Brände in der Gemeinde Gastern

Im Jahre 1336 wurde unser Gebiet von Johann von Böhmen verwüstet, die meisten Häuser niedergebrannt.

Bei einem Einfall feindlicher Scharen aus Böhmen kam es 1615 zu einem Großbrand in Klein Zwettl, Kirche und Häuser wurden verwüstet. Dabei kamen auch alle Bewohner des Ortes ums Leben, bis auf ein altes Weiblein, das sich unter einer Brücke versteckt haben soll. Zur selben Zeit wurde auch in Weißenbach alles bis auf zwei Häuser niedergebrannt. 1643 vernichtete das Feuer in Immenschlag drei Häuser.

Im Jahre 1770 brannten Dach und Turm der Kirche Klein Zwettl ab, der Turm wieder 1770. 1722 brannten in Gastern zwei Häuser nieder, 1804 in Immenschlag das Haus Löffler. In Ruders gab es Brände 1826: Haus Nr. 10, heute Winkelbauer Ernst; 1829: Nr. 3, heute Gruber Herbert, Nr. 4, heute Weinstabl und 1848: Haus Nr. 1, heute Czetina.

Im Jahre 1871 kam es zu einem Großbrand in Klein Zwettl: die Häuser Nr. 30 Hummel, Nr. 28 Schandl Engelbert, Nr. 24 Breier Johann, Nr. 22 Schandl Alfred, Nr. 20 Kainz Gerhard, Nr. 18 Loidolt Anton, Nr. 16 Schulz Karoline, Nr. 14 Dangl Anton, Nr. 12 Mayer Karl, Nr. 25 Hahnl Erich.

1879 gab es einen Großbrand in Weißenbach: 12 Häuser wurden eingeäschert. Nr. 1 Müller Johanna, Nr. 3 Winkelbauer Alfred, Nr. 4 Hirsch Alois, Nr. 5, Hainz Friedrich, Nr. 6 Dangl Amalia, Nr. 8 Bauer Adolf, Nr. 28 Datler Ottilie, Nr. 29 Strohmayer Johann, Nr. 31 heute zum Gasthaus Steiner, Nr. 32 Schandl Johann, Nr. 33 Rausch Johanna, Nr. 38 Gasthaus Steiner.

Im Jahre 1880 kam es in Frühwärts zu einem Großfeuer. Zur Gänze niedergebrannt sind die Häuser: Nr. 26 Kiehtreiber, Nr. 25 Zimmel, Nr. 24 Lutz Otto, Nr. 23 Lutz Maria, Nr. 22 Gratzl. Zum Teil vernichtet wurden die Häuser Nr. 27 Hermann Anton und Nr. 28 Miksch. 1882 gab es In Klein Motten einen Großbrand: Die Häuser Nr. 1 Frühwirth Erich, Nr. 2 Leirer Franz, Nr. 3 Gratzl Günther, Nr. 4, heute nicht mehr, Nr. 13 Winkelbauer Anton, Nr. 31 heute steht dort die Kapelle, Nr. 6 einst Gemeindehaus, heute nicht mehr.

Im Jahre 1884 kam es zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gastern. Seitdem gibt es ein eigenes Brandbuch, in dem alle Brände aufgezeichnet werden. In der Nacht vom 4. zum 5. August schlug der Blitz in Wiesmaden Nr. 2, heute Grünberger, und in Immenschlag Nr. 19, heute Eggenberger, ein. Beide Häuser brannten vollständig nieder. Vor dieser Zeit (Datum nicht bekannt) legte ein Mühlknecht in der Holzmühle Feuer, weil er ackern sollte und bei der Eindeckung des Daches nicht mithelfen durfte. Die Mühle brannte nieder.

Am 27. Juni 1884 kam es zu einem Brand im Hause Garolden Nr. 4 (heute Hanisch Johann), am 11. September 1887 in Weißenbach Nr. 4 (heute Hirsch). Am 15. April 1889 brannte die Mühle in Garolden (heute Haus Toifl) nieder, am 6. April 1892 das Anwesen des Datler Johann, Grünau 55, und am 28. Juni 1892 das Haus Dallinger, Frühwärts 68 (heute Rupp).

