Die Filialkirche St. Andreas zu Weißenbach

Der Kirchenbau wurde im frühen 16. Jahrhundert errichtet - das Weihedatum des Altares ist mit 1529 angegeben - und zwar auf dem ursprünglich unverbauten Dorfanger was auf obrigkeitliche Anordnung hinweist, durften doch diese Anger früher nicht verbaut werden. Die Filialkirche dürfte immer eine gewisse Sonderstellung gehabt haben, da Weißenbach Herrschaftssitz war, und hatte sogar einige Zeit einen Benefiziaten. Dieses Benefizium wurde aber im 16. Jahrhundert unter dem protestantischen Herrn Peuger von Puige eingezogen.

Anfangs des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche zerstört und etwa um 1689 von den Truckenmiller, die Vertreter der Gegenreformation waren, wieder aufgebaut. Die Erinnerungen an dieses Geschlecht sind sehr deutlich dokumentiert in der Gegenwart ihres Wappens auf dem Hauptaltar und auf einem Flügelaltar. Ebenfalls präsent wird dieses Geschlecht in einem Bild über dem Seiteneingang, das eine Familiengeschichte darstellt.

1837 wurde ein Verzeichnis der Einrichtung verfaßt.

1901 wurde ein Kirchenbauverein unter dem ersten Schulleiter von Weißenbach, Josef Czerny, gegründet, der im ganzen Waldviertel Geldspenden für die Renovierung der Filialkirche sammelte. Am 1. Mai 1904 wurde die renovierte Kirche feierlich geweiht.

Im Juni 1904 besuchte Diözesanbischof Dr. Rößler die renovierte Kirche. Noch im August dieses Jahres wurden 2 neue Glocken geweiht und montiert als Abschluß der Renovierung. Diese beiden Glocken fielen der Ablieferung im Ersten Weltkrieg zum Opfer.

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