5. Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Ende des grauenvollen Krieges im Mai 1945 erfolgte die Gründung der Zweiten Republik Österreich. Die FF Gastern betrauerte an Gefallenen:

Franz Schandl jun.
Anton Redl
Josef Dimmel
Alfred Schrenk
Leopold Wenisch

1947 waren Brandeinsätze in Kleinzwettl und Rohrbach zu leisten.

Die Aufzeichnungen im Protokollbuch beginnen erst wieder mit der Jahreshauptversammlung vom 15. Jänner 1948. Am 7. März 1948 wurde die Führung der FF Gastern neu gewählt. Zum Hauptmann wurde der Gastwirt Franz Dimmel, zum Stellvertreter der Betriebsführer Ing. Franz Liebhart gewählt. Schriftführer wurde der Landwirt Johann Wirtl, Kassier der Postmeister Alois Dimmel. Exerziermeister wurde der Landwirt Johann Kainz jun.

Zu Ehrenmitgliedern der FF Gastern wurden ernannt: Franz Schandl mit 55 Dienstjahren, Johann Winkelbauer mit 50 Dienstjahren, Alois Dimmel mit 47 Dienstjahren, Anton Kasses mit 42 Dienstjahren und Johann Dangl mit 40 Dienstjahren.

Im Jahre 1949 wurde das Zeughaus renoviert (Betonierung des Fußbodens, Erneuerung des Innen- und Außenputzes, Neufärbelung der Fassade, Einleitung des elektrischen Lichtes und Ausbesserung des Daches). Weiters wurde eine neue Theaterbühne angeschafft.

Die Feuerwehr Gastern wurde in zwei Züge gegliedert. Im 1. Zug sollten die jüngeren, vollständig ausgerüsteten Mitglieder, im 2. Zug die älteren aktiven Mitglieder, Dienst versehen.

Am 1. September 1950 wurde bei der Wahl des Bezirkskommandos der Hauptmann-Stellvertreter der Feuerwehr Gastern, Herr Ing. Franz Liebhart, zum stellvertretenden Bezirkskommandanten gewählt.

Zu einem Brandeinsatz in Kleinzwettl rückte die Feuerwehr Gastern erstmals motorisiert mit einem geliehenen LKW aus.

Am 11. Februar 1951 wurde der Landwirt Heinrich Dangl zum neuen Stellvertreter gewählt. Hauptmann blieb Franz Dimmel.

In Anerkennung seiner großen Verdienste um die Feuerwehr Gastern wurde Herr Franz Eigl im Jänner 1952 zum "Ehrenhauptmann" ernannt. In diesem Jahr scheint der Hauptmannstellvertreter Heinrich Dangl als stellvertretender Bezirkskommandant auf. Gründe für seine Wahl sind keine angegeben.

Am 14. März 1953 wurde die Führung der FF Gastern neu gewählt. Zum Hauptmann wurde der Schlosser Josef Praschinger gewählt. Er war nicht bereit, die Wahl anzunehmen. Im 2. Wahlgang wurde der Gastwirt Franz Dimmel gewählt. Auch er wollte die Wahl nicht annehmen. Der daraufhin notwendig gewordenen 3. Wahlgang am 11. April 1954 ergab: Hauptmann wurde der Weber Anton Kasses, Hauptmannstellvertreter der Landwirt Heinrich Dangl.

Am 8. Dezember 1954 gab es bei einem Einsatz in Gastern Probleme mit der Motorspritze. Es wurde daher beschlossen, eine neue, stärkere Motorspritze mit 30 PS anzuschaffen. Die Ausführung scheiterte jedoch zunächst am Finanzierungsproblem. Eine Sammlung zum Ankauf eines motorisierten Einsatzfahrzeuges erbrachte S 975,-.

1955 wurde der Hauptmann Anton Kasses bei den Wahlen in den Bezirksfeuerwehrausschuß Dobersberg zum Bezirksfeuerwehrrat gewählt.

Im Jahre 1956 ging der langgehegte Wunsch der Feuerwehr Gastern nach einem eigenen Feuerwehrauto in Erfüllung. Um ca. S 4000,- wurde ein gebrauchter LKW der Type UNRRA angekauft und für Feuerwehrzwecke adaptiert.

