Über Matriken

Unter Matriken oder Matrikel versteht man ein Personenbestandverzeichnis. Pfarrmatriken sind die kirchlichen Amtsbücher, also Geburts- und Taufbücher, Trauungs- sowie Sterbebücher.

Das Konzil zu Trient schriebe 1563 den Pfarrern ein Ehebuch zur Eintragung der Namen der Eheleute und der Trauzeugen, des Ortes und Tages der Hochzeit vor. Ebenso war ein Taufbuch, nicht aber ein Sterberegister vorgeschrieben.

Die Synoden (Kirchenversammlungen von Laien und Geistlichen) gaben dazu eigene Anweisung zur Führung der Matriken heraus. Salzburg schrieb 1577 ein Tauf-, Firmungs- und Ehebuch vor; Regensburg schrieb 1588 zusätzlich ein Familienregister vor. Ende des 16. Jahrhunderts gab es in Süddeutschland und Österreich Tauf-, Firmungs-, Kommunion-, Ehe-, Toten- und Familienregister.

Unter Kaiser Josef wurden in Österreich die Pfarrbücher staatliche Register. Ab 1. Mai 1784 mussten die Tauf-, Trauungs- und Sterbematriken in Rubriken eingeteilt sein, deren Beschreibung genau vorgeschrieben war. Eine Rubrik war auch für die Hausnummern vorgesehen, die allerdings schon 1770 zum Zwecke der Truppenaushebungen eingeführt worden waren.

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