4. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Standesbuch vom 26. 05. 1946 finden wir als Hauptmann den Landwirt Konrad Litschauer und den Landwirt Alexander Dietl als seinen Stellvertreter; Kassier und Schriftführer war der Kleinhäusler Franz Hörmann; Zugskommandant der Landwirt Adolf Bauer; Zeugwart der Wagnermeister Friedrich Handl; Steigerkommandant war der Landwirt Silvester Wagner, Stellvertreter der Landwirt Leopold Dangl; Spritzenkommandant der Schneidermeister Johann Wollek, Stellvertreter der Landwirt Stefan Winkelbauer; Hornist Erich Dangl.

Am 15. Juni 1947 wurde zu einem Brand bei Johann und Eduard Österreicher nach Kleinmotten ausgerückt.

Am 6. Jänner 1949 wurden der Landarbeiter Franz Schuller zum Hauptmann und der Gastwirt Adolf Bauer zum Stellvertreter gewählt. Kassier und Schriftführer blieb Franz Hörmann, Zugsführer wurde Konrad Litschauer, Hornist war Alexander Dietl.

1950 wurde der Postbeamte Siegfried Winkelbauer zum Hauptmann gewählt. 1951 wurden die erste Spritze und der Mannschaftswagen der FF Weißenbach an einen Altmetallhändler verkauft. Die neue Motorspritze, Type Rosenbauer, wurde feierlich geweiht. Auch eine Auto-, Motorrad- und Traktorweihe fand zu diesem Anlaß statt.

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1951 wurde die Motorspritze, Type
Rosenbauer, angekauft

1954 rückten 14 Mann zur 800 Jahrfeier der Marktgemeinde Gastern aus.

1955 wurden der Briefträger Siegfried Winkelbauer zum Hauptmann und der Landwirt Otto Hörmann zum Stellvertreter gewählt. Schriftführer war der Weber Richard Winkelbauer, Rechnungsführer (Kassier) der Landwirt Rupert Zimmel sen.

In diesem Jahr fand in Kleinmotten eine groß angelegte Übung der Freiwilligen Feuerwehren Gastern, Weißenbach, Kleinzwettl und Triglas statt.

1956 wurde zur Weihe des ersten Einsatzfahrzeuges der FF Gastern ausgerückt.

Am 21. Juli 1957 feierte die Freiwillige Feuerwehr Weißenbach ihr 60jähiges Bestehen. Bei dem zu diesem Anlaß veranstalteten Bezirksfeuerwehrtag wurde das neue Feuerwehrhaus feierlich geweiht.

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Feuerwehrhaus der FF Weißenbach

Am 24. Mai 1959 nahm die FF Weißenbach am Bezirksfeuerwehrtag in Gastern zum 75jährigen Bestandsjubiläum der FF Gastern, verbunden mit einer Motorspritzenweihe, teil.

1961 wurden der Landwirt Otto Hörmann zum Hauptmann und der Schlossermeister Karl Bauer zum Stellvertreter gewählt.
Am 4. November dieses Jahres wurde zu einem Brand nach Kleinzwettl (Kainz) ausgerückt.

Am 29. Juni 1962 konnte eine Wettkampfgruppe der FF Weißenbach mit Oberlöschmeister Rupert Zimmel als Gruppenkommandant bei den Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Waidhofen/Thaya erstmals das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze erwerben.
Am 11. Jänner 1962 Ausrückung zu einem Brand nach Illmau und am 6. Mai zur Spritzenweihe nach Frühwärts.

1965 wurden der Landwirt Erich Dangl zum Kommandanten und der 24jährige Landwirt Ernst Hörmann zum Kommandant-Stellvertreter gewählt. Am 18. Juli 1965 erfolgte eine Ausrückung zum Bezirksfeuerwehrtag anläßlich des 80jährigen Bestandes der FF Gastern.
Einsätze 1965: Zwei Brände (22. März Gratzl, Kleinmotten; 25. Mai Müller, Weißenbach) und zwei technische Einsätze in Weißenbach. 1966 wurde zu einem Waldbrand in Kleinmotten ausgerückt. Am 13. Mai brannte ein Mähdrescher in der Scheune des Silvester Wagner in Weißenbach. Ein Übergreifen des Brandes auf gelagertes Stroh konnte verhindert werden.

Am 27. Juli 1966 wurde der Ort Weißenbach von einem Hochwasser heimgesucht, das großen Schaden an Straßen, Kanalisation und Häusern anrichtete. Einige Monate später richtete ein Sturm große Schäden an Hausdächern an. Beide Male war der Einsatz der Feuerwehr erforderlich.
Zur Grundsteinlegung des Gemeindehauses in Gastern am 16. Oktober 1966 rückten 9 Mann aus. Technische Einsätze wurden am 11. Juni 1967 bei Gruber Franz und bei Datler Robert (Auspumpen) geleistet.