Erstes Einsatzfahrzeug der FF Gastern, UNNRA, 1956

Im Rahmen einer Festlichkeit sollte dieses Einsatzfahrzeug geweiht werden. Am Abend des 2. Juni 1956 wurde mit einem Fackelzug und dem feierlichen Friedhofsgang sowie einer Kriegerehrung unter Mitbeteiligung des Kriegsopferverbandes der toten Feuerwehrkameraden gedacht.

Am Sonntag, dem 3. Juni 1956, dem eigentlichen Festtage, begann um 13.00 Uhr derr Empfang der Geistlichkeit, der Ehrengäste, der Autopatin Frau Leopoldine Böhm aus Kleinmotten und der auswärtigen Feuerwehren auf dem Marktplatz. Nach den Begrüßungsansprachen nahm Ortspfarrer, GR Johann Träxler, die Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges sowie eine allgemeine Kraftfahrzeugsegnung vor. Weiters folgten Fest- und Gedenkansprachen, eine Gruppenübung und die Defilierung von mehr als 200 angetretenen Feuerwehrmännern beim Kriegerdenkmal. Ein Gartenkonzert und ein Tanzkränzchen schlossen dieses Festtag ab.

Am 28. Jänner 1957 wurde erstmals mit dem neuen Einsatzfahrzeug zu einem Brand nach Kautzen ausgerückt.

Am 31. März 1957 wurde der Dachdecker Ignaz Gratzl zum Kommandant-Stellvertreter gewählt. Kommandant blieb Anton Kasses.

1958 war ein Brandeinsatz in Kleingöpfritz zu vermerken.

1959 beging die Feuerwehr Gastern ihr 75jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlaß wurde die schon lang ersehnte, neue Tragkraftspritze der Type VW angekauft, die dann bis ins Jahr 1993 treue Dienste leistete. Die Tragkraftspritze sollte bei diesem Feste ihre kirchliche Segnung erhalten. Patin der Spritze war wieder Frau Leopoldine Böhm.

Auch dieser Festtag begann schon am Vorabend (23. Mai 1959) mit dem schon zur Tradition gewordenen Fackelzug, dem Friedhofsgang und der Kriegerehrung. Anschließend fand im Gasthaus Popp ein Kameradschaftstreffen der Feuerwehrleute statt.

Am 24. Mai 1959 erfolgte die feierliche Segnung der neuen Spritze und eine allgemeine Kraftfahrzeugsegnung. Festansprachen, eine Schauübung mit dem neuen Gerät, bei der sich die erhöhte Schlagkraft der Feuerwehr Gastern zeigte, Defilierung der Feuerwehrmänner, ein
Gartenkonzert und ein Tanzabend schlossen den Festtag ab.

Die turnusmäßige Neuwahl des Kommandos am 20. Jänner 1960 brachte eine Neubesetzung des Hauptmann-Stellvertreters. In diese Funktion wurde der Landwirt Johann Kainz jun. gewählt.

Am 3. November 1961 brach im Anwesen des Gastwirtes Karl Kainz in Kleinzwettl ein Brand aus, der die Scheune, den Stall, die Einfahrt und Teile des Wohngebäudes vernichtete. 10 Feuerwehren, darunter die FF Gastern, bekämpften den Brand. Für die neue Tragkraftspritze war dieser Einsatz die "Feuertaufe" und sie bewährte sich ausgezeichnet.

Die Neuwahl am 23. Jänner 1962 brachte eine Generationsablöse. Zum neuen Kommandanten wurde der 35jährige Fleischhauergehilfe Leopold Strasky gewählt. Stellvertreter blieb der Landwirt Johann Kainz. Schriftführer wurde der Landwirt Alfred Redl und Kassier der Postadjunkt Leopold Miksch. Zeugwarte wurden der Landwirt Franz Dangl und der Gastwirt Alfred Winkelbauer. Anton Kasses, Johann Wirtl und Alois Dimmel wurden ihre zuletzt ausgeübten Funktionen ehrenhalber verliehen.

