Einleitung

Um Heimatkunde betreiben zu können, muss man auch die Heimat kennen. Um aber über die Entstehung des Ortes, über die wichtigsten Vorkommnisse in alter und neuer Zeit, über die Kulturgeschichte des Ortes usw. eingehende Auskunft und ein klares Bild zu erhalten, ist es notwendig, dass dem Lehrer an jeder Schule ein treuer und verlässlicher Führer zur Seite steht. Dieser treue Führer kann nur eine gewissenhaft angelegte und weitergeführte Schulchronik sein.

Da die Kenntnis der Heimat bedingt, dass der Lehrer über die Vorkommnisse der Vergangenheit ebenso gut unterrichtet ist wie mit denen der Gegenwart, so ist es auch notwendig, dass er die zukünftigen Ereignisse chronologisch festhält. Deshalb ist es erforderlich, dass ein Schulgedenkbuch aus zwei Hauptteilen zu bestehen habe, nämlich

  1. aus einer Ortskunde (mit geschichtlichen, kultur- und naturgeschichtlichen Kapiteln) und
  2. aus einem Gedenkbuch, das chronologisch die Vorkenntnisse beschreibt, welche die Schule oder den Ort betreffen und dabei aber das öffentliche Interesse wach rufen.

Aus verschiedenen Quellen lässt sich Material für die Ortskunden schöpfen: Pfarrchroniken, Gemeindebücher, Grundbücher, herrschaftliche und Landesarchive, u. v. a. Welche Bedeutung nicht zuletzt den Pfarrmatriken zukommt, möge die vorliegende Arbeit zeigen.

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