1967 wurde auch die Alarmsirene bei der Fa. Rosenbauer angekauft.

1968 wurde zu Bränden nach Gastern (18. April - Zimel), Kleinmotten (8. Juli - Homolka), lmmenschlag (13. Oktober - Eggenberger) und Garolden (4. November - Eigl) ausgerückt.

Am 26. November 1969 mußte zu einem Brand nach Kleinmotten (Wais) ausgerückt werden, bei dem die Scheune niederbrannte.

Am 6. Juli 1970 verstarb Herr Rupert Zimmel sen. Er war lange Jahre Schriftführer bzw. Rechnungsführer der FF Weißenbach gewesen.
Am 20. November 1970 und am 9. Dezember wurde zu Bränden in Kleinmotten (Gratzl, Leirer) ausgerückt. Ein weiterer Brandeinsatz war am 15. Februar 1970 in Kautzen (Hagenauer). Technische Einsätze 1970 - 2. Februar Sicherung eines über eine Böschung abgerutschten LKW; 14. Februar - Fällung der Lindenbäume im Ortsgebiet: 13. Dezember - Bergung eines PKW.

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1970 wurde auch ein Kleinlöschfahrzeug,
Marke Ford Transit, angekauft

Im Jahre 1971 erfolgten drei technische Einsätze. Am 16. März zwei Rauchfangausbrennungen bei Winkelbauer Johann und Winkelbauer Anna in Ruders und am 18. März Auspumpen des Quellbrunnens in Weißenbach.

Am 11. Juli 1971 wurde um 20.15 Uhr zu einem Brand von Wirtschaftsgebäuden in Kleingerharts (Zimmermann) ausgerückt. Die Feuerwehr Weißenbach war sehr erfolgreich im Einsatz, der jedoch ein tragisches Ende nahm. Der Maschinist Franz Winkelbauer erlitt einen Herzanfall und konnte, da die Zufahrtsstraßen nach Kleingerharts durch Autos von Schaulustigen blockiert wurden nur unter großen Schwierigkeiten zum Rettungswagen des Roten Kreuzes transportiert werden. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus Waidhofen/Thaya an den Folgen des Herzanfalles im 41. Lebensjahr und hinterließ seine Gattin mit 3 unversorgten Kindern. Der Verstorbene wurde unter großer Beteiligung der Gemeindebevölkerung und der Freiwilligen Feuerwehren auf dem Friedhof in Gastern begraben.

Am 29. Juni 1972 entstand durch Blitzschlag im Webereibetrieb des Alexander Homolka in Kleinmotten ein Brand, der gemeinsam von den Feuerwehren Weißenbach, Gastern, Kautzen, Frühwärts, Kleingöpfritz und Waidhofen/Thaya gelöscht wurde.

Am 4. Mai 1974 wurde anläßlich der Florianifeier das 90jährige Bestandsjubiläum der Feuerwehr Gastern gefeiert, auch die FF Weißenbach nahm daran teil.
1974 war am 20. April ein Brand in Kleinmotten bei Gratzl zu bekämpfen. Die Feuerwehren Weißenbach, Gastern, Frühwärts und Kautzen waren im Einsatz.

Am 26. April 1975 brannte um 14.40 Uhr bei Schmalzbauer in Grünau das Wirtschaftsgebäude nieder. Im Einsatz waren die Feuerwehren Weißenbach, Eggern, Kleingöpfritz, Gastern, Frühwärts, Kautzen, Pfaffenschlag und Dobersberg. Ein weiterer Einsatz der FF Weißenbach war am 27. April notwendig, da der Brand vom Vortag durch den herrschenden Wind nochmals zum Ausbruch kam.
Ein technischer Einsatz wurde am 13. Jänner 1975 in Ruders bei Eggenberger Johann geleistet. Starker Regen und schmelzender Schnee hatten den Viehstall überflutet. Er mußte ausgepumpt werden.
Bei der Florianifeier des Jahres 1975 wurde in Gastern das neuerrichtete Kriegerdenkmal von Pfarrer GR Josef Keil geweiht. Das frühere Denkmal hatte der Errichtung des Gemeindehauses weichen müssen.
1975 nahmen die Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Gastern auch nach längerer Pause wieder an der Fronleichnamsprozession teil. Seither wurde diese Teilnahme zur Tradition.
Im November 1975 fand eine Übung der Feuerwehren des Unterabschnittes Gastern in Wiesmaden statt.

1976 wurde der Kraftfahrer Johann Schandl zum Kommandanten und der Landwirt Erich Dangl zum Stellvertreter gewählt. Der Postbeamte Franz Wagner wurde Verwalter.

