Immenschlag

Immenschlag liegt von Gastern 3/4 Stunden entfernt am Abhang des beginnenden Reinberges. In der Mitte des Dorfes ist eine sehr schöne Kapelle. Sie wurde 1924 unter großen Opfern der Bevölkerung erbaut und am allgemeinen Kirchweihfest, am 19. Oktober 1924 vom Pfarrer Franz Gruber geweiht. Der Plan zur Ausführung stammt vom Baumeister Brunner aus Vitis. Der Altar und der Kreuzweg wurden vom Tischlermeister Mödlagl von Klein Göpfritz angefertigt. Die Kapelle ist dem Hl. Herzen Jesu geweiht. Im Jahre 1925 erhielt die Kapelle auch die Meßlizenz mit der Auflage, daß der Pfarrer zur Messe von Gastern abgeholt und wieder zurück gebracht werde.

Aus dem Jahre 1847 wird eine Glocke mit 65 kg und einem Durchmesser von 47 cm erwähnt. Diese Glocke mußte im Ersten Weltkrieg abgeliefert werden. Am 9. Mai 1920 weihte Pfarrer Florian Spiegl eine neue Glocke mit 95 kg aus, der Glockengießerei Samassa, Wr. Neustadt. Die Kosten von 6.000 Kronen brachte der Ort lmmenschlag selber auf. Später kam eine Glocke von der verfallenen Kirche St. Ägyd bei Gebharts dazu. 1942 wurden diese Glocken für Kriegszwecke abgeliefert. Ab 1944 sind zwei Stahlglocken am Turm, gespendet von Frau Maria Löffler und Herrn Ludwig Müller, beide aus Immenschlag.

Immenschlag gehörte mit dem Landgericht und der Grundobrigkeit zur Herrschaft Waidhofen an der Thaya. Die Siedlung wird schon 1156 erwähnt; ein Herr Seefeld stiftete Immenschlag zum Frauenkloster Pernegg.

Namen des Ortes Im Laufe der Zeit: Himmelschlag, Immerschlag, lnnerschlag, Imschlag, Immeslag, Imenslag, Jemschlag und schließlich Immenschlag.

Im Jahre 1521 besaß Pernegg in Immenschlag 16 Holden.
1597 erhoben sich auch die Bauern von Immenschlag gegen das Kloster
Pernegg. Im Jahre 1646 mußte lmmenschlag nach Pernegg Schanzgeld leisten. In der Hand des Johann Löffler, Immenschlag, befinden sich Zahlungsbestätigungen des Klosters Pernegg aus der Zeit 1642 - 1653.

1692 tauschte Graf Leopold von Lamberg, Waidhofen, für 16 Häuser in Pernegg das Dorf lmmenschlag ein. Seither war Immenschlag unter der Herrschaft Waidhofen. Im Jahre 1740 war ein Teil des Regimentes Wolfenbüttel in Immenschlag einquartiert. 1758 mußten vom Ort Proviantwagen nach Krems und Wien gestellt werden. 1654 gab es in Immenschlag 12 Häuser, 1688 waren es 15. Im Jahre 1842 hatte Immenschlag 19 Häuser und 99 Einwohner. 1934 gab es 18 Häuser und 86 Bewohner; 1976 nur mehr 13 bewohnte Häuser und 58 Einwohner.

Volksaltar für die Kapelle Immenschlag - 1993

70 Jahre Kapelle Immenschlag - 1994

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