 und in Klein Motten 17 Holden (Untertanen), die Herrschaft Drosendorf in Ruders 8 Holden, das Kloster Pernegg in Immenschlag 14 Untertanen. Im Jahre 1597 hat sich auch der Ort Immenschlag im Bauernkrieg gegen seine Herrschaft Pernegg erhoben; 1646 wird wieder ein Schanzgeld an Pernegg gezahlt. 1675 mußte Garolden von 16 Häusern Zehent an die Herrschaft nach Dobersberg leisten. In Weißenbach wurde 1813 ein Zehentstadel errichtet, ab 1848 nicht mehr gebraucht und 1852 verkauft. Im Jahre 1920 hatte die Gemeinde Gastern noch Hand- und Zugrobot zu leisten. Man gab dafür Geld.

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