Germanen

Germanen, Sammelbezeichnung für einen Teil der Völker und Stämme Mitteleuropas, die sich in der jüngeren Eisenzeit im norddt. Flachland und Mittelgebirge entwickelten, im S kelt. Einflüssen ausgesetzt waren und in Konflikt mit dem Röm. Reich gerieten. Um Christi Geburt kam es zu Stammesbündnissen unter Ariovist, Armin und Marbod, ab dem 3. Jh. zum Zusammenschluß von Großstämmen. Den ö. Raum erreichte der Vorstoß der Kimbern, Teutonen und Ambronen 113-101 v. Chr. Im 1. und 2. Jh. n. Chr. bildeten die Markomannen und Quaden ein Reich, dem auch Teile Ö. angehörten. Der ö. Raum war auch vom Einfall der Markomannen, Quaden und Langobarden in das Röm. Reich 166-180 betroffen; ebenso von der Ausdehnung der Alemannen nach 213, der W-Wanderung der Wandalen und Alanen 406 und der Flucht der Ostgoten, Heruler und Skiren im 5. Jh. vor den Hunnen. Ende des 5. Jh. siedelten sich Rugier im Waldviertel an. Auf die Herrschaft der Langobarden im 6. Jh. folgte die Bildung der bair. und alemann. Stämme.