Am 29. April 1962 wurde der langjährige Kommandant und jetzige Ehrenkommandant der FF Gastern, Herr Anton Kasses, durch Ernennung zum "Ehrenbezirksfeuerwehrrat" besonders ausgezeichnet.

In diesem Jahr nahm erstmals eine Bewerbsgruppe unserer Wehr an den Landesfeuerwehrleistungsbewerben am 29. Juni in Waidhofen an der Thaya teil.

Da sich das erste Einsatzfahrzeug als zunehmend reparaturanfällig erwies, wurde der Beschuß gefaßt,ein neues Einsatzfahrzeug, Type Ford Transit FK 1250, zum Preis von S 77.000,- anzuschaffen. Eine zu diesem Zweck durchgeführte Sammlung erbrachte als Ergebnis S 11.924,-. Für das alte Einsatzfahrzeug wurde ein Verkaufspreis von S 3.000,- erzielt. Die Feuerwehr Gastern konnte aus Eigenmitteln S 15.000,- beisteuern, das Landesfeuerwehrkommando subventionierte S 10.000,-, den Rest von etwa S 37.000,- leistete die Gemeinde.

Am 21. Juni 1963 wurde das neue Kleinlöschfahrzeug von der Firma Rosenbauer ausgeliefert und im Werk Linz von einigen Mitgliedern unserer Wehr übernommen.

LLF Ford Transit 1250 - (Jahr 1963)

Bei den Landesleistungsbewerben am 22. Juni 1963 in Scheibbs erwarb eine angetretene Wettkampfgruppe der Feuerwehr Gastern erstmals das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und erreichte 322 Punkte. Brandeinsätze im Jahr 1963 waren in Triglas, Engelbrechts und Großtaxen. Der Einsatz in Großtaxen war der erste Einsatz für das neue Kleinlöschfahrzeug.

Als Dank und Anerkennung für sein Wirken zum Wohle der Feuerwehr wurde Herrn Bürgermeister Franz Grünberger bei der Jahreshauptversammlung am 15. Jänner 1964 die Florianiplakette überreicht.

Am 27. März 1964 wurde am Dach des Schlauchturmes die erste Feueralarmsirene montiert. Die Anschaffungskosten von S 6.000,- brachten Gemeinde und Feuerwehr gemeinsam auf.

Am 15. April 1964 feierte Herr Alois Dimmel, Ehrenhauptmann und Ehrenzahlmeister der FF Gastern, seinen 80. Geburtstag und seine 62jährige Zugehörigkeit zu unserer Wehr. In Anwesenheit von Bezirkskommandant Lambert Hornek begrüßte Kommandant Strasky den Jubilar und dankte ihm für seine treuen Dienste. Als Dank und Anerkennung überreichte er dem Jubilar eine schön gestaltete Ehrenurkunde. Eine Festtafel mit anschließendem gemütlichen Beisammensein schloß diesen schönen Abend.

Um die Einsatzschlagkraft unserer Wehr weiter zu erhöhen, wurde beschlossen ein Fahrzeugfunkgerät anzukaufen. Mitte Juni 1964 wurde das Funkgerät der Type PYE Cambridge in der Landesfeuerwehrschule in Tulln in das Einsatzfahrzeug eingebaut. Die Anschaffungskosten von S 12.600,- teilten sich Feuerwehr und Gemeinde.

1964 wurde zu 6 Brandeinsätzen (Großtaxen, Waldbrand in der CSSR bei Althütten, Kleinzwettl, Reinberg-Heidenreichstein, Pleßberg und Peigarten) und zu zwei technischen Einsätzen (Ortsbachreinigung nach Hochwasser in Gastern und Bergung einer Straßenwalze) ausgerückt.

Am 21. Juni 1964 hielt die Feuerwehr Gastern ihre erste Sonnwendfeier ab und leitete damit eine neue Tradition ein.