Am 26. Oktober 1978 fand im Ortsteil Alm eine großangelegte Relaisübung der Feuerwehren des Unterabschnittes Gastern statt.

Brandeinsätze 1979 waren am 16. Februar (Österreicher, Gastern) und am 15. März (Steiner, Gastern) zu verzeichnen.

1980 mußte am 8. Jänner ein in Folge glatter Fahrbahn auf dem Weißenbacher Berg verunglückter Tankwagenzug geborgen werden. Eine kritische Situation entstand, da das Unglück in der Nähe eines Quellschutzgebietes erfolgte. Feuerwehrfahrzeuge und LKW's der Straßenmeisterei Dobersberg konnten in gemeinsamer Anstrengung das Fahrzeug bergen.
Im April erfolgte eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehren des Unterabschnittes Gastern in der Weberei Skudetzky, wobei auch die Bergung von Verletzten und das Verhalten im Umgang mit Gaslagerungen und gefährlichen chemischen Stoffen geübt wurde.
1980 und 1981 wurden auch Fußballturniere der Feuerwehren des Unterabschnittes Gastern veranstaltet. Die Mannschaft der FF Weißenbach belegte dabei jeweils den 4. Platz.
Am 30. April 1980 wurde nach dem Rücktritt des bisherigen Kommandanten Johann Schandl der Landwirt Ernst Hörmann zum Kommandanten der FF Weißenbach gewählt. Stellvertreter blieb Erich Dangl, Leiter des Verwaltungsdienstes Franz Wagner.

Beim Bezirksfeuerwehrleistungsbewerb am 21. Juni 1980 in Pleßberg erreichte die Weißenbacher Wettkampfgruppe 316 Punkte im Bewerb Bronze A.
Beim am 26. Dezember 1980 abgehaltenen Feuerwehrball wurde mit S 33.921,- der höchste Reinertrag bisher erzielt.
3 Neumitglieder wurden aufgenommen - Franz Gruber, Kleinmotten, Johann Litschauer, Ruders und Erwin Gruber, Ruders. Somit hatte die FF Weißenbach 21 Aktive und 4 Reservemitglieder.

Die am 23. Jänner 1981 durchgeführte turnusmäßige Neuwahl des Kommandos brachte folgendes Ergebnis: Kommandant Ernst Hörmann, Landwirt; Kommandant-Stellvertreter Johann Wagner, Landwirt; Leiter des Verwaltungsdienstes Franz Wagner, Postbeamter. Der bisherige Kommandant-Stellvertreter Erich Dangl wurde zum Zeugwart, der Landwirt Erich Frühwirt aus Kleinmotten zum Zugskommandanten ernannt. Erich Dangl erhielt den Dienstgrad "Ehrenhauptbrandmeister".
1981 nahm eine Wettkampfgruppe am Bezirksleistungsbewerb in Gr. Siegharts teil und konnte kurze Zeit später beim Landesleistungsbewerb in Retz das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze erwerben.
Am 24. Oktober 1981 brach im Anwesen des Alfred Winkelbauer in Weißenbach 3 ein Brand aus, der einen Schaden von mehr als 800.000 Schilling verursachte. Die Feuerwehren Weißenbach, Kautzen, Gastern, Frühwärts, Kleinzwettl und Kleingöpfritz kamen bei der Löschung dieses Brandes zum Einsatz.
4 Neumitglieder wurden aufgenommen: Strohmer Alois, Moldaschl Erwin und Pelz Christian aus Grünau und Liepold Kurt aus Ruders. Die FF Weißenbach hatte nun 26 aktive Mitglieder. Der Feuerwehrball brachte 1981 einen Reingewinn von S 25.447,-.

1982 wurde eine zweite Sirene für den Standort Grünau am Haus Nr. 26 (Schmalzbauer Karl) angekauft und im Jänner 1983 dort auch installiert.
Beim Landesleistungsbewerb in Waidhofen/Ybbs errang die Wettkampfgruppe der FF Weißenbach erstmals das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber.
Mit den Neumitgliedern Franz Grausam aus Weißenbach und Erich Androsch aus Ruders erhöhte sich der Mannschaftsstand auf 28 Aktive.

Da das Gerätehaus zu klein geworden war, wurde beschlossen, einen Zubau zu errichten. Die Finanzierung sollte durch die Gemeinde erfolgen. Dieser Zubau konnte jedoch 1983 nicht fertiggestellt werden. 1984 wurde das Dach fertiggestellt und die Installation von Wasserleitung und WC-Anlagen beschlossen.
Eine Wettkampfgruppe nahm an den Bezirksfeuerwehrleistungsbewerben anläßlich des 100jährigen Bestandsjubiläums der FF Gastern und am Bezirksfeuerwehrtag teil.

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