Am 25. April 1894 schlug der Blitz in Gastern ein. Es kam zu einem Großbrand, wobei die Häuser Hauptstraße Nr. 28 Kainz Johann, Nr. 30 Eggenhofer Franz, Nr. 34 Dangl Franz, Nr. 32 Loidolt Maria, eingeäschert wurden. Im Jahre 1895 brannte die Scheuer des Alois Hieß in Klein Zwettl nieder und am 8. September das Anwesen des Franz Kreuzer, Frühwärts Nr. 30 (heute Hartl Friedrich). Am 9. Juli 1898 kam es wieder zu einem Großbrand in Weißenbach. 4 Häuser wurden ein Raub der Flammen: Haus Nr. 25, heute Wagner Johann, Haus Nr. 26, heute ein Wiener, Haus Nr. 27, heute Grausam Franz und ein damaliger Besitzer Loidolt Benedikt (Nachfolger nicht bekannt). Am 25. September 1898 wurde das Haus des Lorenz Muhr, Frühwärts 42, (heute Pascher) und am 7. Mai 1899 das Anwesen des Heinrich Zimmel, Weißenbach, (heute Rupert) durch Feuer vernichtet. Das Feuer in Weißenbach wurde gelegt. 1901 kam es erneut zu einem Brand im Hause Datler Johann, Grünau (siehe 1892!).

Am 6. Juni 1905 schlug der Blitz wiederum n Gastern ein (schon vorher 1894). Die Scheunen von 4 Häusern brannten ab: Hauptstraße 24 Jony Alfred (früher Dangl Leopold), Nr. 26 Redl Alfred (früher Anibas), Nr. 28. Kainz Johann (früher Litschauer), Nr. 30 Eggenhofer Franz (früher Eggenhofer Johann). Bei Jony fiel auch der Stall und bei Stransky Nr. 36 das Wohnhaus dem Feuer zum Opfer. Am 15. August 1907 schlug der Blitz in der Holzmiihle ein, die Scheuer brannte ab.

Am 29. September 1907 gab es in Frühwärts wieder einen Großbrand (letztes Mal 1880). Vollständig vernichtet wurden die Häuser Nr. 10 Böhm Emmerich, Nr. 9 heute Popp Katharina, Nr. 11 heute Winkelbauer Ida, Nr. 8 heute Kainz Stefan, Nr. 7 heute Povolny Anton, Nr. 12 heute ein Wiener. Beim Hause Nr. 6, heute Polt Florian, blieb der Hausstock stehen, beim Haus Nr. 5 heute Prager, die Scheuer. Am 27. Juli 1910 brannten in Klein Motten die Häuser Nr. 43 Gasselik und Nr. 51 Gruber nieder und am 12. August 1912 die Fakmühle (an der Straße nach Wiesmaden). Am 24. September 1917 gab es wieder einen größeren Brand in Garolden. Ganz vernichtet wurden die Häuser Nr. 7 (früher Loidolt Anton), Nr. 8, heute ein Wiener, beim Haus Nr. 11 (heute Kainz Franz) blieb das Wohnhaus erhalten.

Wiederum gab es in Garolden einen Brand am 14. Juni 1918. Das Haus der Maria Schrammel wurde ein Raub der Flammen (neben Loidolt Erich) und nicht mehr aufgebaut. Am 27. September 1920 brannte es bei Kainz Adolf, Garolden Nr. 6 (heute Kainz Johann), wobei ein 2 Monate altes Kind erstickte.

Am 8. April 1926 wurde durch ein Feuer das Anwesen des Franz Kreuzer, Garolden Nr. 41, vernichtet und am 8, Juni des gleichen Jahres Stall und Dachstuhl des Wohnhauses Garolden Nr. 37 (Brayer).

Am 17. Februar 1930 brannte es in Wiesmaden Nr. 2 bei Grünberger. Die Wirtschaftsgebäude und sämtliche Maschinen wurden ein Raub der Flammen. Am 21. Juli 1930 wurde das Anwesen des Dietl Konrad, Wiesmaden, eingeäschert, im März 1931 das Haus des Bauer Ignaz, Klein Zwettl Nr. 3 (heute Schandl Franz). 1932 gab es Feuer in Wiesmaden Nr. 19 bei Ignaz Gratzl (heute Kainz Angela), ferner im Hause Eigl, Gastern - Bachstraße 21, und bei Gruber Josef (Herbert) in Ruders. Im Jahre 1932 brannte auch das aus Holz gebaute Haus Ölzant, Immenschlag, zur Gänze nieder, es wurde nicht mehr aufgebaut (nahe dem Hause Höfler).