Die Neuwahl am 6. Jänner 1965 bestätigte Kommandant Leopold Strasky, neuer Stellvertreter wurde der Landwirt Franz Zimel. Alle anderen Funktionäre wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Am 10. Jänner 1965 vollendete Ehrenbezirksfeuerwehrrat Anton Kasses sein 80. Lebensjahr. Auch dieser Anlaß wurde unter dem Beisein der Funktionäre des Bezirksverbandes würdig gefeiert.

Am 20. März dieses Jahres wurde zu einem Brand nach Kleinmotten ausgerückt.

Am 10. April 1965 besuchte eine Delegation von Feuerwehrfachleuten aus Brünn, die eine Informationsreise über die Tätigkeiten der österreichischen Feuerwehren absolvierte, die Feuerwehr Gastern als einzige Wehr im Bezirk Dobersberg.

Der Ertrag aus diversen Veranstaltungen ermöglichte der Feuerwehr Gastern am 15. April die Anschaffung eines 3 Tonnen Greifzuges aus Eigenmitteln. Mit dieser Anschaffung konnte die Schlagkraft bei technichen Einsätzen wesentlich erhöht werden.

Aus zwingenden familiären Gründen mußte der bisherige Kommandant Leopold Strasky nach Eggern übersiedlen. Deshalb mußte 3 Wochen vor dem geplanten Bezirksfeuerwehrtag am 27. Juni 1965 das Kommando neu gewählt werden. Kommandant wurde der Landwirt Franz Zimel, Stellvertreter der Straßenwärter Gerhard Mödlagl.

An den Landesleistungsbewerben vom 2. bis 4. Juli 1965 in Berndorf nahm abermals eine Wettkampfgruppe unserer Wehr teil und erwarb das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze.

Am Sonntag, dem 18. Juli 1965, feierte die FF Gastern ihr achtzigjähriges Bestandsjubiläum mit der Abhaltung des Bezirksfeuerwehrtages und der Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges durch Kaplan Pinger. Autopatin war Frau Hilde Stransky.

Seit dem Jahre 1965 ist die FF Gastern auf Grund ihres Ausrüstungsstandes in der 20. F.u.B. Bereitschaft (Feuerlösch- und Bergebereitschaft bei überregionalen Großeinsätzen) aufgenommen. Die erste Übung in dieser Bereitschaft fand im Herbst 1965 in Dobersberg statt, um die Zusammenarbeit der Kräfte zu koordinieren. Kurze Zeit später besichtigte Landesfeuerwehrrat Josef Kast die 20. F.u.B. Bereitschaft in Waidhofen/Thaya.

1966 mußte die Feuerwehr Gastern zu 5 Bränden und 3 technischen Einsätzen ausrücken. Besonders erwähnt zu werden verdient der technische Einsatz am 27. 7. 1966 in Gastern. Nach einem heftigen Gewitter gingen die Feuerlöschteiche außerhalb des Ortes über und der verrohrte Ortsbach konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Eine etwa einen Meter hohe Flutwelle ergoß sich über Ober- und Mittelort und richtete an einigen Häusern beträchtlichen Schaden an. Einige Keller mußten ausgepumpt werden. In Gastern war ein solches Ereignis seit Menschengedenken nicht vorgekommen.

Am 24. September dieses Jahres rückte die Feuerwehr Gastern zur Feier des ersten Spatenstiches für das neue Gemeindehaus aus. Der Plan des Gebäudes schloß auch ein neues Depot für die Feuerwehr ein.

1966 wurden auch der langjährige Gönner der Feuerwehr Gastern, Bürgermeister Franz Grünberger, sowie Ehrenexerziermeister Johann Kainz und Ehrenzeugwart Johann Dangl auf dem Weg zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet.

1967 wurde zu Brandeinsätzen in Gastern (256 Arbeitsstunden), Thaya und Frühwärts und zu drei technischen Einsätzen (Dachsicherung, Traktor- und Sattelschlepperbergung) ausgerückt.

Am 17. April 1967 starb Ehrenbezirksfeuerwehrrat Anton Kasses, der langjährige Kommandant der FF Gastern, im 84. Lebensjahr. Ein Ehrenzug der Feuerwehr und viele seiner ehemaligen Kameraden und Bekannten geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte.

