Besiedlung - Stand um 1100

Besiedlungsgang - Stand um 1100

Um 1100 kann die Weiterentwicklung des Grabendorfes zum Angerdorf und der Streifenflur zur dreiteiligen Gewannflur als abgeschlossen gelten. Beide Formen haben das Stadium einer Hochform erreicht. Ermöglicht wurde dies durch eine großangelegte Kolonisationsperiode, in der mehrere hundert Dörfer neu angelegt wurden, wodurch die Gelegenheit zu Veränderungen bestehender und bekannter Formen bestand. Die Hauptrichtung der Kolonisierung wies nach dem Norden, dem Nordwesten und dem Westen des Waldviertels. Der Besiedlungsgang erreichte im Norden bereits die heutige Staatsgrenze. Es ging aber die Besiedlung über die Grenze in den mährisch-böhmischen Raum ungehindert weiter. Dies ist durch die Ortsnamen, Siedlungs- und Flurformen belegbar. Durch den Vorstoß in westlicher und nordwestlicher Richtung wurde der Raum der heutigen Städte Zwettl und Waidhofen/Thaya erreicht.

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