Im Jahre 1933 wurde das Haus Pieringer, Ruders 19 (heute Haiden), ein Raub der Flammen, in Weißenbach Nr. 37, Johann Müller (neben der Schule) und das Haus des Julius Winkelbauer Nr. 3 (heute Winkelbauer Alfred). Am 3. April 1934 gab es wieder einen größeren Brand in Ruders. Im Hause des Maurers Fasching Nr. 10 (heute Winkelbauer Ernst) begann es. Dabei wurden auch die Nachbarhäuser des Webers Franz Gruber Nr. 25 (heute Winkelbauer Anna) und des Bauers Franz Zach Nr. 11 (heute Eggenberger Johann) eingeäschert. Alle drei Häuser waren aus Holz erbaut.
Am 27. April brannte das Anwesen des Redl Leopold in Klein Zwettl nieder. Am 27. Juli 1944 schlug der Blitz in das Haus des Anton Bruckner in Wiesmaden ein. Dabei wurde dieser vom Blitz getötet. Das ganze Gebäude und vier Stück Rinder fielen dem Brand zum Opfer. Das Haus wurde nicht mehr aufgebaut. Es lag in der Nähe des Hauses Dietrich von Waidhofen.

1947 brannte das Anwesen des Erhart Anton, Grünau, und das Haus der Angela Jungwirt, Alm, nieder. Bei Jungwirt, Nr. 52, hat der Blitz eingeschlagen. Am 15. Juni 1947 zündete der Blitz auch im Hause des Johann Österreicher, Klein Motten 28 (heute Alexander Österreicher). Dabei wurden die Wirtschaftsgebäude des Johann Österreicher und der Juliana Osterreicher (Nr. 7) vernichtet. Am 8. Feber 1950 gab es wieder einen Brand im Hause Redl, Klein Zwettl, und 1954 im Hause Gastern, Hauptstraße 22 (Gutmann). Glühende Asche in einer Kiste war hier die Brandursache.

Am 3. November 1951 brannte es im Anwesen des Karl Kainz, Klein Zwettl 5. Der Brand brach beim Dreschen aus: alle Wirtschaftsgebäude wurde vernichtet. Am Brandplatz erschienen 17 Feuerwehren, durch deren Einsatz das Wohnhaus und Nachbarhaus des Kases Wenzel gerettet werden konnte. Bei diesem Feuer gab es auch einige Verletzte.

Am 20. März 1965 gab es einen Brand beim Landwirt Johann Gratzl, Klein Motten 3 (heute Günter Gratzl). Durch Blitzschlag kam es zu einem Brand, wodurch die Scheuern des Josef Hermann, Frühwärts 22 (heute, Gratzl), und des Friedrich Hainz, Nr. 21, im Jahre 1966 eingeäschert wurden. Im Jahre 1967 und 1968 gab es Brände bei Franz Zimel, Gastern, Hauptstraße 42. 1967 schlug der Blitz im Hause des Josef Hermann, Frühwärts 66, ein, die Wirtschaftsgebäude brannten nieder. 1968 wurden durch Blitzschlag in der Weberei Homolka, Klein Motten, drei Webstühle vernichtet. 1968 gab es auch Brände in Immenschlag im Hause Eggenberger und in Garolden Nr. 22, im Hause Eigl (heute Eigl Erich).

Am 12. Feber 1969 brach im Lager der Firma Wirtl, Frühwärts, ein Brand aus, der einen Schaden von S 1,500.000,- verursachte.

Am 2. April 1969 vernichtete ein Brand das Haus und die Inneneinrichtung des Betonarbeiters Friedrich Lieb, Garolden Nr. 32. Im gleichen Jahre brannte es auch in Klein Motten bei Josef Wais.

Am 24. Juli 1970 schlug der Blitz in die Scheune des Johann Schandl, Wiesmaden ein. Der Besitzer konnte den ausbrechenden Brand selber löschen. Am 25. November 1970 brannte es im Anwesen des Leopold Leirer, Klein Motten 18, und am 26. April 1975 im Anwesen des Karl Schmalzbauer, Grünau.

Im Jahre 1979 gab es In Gastern zweimal nacheinander Feueralarm. Am 16. Feber gab es bei Österreicher Alois, Hauptstraße 7, einen Brand und am 15. März vernichtete das Feuer bei Steiner Rudolf, Brückenstraße 8, die Scheuer, den Maschinenschuppen mit fast allen landwirtschaftlichen Geräten. Am 11. November 1980 brannte es wieder in Immenschlag im Anwesen des Alois Eggenberger.

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