Die Neuwahl des Kommandos am 11. Jänner 1968 brachte eine Bestätigung für BFR Franz Zimel, zum neuen Stellvertreter wurde der Landwirt und Weber Alfred Fida gewählt. Ansonsten gab es keine Veränderungen in den Funktionen.

In diesem Jahr waren 6 Brandeinsätze und ein technischer Einsatz zu verzeichnen.

Am 22. April 1968 trat BFR Franz Zimel aus persönlichen Gründen von seiner Funktion als Ortskommandant zurück. Dies machte eine Neuwahl am 29. Mai erforderlich. Kommandant wurde Alfred Fida, Stellvertreter der Schlosser Alois Österreicher jun.

1969 wurde die Feuerwehr zu Brandeinsätzen in Frühwärts, Garolden (2), Kleinmotten, Großgerharts und Altmanns gerufen.

Am 29. Juni vollendete Ehrenkommandant und Ehrenzahlmeister Alois Dimmel sein 85. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß fand im Gasthaus Weissenböck eine Feier im Feuerwehrkreis statt.

Bei den Landesleistungsbewerben in Amstetten (15. bis 17. 8. 1969) konnte wieder eine Wettkampfgruppe das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze erwerben.

1969 wurde gemeinsam mit dem Gemeindehaus auch das neue Feuerwehrdepot fertiggestellt und bezogen.

1970 trat das neue Feuerpolizei- und Feuerwehrgesetz in Kraft. Die Feuerwehren wurden von Vereinen in Körperschaften öffentlichen Rechts umgewandelt und neue Dienstgrade geschaffen.

In diesem Jahr wurde zu Bränden in Wiesmaden und Kleinmotten (2) sowie zu zwei technischen Einsätzen im neuen Gemeindehaus ausgerückt.

Änderung in der Zusammensetzung und eine Generationsablöse brachten die Neuwahlen am 3. Jänner 1971. Kommandant wurde der 25jährige Kraftfahrer Leopold Bäck aus Garolden, Stellvertreter der 24jährige Landwirtssohn Herbert Mödlagl. Damit hatte ein junges, schlagkräftiges Team die Führung der Feuerwehr übernommen.

Noch in diesem Jahr wurde unter der Führung des neuen Kommandos an den Landesleistungsbewerben in Stadt Haag teilgenommen und erstmals in der Geschichte der FF Gastern das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber erworben.

Drei Brandeinsätze und zwar in Kleingerharts, Pleßberg und Peigarten wurden in diesem Jahr registriert. Verstorben sind in diesem Jahr die Mitglieder Ludwig Popp und Johann Wirtl.

Am 23. 3. 1972 verstarb der hochgeschätzte Ehrenkommandant und Ehrenzahlmeister Postmeister Alois Dimmel. Er wurde unter großer Anteilnahme der Ortsbevölkerung und der Feuerwehr am Ortsfriedhof zur ewigen Ruhe bestattet.

An Einsätzen waren Brandeinsätze in Kleinmotten, Peigarten und Kautzen sowie ein technischer Einsatz in Ruders (Bergung eines LKW nach Verkehrsunfall - ein Toter) zu leisten.

1973 wurde die Feuerwehr zu einer LKW-Bergung in Ruders und zu einem Brandeinsatz in Garolden gerufen. Neun Mann unserer Wehr nahmen am Begräbnis von Ing. Franz Liebhart, der von 1943 bis 1951 Hauptmannstellvertreter und von 1950 bis 1952 stellvertreterender Bezirkskommandant des Bezirkes Dobersberg war, in Horn teil.

Am 4. Mai 1974 wurde zugleich mit der alljährlichen Florianifeier das 90jährige Bestandsjubliläum der Feuerwehr Gastern mit Friedhofsgang, Festmesse, Festansprache durch Abschnittskommandant Franz Loidolt, Auszeichnung für Kommandant Bäck und anschließender Tanzunterhaltung gefeiert.

1974 verstarb das Reservemitglied Karl Weissenböck nach mehr als 40jähriger Dienstzeit.

An Brandeinsätzen war in diesem Jahr ein Flurbrand in Grünau zu vermerken.

1975 war ein ruhiges Jahr an Einsätzen - es wurde nur ein technischer Einsatz (Druckprobe für den neuen Heizöltank in der Volksschule) geleistet.

Gleichzeitig mit der Florianifeier wurde in diesem Jahr das neu errichtete Kriegerdenkmal durch Ortspfarrer GR Josef Keil gesegnet.

Im Oktober 1975 erwarben die Löschmeister Herbert Österreicher und Friedrich Wenisch als erste Mitglieder der FF Gastern das Funkleistungsabzeichen in Bronze.

Am 3. Jänner 1976 erfolgte die turnusmäßig Neuwahl des Feuerwehrkommandos. Kommandant Bäck konnte aufgrund seiner Übersiedelung nach Waidhofen dieses Amt nicht mehr annehmen. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Herbert Mödlagl gewählt. Stellvertreter wurde Johann Lehninger. Noch in der Wahlnacht muße sich das neue Kommando bei einem Sturmeinsatz in Grünau bewähren.

Außer diesem Einsatz gab es in diesem Jahr noch drei Brandeinsätze (2 Mähdrescherbrände in Gastern und ein Brandeinsatz in Harmanns) sowie zwei technische Einsätze.

Am 13. Jänner 1976 wurde Kommandant Herbert Mödlagl zum Kommandanten des Unterabschnittes Gastern gewählt und erhielt den Dienstgrad "Hauptbrandinspektor".

Weiters wurden 1976 5 Neumitglieder aufgenommen und in die Wettkampfgruppe eingegliedert. Diese Wettkampfgruppe erwarb bei den Landesleistungsbewerben in Waidhofen/Ybbs die Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber.

1977 gab es eine Fülle von Veranstaltungen (Feuerwehrball, Preisschnapsen, Autogeschicklichkeitsfahren, Sonnwendfeier). Der Reinerlös dieser Veranstaltungen diente zur Finanzierung des Ankaufes eines gebrauchten Löschfahrzeuges, Type Land Rover 110 F, mit eingebauter Seilwinde. Damit verfügte die Feuerwehr Gastern erstmals über zwei Einsatzfahrzeuge.

LLF Landrover 110 F, 1977

Mit dem neuen Einsatzfahrzeug wurden noch in diesem Jahr 4 technische Einsätze (3 Fahrzeugbergungen und eine Vorspannleistung) absolviert.

Bei der Jahreshauptversammlung am 5. Jänner 1978 überreichte Bezirksfeuerwehrkommandant Adolf Walter an Bürgermeister Josef Fasching das Verdienstzeichen III. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

Das Jahr 1978 brachte wieder eine Fülle von Veranstaltungen (Theateraufführung, Feuerwehrball, Sonnwendfeier, Auto- und Mopedgeschicklichkeitsfahren), die gute Erträge brachten.

Am 19. März 1978 wurde die neue St. Josephs-Glocke für die Pfarrkirche geweiht. Eine Löschgruppe der Feuerwehr hatte die ehrenvolle Aufgabe, die neue Glocke vom Zeughaus unter der Beteiligung der Ortsbevölkerung zur Kirche zu bringen und das Aufziehen durch einen Kran vorzubereiten.

1978 gab es 13 technische Einsätze mit insgesamt 229 Arbeitsstunden.

Die Reservemitglieder Emmerich Eggenhofer und Stefan Lieb begingen in diesem Jahr das Jubiläum ihrer 50jährigen Zugehörigkeit zur Feuerwehr Gastern und wurden im Rahmen einer kleinen Feier von Kommandant Mödlagl mit der ihnen verliehenen Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Am 11. August wurde im Rahmen einer Festsitzung der Bürgermeister der Marktgemeinde Gastern, Josef Fasching, vom Abschnittsfeuerwehrkommandanten Brandrat Franz Zach für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen mit der Florianiplakette des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

1979 wurden 11 technische Einsätze und 4 Brandeinsätze (2 x Gastern, Eggmanns und Wiesmaden) geleistet.

Beim Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold, der sogenannten "Feuerwehrmatura", traten erstmals 5 Mitglieder der Feuerwehr Gastern an und bestanden dieses auch. Die neuen "Goldenen" waren HBI Herbert Mödlagl, BM Friedrich Wenisch und die Löschmeister Erwin Miksch, Herbert Österreicher und Bruno Pischinger.

Im Juli 1979 feierte Herr Heinrich Mödlagl, der Vater unseres Kommandanten, das Jubiläum seiner 50jährigen Zugehörigkeit zu unserer Feuerwehr. Aus diesem Anlaß fand eine Feier im Kameradenkreis statt, bei der Kommadant-Stv. Johann Lehninger und Bürgermeister Josef Fasching dem Geehrten gratulierten und ihm die verliehene Verdienstmedaille überreichten. Leider mußten wir Herrn Mödlagl kaum ein halbes Jahr später bereits zu seiner letzten Ruhestätte geleiten.

Beim Bewerb um das Sprengleistungsabzeichen in Bronze in der Landesfeuerwehrschule in Tulln traten LM Erwin Miksch und LM Bruno Pischinger an und erwarben dieses Leistungsabzeichen, wobei Erwin Miksch Landesbester wurde.

1980 gab es 11 Einsätze, davon 8 technische Einsätze, 2 Brandsicherheitswachen und einen Brandeinsatz in Immenschlag.

Beim ersten Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Silber traten LM Herbert Österreicher und die FM Rudolf Dangl und Leopold Hermann an und erwarben dieses Leistungsabzeichen.

Die Neuwahl des Kommandos am 6. Jänner 1981 bestätigte den Kommandanten Herbert Mödlagl, neuer Stellvertreter wurde der Gemeindearbeiter Herbert Österreicher, Kassenverwalter der Gemeindesekretär Johann Datler. Dem bisherigen Kassenverwalter Leopold Miksch wurde der Ehrendienstgrad "Ehrenlöschmeister" verliehen.

Im März 1981 wurde der Kommandant der FF Gastern, Herbert Mödlagl, zum Abschnittskommandanten-Stellvertreter gewählt und erhielt den Dienstgrad "Abschnittsbrandinspektor".

Die aktiven Mitglieder der FF Gastern wurden in diesem Jahr erstmals in zwei Züge und vier Löschgruppen eingeteilt. Als Zugskommandanten fungierten OBM Franz Zimel und BM Friedrich Wenisch, als Gruppenkommandanten die LM Bruno Pischinger, Johann Lehninger, Erwin Miksch und Franz Widhalm.

Bei den Bezirksleistungsbewerben in Großsiegharts konnte eine der teilnehmenden Bewerbsgruppen der Feuerwehr Gastern einen 3. Platz und damit erstmals einen Pokal erringen.

Die Einsatzstatistik umfaßt 1981 10 technische Einsätze, 3 Sicherungsdienste und 2 Brandeinsätze. Dabei wurden von 109 Mann 235 Arbeitsstunden geleistet.

Das Jahr 1982 stand schon ganz im Zeichen der Vorarbeiten für das Jubiläum "100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Gastern". Am 11. Mai 1982 wurde beschlossen, das neue Tankrüstlöschfahrzeug bei der Fa. Rosenbauer in Auftrag zu geben, weiters wurde im Oktober das LLF Land Rover um S 86.000,- an die Feuerwehr Porrau im Weinviertel verkauft. Eine im November dieses Jahres durchgeführte Haussammlung im gesamten Gemeindegebiet brachte das Ergebnis von S 75.000,-.

Alfred Redl jun. und Rudolf Dangl jun. erwarben das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. In diesem Jahr wurden LM Bruno Pischinger als Sachbearbeiter für das Sanitätswesen und OFM Rudolf Dangl als Sachbearbeiter für das Funkwesen im Abschnitt Dobersberg ernannt.

Weiters waren 11 technische Einsätze, 2 Sicherungsdienste und 3 Brandeinsätze (Gastern, Wiesmaden und Garolden) zu leisten.

110 Jahre FF Gastern - 1983

110 FF Gastern - 1983

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